Sparkassen langen zu

17. Februar 2010 | 1.018 mal gelesen

100 Prozent Steigerung des LV-Einmal-Beitragsgeschäftes bei der Provinzial Rheinland und 46,5 Prozent Steigerung bei der Versicherungskammer Bayern – so das Handelsblatt vom 26.1.2010.

Verkauft wurde das fast ausschließlich über die Schalter der Sparkassen, die Eigentümer der Versicherer. Und das war nur möglich, weil die Versicherer den Sparkassenkunden für die Einmalbeiträge eine deutlich über den aktuellen Zinssätzen für Sparbücher und Termineinlagen liegende Verzinsung angeboten haben, vielleicht auch anbieten mussten. Denn schließlich wollten ja die Sparkassen Provision aus dem Verkauf der Verträge generieren.

Die Zeche bezahlen die Bestandskunden der Lebensversicherer, denn die Rendite auf die neu abgeschlossenen Einmalbeiträge können die Lebensversicherer am Markt derzeit selbst nicht darstellen. Die fehlende Differenz muss also aus der Substanz finanziert werden.


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Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Wolfgang Kasberger, 17. Februar 2010 um 09:21 Uhr

    Guten Tag Herr Lach,
    ja, die Gier ist manchmal unbeschreiblich. Umsatz um alles in der Welt. So werden oft ganze Bestände von Guthaben umgeschichtet, Lebens- Rentenversicherungen gekündigt und wieder selbige neu abgeschlossen. Weil das die Geschäftspraktik in manchen Bank- Sparkassenhäusern so gewollt ist. Anderswo langen Finanzvertriebe zu. So wurden erst kürzlich die Bonnfinanz und AWD gerichtlich verurteilt Softwaregebühren Visitenkartenkosten, Werbeartikel auf die freien Handelsvertreter ab zu wälzen.
    Gleiches bei Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), jetzt sollen (müssen) alle Visitenkarten mit einer ebührenpflichtigen Telefonnummer der DIHK versehen sein. Auch hier, die Gier nach Geld, Reichtum wird immer größer.
    Sehr geehrter Herr Lach, wollen Sie sich noch zum gestrigen Beitrag ( Beratungsqualität) Ihre Meinung ( Beitrag) dazu geben?
    Gruß
    Wolfgang Kasberger

  2. , 17. Februar 2010 um 09:33 Uhr

    Sehr geehrter Herr Kasberger,

    bereits mehrfach haben Sie in unserem Blog Themen aufgeworfen, die unsere interne Geschäftspolitik betreffen.

    Ein öffentlicher Unternehmensblog ist für die Diskussion solcher Themen gänzlich ungeeignet und wir haben auch nicht die Absicht, den Blog entsprechend “umzufunktionieren”.

    Jederzeit haben Sie die Möglichkeit, die Sie interesierenden “internen Themen” mit dem für Sie zuständigen Direktionsleiter zu diskutieren, der Ihnen sicher gerne Antworten auf Ihre Fragen gibt. Darüber hinaus gibt es gerade in unserem Unternehmen vielfältige andere Wege für internen Austausch und Diskussion.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach

  3. Kay Klinger, 3. März 2010 um 16:39 Uhr

    Die Sparkassen Versicherung Sachsen geht auch sehr neue und eigene Wege der Kundenberatung. Ich hatte seit ende 2009 verstärkt mit Kunden Kontakt, welche mit Angeboten und Gesprächen zu allen Versicherungssparten der Sparkassen Versicherung Sachsen geradezu gedrängt worden sind, zu wechseln bzw. zu kündigen. Und das logischerweise für weniger Prämie, aber auch für eklatant weniger Leistung. Dann wurden Versicherungen ( welche bereits im Bündelvertrag enthalten waren) zusätzlich als Einzelvertrag abgeschlossen und eine selbtständige BU-Rente mit der Beründung gekündigt, die brauchen Sie gar nicht, alle vor 1961 geboren erhalten vom Staat Ihre Bu-Rente.
    Tolle Beratung…leider merkt es der Kunde erst, wenn es zu Spät ist bzw. wenn eine Leistung braucht!Zu der Vorgehensweise der Beratungen und Vertragsabschlüsse kann sich jeder seine eigene Meinung bilden!