Vorsicht Falle

20. Januar 2010 | 1.180 mal gelesen

41 Cent kostete umgerechnet ein Kilo Mischbrot im Jahr 1960. Heute bezahlt man dafür durchschnittlich 2,28 Euro.

Nicht so schlimm, könnte man entgegnen, denn im gleichen Zeitraum sind natürlich auch die Löhne gestiegen. Und tatsächlich musste man im Jahr 1960 noch 20 Minuten arbeiten, um sich vom Lohn dafür das Kilo Mischbrot kaufen zu können, während es heute nur 10 Minuten sind.

Wer Arbeit hat, darf also im Wesentlichen darauf vertrauen, dass Inflation und Lohnentwicklung zumindest langfristig annähernd im Gleichschritt verlaufen und insoweit der Lebensstandard erhalten werden kann.

Ganz anders sieht es aber für diejenigen aus, deren Einkommen von der Inflationsrate abgekoppelt ist. Das sind in aller erster Linie die Empfänger der gesetzlichen Rente, die sich in den nächsten Jahrzehnten kaum noch erhöhen wird – im Gegenteil, es ist sogar mit Negativrenditen zu rechnen.

Solche Einkommensempfänger trifft auf lange Sicht selbst eine sehr moderate Inflation von angenommenen 2 Prozent pro Jahr dramatisch, wie das Beispiel mit dem Mischbrot zeigt. Und angesichts der hohen zusätzlichen Staatsverschuldung der letzten Jahre ist es durchaus nicht unrealistisch, dass es auch wieder Jahre mit deutlich höherer Inflation geben wird.

Es ist also nicht immer nur die Demographie, die private Altersversorgung so wichtig macht. Auch der inflationsbedingte Verfall der gesetzlichen Rente ist ein wichtiges Argument.

Umso wichtiger, dass Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) tagtäglich tausendfach die Bürger auf diese Entwicklungen hinweisen und passende Altersversorgungskonzepte entwickeln. Am besten auch mit privaten Rentenversicherungen, und die im Idealfall mit jährlicher dynamischer Anpassung. Denn damit läßt sich zumindest das Risiko der “Basis-Inflation” praktisch vollständig ausschließen.


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Kommentare für diesen Artikel (12)

  1. Wolfgang Kasberger, 20. Januar 2010 um 09:44 Uhr

    Sehr geehrter Herr Lach,
    ich lese interessiert Ihre Beiträge. Meine Frage zu Vorsicht Falle. Was verstehen Sie unte “Basis-Inflation”. Ich kenne nur eine Inflation.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Kasberger

  2. , 20. Januar 2010 um 10:24 Uhr

    Lieber Herr Kasberger,

    es freut mich, dass Sie zu den Lesern unseres Blogs gehören, und Ihre Frage ist vollkommen berechtigt: Ich habe den Begriff “Basis-Inflation” bewußt in Anführungszeichen gesetzt, um damit auszudrücken, dass es sich um einen Kunstbegriff handelt. Gemeint ist damit, dass es nur ganz selten keine Inflation gibt und die Inflationsrate auch selten über 5 Prozent liegt. Zurückblickend auf die letzten 50 Jahre lag die Inflationsrate in Deutschland fast immer zwischen 2 und 5 Prozent. Das meine ich mit Basis-Inflation. Und diesem Phänomen läßt sich ganz gut begegnen, wenn private Rentenversicherungen mit jährlicher Anpassung, z.B. 5 Prozent p.a., abgeschlossen werden.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach

  3. Wolfgang Stadler, 20. Januar 2010 um 12:16 Uhr

    Guten Tag Herr Lach, eine Frage zu diesem Thema “Dynamik von 5%” – leider raten Verbraucherschützer, Finanztest etc. immer von Dynamik ab – wie können die das verantworten? Danke für ein paar Info´s dazu…

