Bis dass der TÜV uns scheidet …

22. Januar 2010 | 1.875 mal gelesen

Ein interessanter Beitrag zu Gütesiegeln für Finanzvertriebe findet sich in der Financial Times vom 21. Januar 2010 (Seite 21).

Auch wir haben uns schon gefragt, warum ausgerechnet der Technische Überwachungsverein TÜV Gütesiegel für den Service von Versicherungsunternehmen bzw. für die Beratung von Vermittlern vergibt. Vielleicht finden ja alsbald die BAFin oder Finanztest auch ein neues Betätigungsfeld und überprüfen die Betriebssicherheit von Elektrogeräten… 😉

Sei es darum: Die Beratungshäuser DVR und VERS sowie die Technische Überwachungsgemeinschaft (allesamt Konkurrenten des TÜV 😉 ) haben eine Studie in Auftrag gegeben mit dem Ziel, die Gütesiegel des TÜV in der Finanzbranche zu hinterfragen. Das Ergebnis ist bei dieser Auftragslage nicht überraschend: Das TÜV-Siegel wird als reines Werbe- und Marketingargument “abqualifiziert”.

Natürlich wird jedes Unternehmen unabhängig von der Branche ein Gütesiegel mit gutem Ergebnis auch als Werbe- und Marketingargument nutzen. Die Frage ist, ob der Kunde damit tatsächlich eine brauchbare Information für die eigene Orientierung erhält.

Gütesiegel sollten deshalb über jeden Zweifel erhaben sein, was Neutralität, Methodik und Gesamtausrichtung angeht.

Wir als Deutsche Vermögensberatung (DVAG) stellen uns deshalb jährlich mit Blick auf unsere Beratungsqualität dem Service-Rating der Service-Rating GmbH (Note: Sehr gut) und mit Blick auf die Karrierechancen dem Karriere-Rating für Finanzvertriebe der Ratingagentur Assekurata (Note: Exzellent).

Anders als der TÜV beides Rating-Agenturen, die in diesen Feldern originäre Kompetenz nachweisen können.


Schlagwörter: , ,

Kommentare für diesen Artikel (9)

  1. M. S., 22. Januar 2010 um 09:42 Uhr

    Bis vor kurzem war ich doch tatsächlich der Meinung, dass es sich bei dem Service-Rating “Logo” um ein “Produkt” aus der Marketignabteilung der DVAG handelt. Das mag zum einen daran liegen, dass sowohl Farbgebung als auch Desgin sehr den anderen Auftritt der DVAG ähnelen, zum anderen auch daran, dass dieses Logo beim Normalverbracuher eher unbekannt ist.

    Umso erstaunter war ich, als ich letzte Woche auf http://www.baur.de ebenfalls das Logo der Service-Rating GmbH erkannt habe.

    Daraus schliesse ich, zum einen, dass es sich bei dem Logo eben doch um das der Ratign Agentur handelt und zum anderen dass es nicht viele Unternehmen gibt, die mit einem “sehr gut” ausgezeichent werden, denn sonst würde dieses Logo sicherlich weit mehr verbreitet sein.

    Wohlgemerkt: Nicht dass ich am Rating als solches gezweifelt hätte, es ging mir nur um die Darstellung des selben nach Auseen.

  2. , 22. Januar 2010 um 09:52 Uhr

    @ M.S.

    Vielen Dank für den Tipp! 😉

    Wahrlich handelt es sich hier nicht um ein von der DVAG gestaltetes Werbelogo, sondern um das offizielle Logo der Rating-Agentur, das diese generell bei ihren Tests einsetzt. Mehr zur Agentur auf deren Homepage: http://www.servicerating.de.

    Dort findet sich auch der Ergebnisbericht zur DVAG – lesenswert! 😉

  3. steve lukner, 22. Januar 2010 um 14:52 Uhr

    Hallo,

    bei der vielen vorhandenen Kritik von Kunden am DVAG-“Berater” ist es schon verwunderlich dass immmer wieder Topratings herauskommen. Wurden wirklich uneingeschränkt alle Kunden für Test freigegeben oder nur Jörn Schuchs ?

  4. , 22. Januar 2010 um 15:40 Uhr

    Sehr geehrter Herr Lukner,

    in die Beratungstests und in die umfängliche Kundenbefragung wurde eine repräsentative Stichprobe hauptberuflicher VB (alle Praxisstufen) und deren Kunden einbezogen. Neben Beratungstests und Kundenbefragung beruht das “sehr gut” im Service-Rating auch auf einer intensiven Überprüfung (Managementinterviews) unseres gesamten Beratungs- und Servicekonzeptes.

