DVAG zu “Versicherungsvertrieb über Bankschalter”

6. Januar 2010 | 742 mal gelesen

Ein interessanter Hintergrundbericht zum Thema “Allfinanz” findet sich in der Börsenzeitung vom 31.12.2009.

Der Tenor des Berichtes: In der Privatwirtschaft (private Banken und Versicherer) ist die Allfinanzkonzeption weitgehend gescheitert. Hingegen funktioniert bei den Genossenschaftsbanken mit der R+V sowie bei den Sparkassen mit den Provinzial-Versicherern das “Miteinander” ganz gut. Zudem wird anhand von Zahlen aufgezeigt, dass sich im LV-Neugeschäft seit 1985 der Anteil der Banken von seinerzeit 2 Prozent auf 26 Prozent im Jahr 2006 vervielfacht hat.

Zu diesen Aussagen einige Kommentierungen von unserer Seite:

Leider wird bei Hintergrundberichten zur Allfinanzidee – wie auch in der aktuellen Börsenzeitung – allzu oft übersehen, wer sie erfunden hat und dass es dazu einer Kooperation zwischen Bank und Versicherung nicht bedarf. Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) mit dem Erfinder der Allfinanzidee, Prof. Dr. Reinfried Pohl, beweist seit nunmehr 35 Jahren mit großem Erfolg, dass erfolgreiche Allfinanzberatung nicht nach dem Konzept “Alles aus einer Hand”, sondern am besten nach dem Konzept “Alles aus einem Kopf”, nämlich dem des Vermögensberaters funktioniert.

Die Entwicklung der Anteile des Bankenvertriebs am LV-Neugeschäft sollte differenziert und vor allem nicht nur positiv gesehen werden. Denn es sind gerade die Banken, die den Lebensversicherern in großem Stil LV-Einmalbeitragsgeschäft zuführen, und dies sehr häufig mit Renditezusagen, die die Versicherer am Markt nicht halten können und deshalb aus der Rendite der Altbestände abzweigen müssen. Es erstaunt nicht, dass gerade die Versicherer der Genossenschaftsbanken und die der Sparkassen hier führend sind, denn schließlich sind die Versicherer im Eigentum dieser Gruppen und müssen deshalb möglicherweise den Kunden der Bank Renditezusagen machen, die ein “freier Versicherer” niemals eingehen würde. 

Leider liegen keine Kennzahlen dazu vor, welcher Anteil des gesamten Einmalbeitrages der Lebensversicherungsbranche aus dem Vertriebsweg Bank kommt. Fest steht aber, dass gerade die Lebensversicherer, die mit Banken kooperieren, besonders hohe Anteile des Einmalbeitragsgeschäftes ausweisen. Dies zeigt: der Bankenvertrieb hat nur begrenzt andere Vertriebswege verdrängt, sondern sich – mit Hilfe der zugehörigen Versicherer und auf Kosten der Altbestände – ein neues lukratives Geschäftsfeld erschlossen.

Vor diesem Hintergrund dürfen die Kunden der Vermögensberater der DVAG froh sein, dass unser Partner, die AachenMünchener Lebensversicherung, vertrieblich mit keiner Bank zusammenarbeitet.


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Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. J. Zwackelmann, 16. September 2010 um 18:59 Uhr

    Schade, dass der Artikel so oberflächlich ist und nur auf Annahmen und Vermutungen fusst. Insbesondere die R+V als Bankenversicherer schneidet bei allen Ratings zum Thema Finanzstärke etc. stets sehr gut ab. Wie passt das zu der Annahme, dass unseriöse Leistungsversprechen gemacht werden?
    Etwas mehr Fairniss im Wettbewerb, bitte.