  4. Wolfgang Kasberger, 20. Januar 2010 um 14:52 Uhr

    Sehr geehrter Herr Lach,
    zu Ihrer Ausführung ein Kommentar meienrseits:
    Angenommen eine Person 25-jährige Person will 40Jahe lang 150,00 Euro bei 7% eff. Zins zur Rente sparen. Beträgt das Guthaben 370700 Euro.
    .
    Ihrer Empfehlung nach soll der Sparbetrag mit 5% Dynamisiert werden. Demnach beträgt das Guthaben 723000 Euro. Mit dieser Dynamisierung möchten Sie einen Inflationsausgleich erreichen.
    Nach Inflation von nur 3% hat das Vermögen von 723.000 Euro aber nur noch einen Wert von 221.600 Euro.
    Diese Empfehlung geht mal eben um 149.400 Euro daneben.
    Die Konsequenz daraus.
    Inflation und Dynamik – ein großer Irrtum !
    Bedenken Sie bitte, dass dieser Blog ein offenes Scheunentor ist ! Vermögensberater die rechnen können, werden dieses Beispiel nachrechnen und mir beistimmen. Hier beginnt die Suche nach alternativen Anlageformen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Kasberger

  5. , 20. Januar 2010 um 19:40 Uhr

    Sehr geehrter Herr Kasberger,

    berechnen Sie doch einmal, was abgezinst übrig bleibt, wenn Ihr Beispielkunde keine Dynamik vereinbart und konstant monatlich 150 Euro bezahlt. Dann wird schnell deutlich, dass die Idee der Dynamik sehr gut ist.

    Deshalb hat die Frage nach einer jährlichen Erhöhung der Sparrate auch nichts mit der Anlageform zu tun. Denn auch bei anderen Anlageformen ist es sehr hilfreich, jährlich die Sparrate um z.B. 5 Prozent zu erhöhen, um so die Inflationsrate zu kompensieren.

    Die von Ihnen aufgeworfene Frage nach der Anlageform klären unsere Vermögensberater nach ganz anderen Kriterien: Wie hoch ist die Versorgungslücke? Welchen Betrag kann der Kunde investieren? Worauf legt er Wert, auf Liquidität, auf hohe Renditechance oder auf Sicherheit? Was ist das Sparziel? Bei welcher Anlage lassen sich steuerliche Vorteile oder staatliche Subventionen realisieren? Welche anderen Anlagen existieren bereits?

    Erst darauf aufbauend ist die kundenindividuelle Produktauswahl möglich.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach

  6. , 20. Januar 2010 um 21:55 Uhr

    Hallo Herr Stadler,

    es ist nicht immer einfach, den Rat von Verbraucherschützern nachzuvollziehen. So wurde bei Einführung der Riester-Rente eindringlich davor gewarnt, heute rät Finanztest jedem zulagenberechtigten Bürger dringend zu einem Abschluss.

    Von der Dynamik wird mit dem Argument abgeraten, dass für dynamische Erhöhungen auch eine kleine Provision an den Vermittler bezahlt wird. Unseres Erachtens zu Recht, denn sehr oft wenden sich Kunden bei Mitteilung zur Dynamik-Erhöhung an den Vermittler, um sich den Vorgang nochmals erkklären zu lassen, oder sie bitten darum, die Dynamik z.B. für ein Jahr auszusetzen. Dabei hilft der Vermittler, deshalb eine Vergütung.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach

  7. M. S., 20. Januar 2010 um 22:54 Uhr

    In diesem Zusammenhang sollte meiner Ansicht nach auch erwähnt werden, dass es einem Vermögensberater völlig freigestellt ist, welches (Anlage-)Produkt er empfiehlt bzw. abschliesst.