    Ich empfehle Ihnen zur Vertiefung und Bestätigung unserer Konzeption unseren Blog-Beitrag vom 25. Juli 2009.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach

  5. Wolfgang Stadler, 22. Januar 2010 um 17:39 Uhr

    Lieber Herr Lukner, interessante These, dass “viele Kritik vorhanden” ist. Woher haben Sie diese? Immer wieder muss ich Kunden helfen, die aufgrund einer Abzockeberatung knapp vor dem Exodus stehen – oder die im Falle einer Berufsunfähigkeit oder des Todes Ihr gesamtes finanziertes Haus verlieren würden. Oder die sich einfach nur so mal 500 Euro im Jahr einsparen, weil ich die Sachversicherungen günstiger “packen” kann… Leider ist es halt so, dass zu wenig Menschen sich im Internet über ihre positiven Erfahrungen mit ihren Beratern äußern, das Internet ist eher eine Plattform für Kritik – oft auch unseriös und zweifelhaft, ohne Hintergrund. Wobei ich über unser Unternehmen (DVAG) einen verschwindend geringen Anteil an Negativäußerungen im Internet finde bezogen auf eine Kundenanzahl von mittlerweile fast 5,5 Mio Kunden. Übrigens – Jörn Schuch is everywhere, seine Handschrift ist bei der DVAG nicht zu übersehen, Gott sei dank!

  6. Sergej Prawda, 22. Januar 2010 um 19:10 Uhr

    Sehr geehrter Herr Doktor Lach,
    wie ist die prozentuale Gewichtung der erwähnten Managementinterviews und der Tests am Kunden ? Wieviele Kunden aus wievielen Direktionen wurden befragt ? Zu den Karriereratings: Wieviele VB wurden hier befragt ?

  7. Michael Miedl, 23. Januar 2010 um 11:16 Uhr

    Hallo liebe Blogger,

    sicherlich gibt es den einen oder anderen unzufriedenen Kunden. Ich stelle jedoch immer wieder fest, daß die wenigsten aufgrund einer Falschberatung unzufrieden sind, sondern vielmehr von Mitbewerbern mit vermeintlich besseren Angeboten gelockt werden. Diese werden dann leider mit der Argumentation verkauft, die DVAG sei schlecht, der Berater sei schlecht und die Produkte sowieso. Trifft man dann ehemalige Kunden einige Jahre später wieder, stellt sich meist heraus, daß die Versprechungen nicht aufgingen und sowohl der “bessere Berater”, sowie das angelegte Geld verschwunden sind. Jetzt kommt meine Zeit wieder, denn ich hatte doch dem Kunden damals versprochen, immer für ihn da zu sein,wenn er meine Hilfe benötigt!
    Übrigens: Ich bin froh, einen Jörn Schuch zu kennen. Er dient vielen als Vorbild und kann am kommenden Montag sein 25-jähriges “Dienstjubiläum” in der DVAG feiern-Glückwunsch!

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken

    Michael Miedl

  8. , 23. Januar 2010 um 12:14 Uhr

    @ Sergej Prawda

    Einen Teil der Sie interessierenden Informationen können Sie den entsprechenden Quellen der Ratingagenturen (Homepage) entnehmen; die anderen Infos müßten Sie bitte direkt bei der Ratingagentur erfragen.

    Mit besten Grüßen,
    H. Lach

  9. Marcel Costin, 24. Januar 2010 um 02:13 Uhr

    Genau das kann ich inzwischen auch bestätigen, Herr Miedl. Eine gigantische subjektive Wolke aus Halbwissen und Halbwahrheiten, begründeten und unbegründeten Ereignissen, Situationen, Informationen. Einseitig und intransparent und zieht sich überall quer durch das ganze Leben.

    Es gibt Menschen denen ist es egal wie gut oder schlecht irgendein Unternehmen sein soll. Sie machen sich einfach ein eigenes Bild.

    Man kann 9x auf die Nase fallen und 1x “Glück” haben oder hat jedes 3. Mal “Glück”, oder von Anfang an und dauerhaft “Glück”. Nennt man im Mittel “Lebenserfahrung”.

    Und pssst, es soll ja sogar so Verrückte geben die behaupten, dass man selber darauf (Glück) einfluß nehmen kann!

    😉

    Beste Grüße aus dem westlichsten Kreis Deutschlands.

    Marcel H. Costin