18,6 Milliarden Euro

7. Februar 2010 | 936 mal gelesen

Erstaunliches brachte eine Studie der Frankfurter Unternehmensberatung Investors Marketing zu Tage, über die die Wirtschaftswoche vom 18.1.2010 berichtet.

Danach kostet die Umsetzung der neuen gesetzlichen Vorschriften zum Verbraucherschutz (z.B. Beratungsprotokoll, MiFiD etc.) den Finanzsektor (Banken, Versicherungen, Vermittler) einmalig 18,6 Mrd. Euro und danach jährlich laufend 9,4 Mrd. Euro. Dem steht ein jährlicher Nutzen für die Kunden in Höhe von knapp 8 Mrd. Euro gegenüber.

Gewaltige Summen, die leider nur zum Teil dazu führen werden, dass der Verbraucher tatsächlich geschützt wird. So bedarf es beispielsweise aktuell bei der Deutsche Vermögensberatung (DVAG) für die Vermittlung einer Riester-Rente 6 Unterschriften des Kunden und 42 Blatt Papiers für die Dokumentation. Eines ist sicher: Kein Kunde wird das Lesen. Viel Aufwand also für Nichts.

Der Beitrag in der WiWo schließt: “Der beste Schutz für das eigene Vermögen bleibt ein kritischer und informierter Anleger”.

Das stimmt, aber wir wollen ergänzen: “… und ein gut ausgebildeter und damit kompetenter sowie rechtschaffener Vermögensberater, der kundenorientiert berät und auf das Angebot hochriskanter Anlagen gleich ganz verzichtet.”


Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Wolfgang Kasberger, 8. Februar 2010 um 09:52 Uhr

    Ein Tipp gegen die Papierflut:
    Es gibt auch eine Riester-Rente mit nur 15 Seiten, incl. Kopien also 9 Blatt Papier und 4 Unterschriften !!
    Gruß Wolfgang Kasberger

  2. , 8. Februar 2010 um 17:41 Uhr

    @ Herr Kasberger

    Auch das ist noch eine Menge Papier, das der Kunde nicht lesen wird 😉

    Ausnahmen bestätigen die Regel 😉

  3. , 11. Februar 2010 um 14:57 Uhr

    Sehr geehrter Herr Kasberger,

    es mag richtig sein, dass es bei einer Beschränkung auf die Dokumentation des Produktes mit 15 Seiten getan ist.

    Üblicherweise sind aber Riester-Renten bei unseren Vermögensberatern immer Bestandteil einer umfassenden Vermögensplanung, die ausgedruckt und dem Kunden als Dokumentation der Gespräche überlassen wird. Dann kommen Sie mit 15 Seiten nicht mehr hin.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach