Auf dem Rücken des Vertriebs

24. Januar 2010 | 968 mal gelesen

Anliegen unseres Blogs ist unter anderem, auch über Vorgänge am Markt zu berichten, die von vertrieblichem Interesse sind. Dazu gehört – als abschreckendes Beispiel – das, was sich derzeit beim Deutschen Ring abspielt.

Bis vor einem Jahr bildeten die drei Gesellschaften DR-Leben, DR-Sach und DR-Kranken eine Einheit in Verwaltung und Vertrieb. DR-Leben und DR-Sach gehören dem Schweizer Versicherer Baloise. DR-Kranken, ein Versicherungsverein, war mit Kooperationsvertrag eingebunden.

Vor gut einem Jahr löste sich DR-Kranken und schloss sich mit der Signal-Iduna Gruppe zusammen. Diese hat nun der Baloise das Angebot gemacht, auch die beiden anderen Töchter DR-Leben und DR-Sach zu kaufen. Baloise besteht hingegen auf der Trennung in der Verwaltung und beansprucht die gesamte Vertriebsorganisation der früheren Deutsche Ring-Gruppe für sich allein.

Inzwischen hat sich die BAFin eingeschaltet und wird wohl in Kürze per Verwaltungsakt eine Lösung herbeiführen.

Egal wie diese aussieht: Man stelle sich vor, mit welchen Gedanken die Agenturen des Rings seit gut einem Jahr morgens aufwachen und zum Kunden gehen.

Wieder einmal zeigt sich damit, wie wichtig es ist, im Vertrieb nicht zum Spielball von Aktionärsinteressen werden zu können. Ganz im Sinne der DVAG.


Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Peter Wenzel, 26. Januar 2010 um 08:34 Uhr

    Es ist klar, dass der Streit am Ende um den Vertrieb geht, denn der ist sicherlich mit das wertvollste, was ein Versicherungsunternehmen hat. Ich bendeide die Kollegen beim Deutschen Ring nicht. Gut, dass es so was bei der Dvag nicht geben kann.