    So ist es beispielsweise bei der größten deutschen Versicherung, der Allianz, ganz normal, dass ein Versicherungsvertreter zwingend eine vorgegebene Stückzahl von Produkten verkaufen MUSS, um für die anderen vermittelten Produkte keine Kürzung seiner Provision zu bekommen. Dies sollte einem Allianzkunden bewust sein, wenn er von seinem Vertreter beispielsweise eine Unfallprämenrückgewährversicherung angeboten bekommt.

    Im Gegensatz dazu ist es einem Vermögensberater völlig freigestellt, welche Produkte er seinen Kunden anbietet (oder auch nicht anbietet).

  8. Thomas Müller, 21. Januar 2010 um 01:03 Uhr

    Hallo Herr Lach, wie schaut es mit den Kosten einer Rentenversicherung aus, gerade bei einem Strukturvertrieb sollen angeblich sehr hohe Kosten enthalten sein, wodurch die Rendite innerhalb der Police aufgefressen wird. Stimmt das?

  9. , 21. Januar 2010 um 08:30 Uhr

    Sehr geehrter Herr Müller,

    ich weiss zwar nicht, in welcher Verbindung Ihre Frage mit dem zugunde liegenden Blogbeitrag steht. Dennoch sollen Sie eine Antwort bekommen, zumal Ihre Frage wieder einmal die Möglichkeit bietet, die herausragende Position der DVAG herauszustellen. Insoweit vielen Dank.

    Wenn Vertriebe wie die gerade Konkurs gegangene MEG in Kassel für KV über 16 Monatsbeiträge Provision erhalten hat, muss sich das naturgemäß ungünstig auf die Kostenkalkulation der Tarife auswirken.

    Bei der DVAG ist dies ganz anders, denn die AM Leben glänzt durch ausgezeichnete Abschlußkostenquoten. Im Umkehrschluß: Die DVAG vermittelt deutlich günstiger als die meisten anderen Vertriebsformen.

    Lesen Sie in unserem Blog-Beitrag vom 8. September 2009 nach: Mit 4,5 Prozent Abschlußkostenquote liegt die AM Leben auf Platz 15 der größten deutschen Lebensversicherer – Direkt- und Spezialanbieter ohne Kundenberatung eingeschlossen.

    Die DVAG ist eben in jeder Hinsicht Benchmark im Finanzvertrieb.

    Mit besten Grüßen,
    H. Lach

  10. Wolfgang Kasberger, 21. Januar 2010 um 12:47 Uhr

    Sehr geehrter Herr Lach,
    ich habe schon Beispiele dargestellt mit und ohne Dynamik.
    Dynamik 3% und Inflation 3% ist nicht das Gleiche.
    Ich habe nicht nach der Anlageform gefragt, zumal dann die Vermögensberater sich nicht nach Ihrer Empfehlung zu richten brauchen. Ihr Zitat: Am besten mit einer privaten Rentenversicherung, idealer Weise mit Dynamik.
    Die kritische Frage von Herrn Stadler kann so erklären, dass mit jedeer Dynamik bei Versicherungen mit Sparanteil inter nimmer ein neuer Vertrag abgeschlossen wird. Folglich mit neuem Eistiegsalter und kürzere Laufzeit. Z.B. Eintrittsalter 65 Jahre 1 Jahr Laufzeit. Somit reduziert sich die eff. Wertentwicklung bei Dynamikverträgen gegenüber konstanter Beitragszahlung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Kasberger

  11. seo pilot, 25. Januar 2010 um 19:36 Uhr

    habe nun auch vorsicht falle gelesen.sehr informativer und guter beitrag wie ich finde.welche altersvorsorge könnten sie mir den zur zeit empfehlen herr dr.helge lach? einen lg christian

  12. , 26. Januar 2010 um 08:13 Uhr

    @ seo pilot

    Sofern Sie tatsächlich Interesse an Ratschlägen zur Altersversorgung haben, schlage ich Ihnen vor, einen unserer Vermögensberater zu kontaktieren. Sie finden ihn über die PLZ-Suche auf unserer Unternehmenshomepage.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach