DVAG nochmals zur Berufsunfähigkeitsversicherung

7. März 2010 | 1.121 mal gelesen

Bereits am 22.2.2010 haben wir auf die dringende Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung hingewiesen. Neue Informationen hierzu liefert die Welt in ihrer Ausgabe vom 1.3.2010.

  1. Jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Arbeitnehmer kann aufgrund von Berufsunfähigkeit nicht bis zum Renteneintrittsalter arbeiten.
  2. Im Durchschnitt beläuft sich die staatliche Erwerbsminderungsrente auf 706 Euro im Monat, ein Betrag, der in den nächsten Jahren stark abnehmen wird, da alle nach dem 2.1.1961 Geborenen deutlich niedrigere Ansprüche haben.
  3. Die Erwerbsminderungsrente reicht nicht zum Leben, das steht fest. Die Welt spricht von sozialem Absturz. Hinzu kommt: Eine solche Rente reicht auch nicht dafür, weiter privat Altersversorgung zu betreiben. Das heißt, auch die Altersrente wird über die BU und den damit verbundenen Einkommensverlust geschmälert.
  4. Einen Anspruch auf gesetzliche Erwerbsminderungsrente durchzusetzen, kann schwer sein. Denn die GRV macht offensichtlich reichlich von der abstarkten Verweisung Gebrauch, erwartet also auch eine Tätigkeit außerhalb des erlernten bzw. bisher ausgeübten Berufes.
  5. Trotz alledem haben gerade einmal 23,7 Prozent der Haushalte eine BU-Versicherung.
  6. Es empfiehlt sich, eine solche private BU möglichst früh abzuschließen, da die Risikoprüfung aus naheliegenden Gründen “streng” ist, d.h. der Versicherungsnehmer sollte bei Abschluss möglichst gesund sein, um überhaupt Versicherungsschutz bekommen zu können. So werden 4,7 Prozent aller Anträge abgelehnt, gut 13 Prozent nur mit Ausschlüssen oder Zuschlägen angenommen.

Bleibt unterm Strich: Eine private BU-Versicherung ist Pflicht, je früher, desto besser, ganz im Sinne unseres Mottos “Früher an Später denken”.


Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Marcel Costin, 7. März 2010 um 12:50 Uhr

    Wer dazu glaubt, er könne sich keine BU leisten, obwohl sie ihm sehr wichtig erscheint, sollte einen Vermögensberater konsultieren. Oft findet dieser Wege an anderer Stelle effizientere Einsparungen vorzunehmen um eine BU in die Vermögensplanung unter zu bringen. Auch kennen viele Vermögensberater der DVAG Optionen das monatliche netto Einkommen zu erhöhen.

    Eine Kombination aus effizient einsparen und Einkommen erhöhen wäre natürlich das Ideal! 😉

    Ich kenne eine ganze Reihe Menschen im privaten Umfeld unter 40, ja sogar unter 30, welche bereits Berufsunfähig sind. Beispielsweise einen jungen Dachdecker, dessen Knöchel kaputt sind vom jahrelangen Arbeiten in Schieflage, so wie einen Garten&Landschaftsbauer mit ernsthafter Wirbelsäulenverletzung. Beide deutlich unter 30. Letzterer kündigte seine BU wenige Monat zuvor, genau wie eine junge Friseurin/Kosmetikerin, welche nach einer Chemie-Allergie BU wurde und die Absicherung kurz vorher kündigte, weil sie ihr sinnlos erschien. Beide ärgern sich heute sehr darüber. Desweiteren einen Finanzberater mit einer ehemaligen Entzündung und dadurch resultierender Vernarbung im Nervenkanal im Nacken, die Vernarbung schabt nun an den Nervensträngen, Taubheit und Brennen im ganzen Körper bis zur Konzentrationslosigkeit. Ferner einen Elektroniker mit Verkalkungen der Hirnatterien und Bandscheibenvorfällen.

    Alles sportliche, aktive und sehr körperbewußte Menschen mit teils ergonomischem Arbeitsplatz und gesundheitlich präventiven Freizeitbeschäftigungen! Es ist wirklich interessant zu zuhören wie diese Menschen heute über BU denken und reden.

    Sonnige Grüße aus Düsseldorf,
    Marcel Costin

    Praxis für Vermögensberatung
    Dahlenerstr. 285
    41239 Mönchengladbach
    02166-456154
    0177-7616059

  2. Jürgen Z., 7. März 2010 um 16:45 Uhr

    Hier ein Artikel des Focus zum Thema BU:

    >> http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/berufsunfaehigkeit/berufsunfaehigkeit_aid_11146.html <

    Ich denke, damit sind die Aufgaben eine VB für die Zukunft klar 😉

    Freundliche Grüße Jürgen Z.

    BTW: Einfach ausdrucken und mit zum Kunden nehmen – es wirkt 🙂

  3. Uwe Gleser, 10. März 2010 um 13:04 Uhr

    Wie kann es eigentlich sein, das die wichtigste Absicherung, gerade für junge
    Menschen die am Anfang Ihres Berufslebens stehen, bei der Einberufung zum Grundwehrdienst, nicht vom Grundsicherungsamt oder vom Bund, die Beiträge erstattet bekommt, und somit dem Wehrdienstleistenden in den allermeisten Fällen nur eine Kündigung seines Versicherungsschutz bleibt.
    Mich würde auch mal interessieren, wie die Absicherung durch den Bund aussieht, wenn jemand durch die Dienstausübung im Zeitraum des Grundwehrdienst berufunfähig wird ?
    Das Thema muß aus meiner Sicht dringend auf die Agenda der Politik, vieleicht über unseren Bundesverband, BDV.
    Uwe Gleser