DVAG zu Verbraucherzentralen

28. Februar 2010 | 891 mal gelesen

Neues zum Beratungstest bei Verbraucherzentralen ist in der heutigen Ausgabe der Welt am Sonntag nachzulesen.

Dem Beratungstest lag ein Testkunde mit Beratungsbedarf zum Thema Versorgungslücke im Alter, Zusatzrente oder sichere Geldanlage mit monatlich 150 Euro Sparbetrag zugrunde. Einige weitere Ergebnisse des Tests:

  1. Keine einheitliche Vorgehensweise bei den verschiedenen Verbraucherzentralen (= kein Beratungsstandard)
  2. Stundenhonorare von bis zu 100 Euro
  3. Persönliche Vermögensverhältnisse wurden in vielen Fällen nicht erhoben
  4. Nur wenige Berater berücksichtigten Themen wie Inflaltion, steuerliche Aspekte oder Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung
  5. Die Unterlagen waren oft unvollständig
  6. Nur in einem einzigen Fall erhielt der Testkunde eine Visitenkarte des Beraters
  7. Eine Übersicht zu den aufgenommen Daten erhielten die Testkunden nur in einem einzigen Fall
  8. Die Produktempfehlungen basierten oft auf Zeitungsartikeln oder formlosen Notizen
  9. Am besten aber: Eine Verbraucherzentrale empfahl als Altersversorgung eine selbständige BU als reines Risikoprodukt. Da hat der Berater wohl etwas nicht verstanden.

Wir meinen als DVAG Deutsche Vermögensberatung: Einiges zu tun für die Verbraucherzentralen, und wenn die Politik Mißstände in der Finanzberatung angehen will, sollte sie vielleicht dort beginnen und zumindest auch die Veraucherzentralen in die für alle anderen Berater geltenden gesetzlichen Vorschriften einbeziehen.


Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. M. S., 28. Februar 2010 um 14:07 Uhr

    Hallo Herr DR. Lach, ich hätte gerne einmal Ihre Meinung zu folgender Aussage der Zeitschrift Finanztest gehört:

    In der aktuellen Ausgabe März 2010 wird auf Seite 22 auf ein Produkt Ihres Produktpartners AachenMünchener Lebensversicherung hingewiesen. Wie in dieser Rubrik bei Finanztest üblich, werden Vor- und Nachteile des Produktes für den Verbraucher gegenüber gestellt.

    Als einziger Nachteil des “Parkdepot” der AM-Leben wird aufgeführt, dass es ausschließlich durch die Deutsche Vermögensberatungsgruppe angeboten wird und dadurch die Daten des Kunden, also Dinge wie Name und Adresse an die DVAG gelangen.

    Mir ist dies nicht ganz klar, was Finanztest damit meint: Wenn ich beispielsweise bei der Commerzbank ein Festgeld eröffne, bin ich doch dort auch Kunde und erhalte von dort zusammen mit meinen Kontoauszügen auch Werbflyer. Wenn ich bei der Volksbank mein Giro habe, dann ist es üblich, dass mich der Berater anruft, wenn ich zu viel (oder zu wenig 😉 ) Geld auf dem Konto habe. Und eine Miles-and-more Kreditkarte kann ich nun mal auch nur über die Lufthansa abschließen.

  2. , 28. Februar 2010 um 18:11 Uhr

    @M.S.

    Ich habe diesen Hinweis in Finanztest selbst bemerkt und hatte eigentlich vor, mir eine Kommentierung zu ersparen, schwingen doch da wieder die altbekannten, nicht haltbaren Vorurteile mit, die der eine oder andere hat.

    Ich würde es mal so interpretieren: Gut so, dass es das Parkdepot der AM ausschließlich bei Vermögensberatern der DVAG gibt. So wird nun endlich auch nach außen sichtbar, welche Vorteile die exklusive Partnerschaft zwischen AM und DVAG für beide Seiten bringt. Und dass damit am Ende unser Kunde mit einem Top-Produkt (…. das mußte Finanztest dann doch einräumen…) profitiert, ist die Krönung.

  3. Wolfgang Stadler, 28. Februar 2010 um 19:23 Uhr

    hierzu verweise ich auf meinen kurzen Beitrag in “DVAG mit exzellentem Service” vom 17.02.2010 zum selben Thema. Fraglich ist, vor wem Finanztest den Leser eigentlich schützen möchte? Diese Aussagen sind teilweise diskriminierend 🙁
    In einem ähnlichen Fall – es ging um die Uni Profi Rente – empfahl Finanztest immer und immer wieder dieses Produkt. Nach dem Börsencrash dann wurde das Produkt auf mehreren Seiten dann im Heft 03/09 “zerlegt” (einseitiger Tausch Aktien- in Rentenfonds) – um dann im Heft 11/09 folgenden Höhepunkt zu erfahren: “…Vermutlich können einige UniProfirente-Kunden unser Urteil nicht ganz verstehen, weil ihr Geld eben nicht im Aktienfonds UniGlobal steckt und nicht am weltweiten Aufschwung der Aktienmärkte teilnimmt”…”das ist zwar ein Nachteil, doch unterm Strich überzeugt uns das Produkt trotzdem”.

    Bei allem Respekt – ich komme mir da ein wenig vergackeiert vor – genauso wie es mit den Verbraucherzentralen läuft, alles was von der DVAG kommt, ist prinzipiell schlecht – ungeprüft!

  4. Harri Schultze, 28. Februar 2010 um 21:11 Uhr

    Wer schützt die Verbraucher eigentlich vor Verbraucherschützern. Mein Rat an alle Verbraucher ist, nie den eigenen Kopf auszuschalten. Durch die ein oder andere vertiefende Nachfrage kann jeder herausfinden, ob der Berater kompetent ist. Dafür muss man kein Fachmann auf dem jeweiligen Fachgebiet sein, sondern nur mit wachem Verstand rangehen. Wer als Altersvorsorge eine selbständige BU empfohlen bekommt, der sollte laufen….schnell laufen… und sich einen Berater suchen, der nachweislich auch kompetent ist – z.B. durch Nachweis seiner Qualifikation als Vermögensberater vor dem Deutschen Berufsbildungswerk Vermögensberatung (DBBV).

  5. Jörg Friedrich, 1. März 2010 um 12:57 Uhr

    Hallo Herr Dr. Lach,
    ich finde es super, dass jetzt auch mal die Verbraucherzentralen getestet werden. Das hat es ja früher nie gegeben. Damit ist auch mal für die Kunden sichtbar, welche Fehlberatungen durchgeführt und auch falsche Produktempfehlungen gegeben werden. ( Siehe bei der Riesterförderung der Union Investment Sparplan wurde erst als bester Fondssparplan empfohlen und nach dem Aktieneinbruch stecken die Kunden im Rentenbereich fest ).