Neues zur Honorarberatung

3. Januar 2010 | 2.733 mal gelesen

Gerade einmal 2 Prozent der Bürger wären bereit, unabhängige Ratschläge zur Finanzvorsorge gegen Honorar zu bezahlen. 21 Prozent könnten sich dies zumindest vorstellen, würden aber im Schnitt aber nur 73 Euro dafür ausgeben wollen.

So die Ergebnisse einer aktuellen, von der Managementberatung Investors Marketing in Auftrag gegebenen Studie.

Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) meint: Besser kann nicht nachgewiesen werden, wie wenig Relevanz die Honorarberatung hat. Zum Einen, weil kaum ein Kunde sie will. Zum Anderen, weil kein Berater davon leben könnte.


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Kommentare für diesen Artikel (26)

  1. Peter Polerka, 3. Januar 2010 um 17:26 Uhr

    Hallo Herr Dr. Lach,

    wie gewohnt, deswegen geht die EU gegen “Jubel-Blogs” vor, werden Sie diesen Kommentar nicht veröffentlichen. Trotz dessen wissen Sie dass mein Kommentar inhaltlich richtig ist.
    Frage an Sie zum Thema Honorarberatung: Wenn der Kunde wüsste dass für seinen branchenunabhängigen 100,- € LV Vertrag bei der AM-Leben
    rund 3.000 € an die DVAG gehen ? Würde er dann Honorarberatung für eine Alternative halten ? Dass sein VB davon im Schnitt weniger wie 50% ausgezahlt bekommt ? Die meisten VB sogar weniger als 35 % ?

    Ihre ganzen Artikel zu Honorarberatung sehen ein bisschen danach aus dass Sie Angst davor haben ?

    Oder ? Nein ? Stimmt, Sie haben ja Festgehalt. Das böse Internet scheint zu gewinnen ?
    Wie wäre es mit der chinesischen oder iranischen Lösung ? Sie verbieten das böse Internet ?
    Oder Sie denken über das Geschäftsmodell nach dass wir VB und die Kunden auf unserem Rücken austragen ?
    Honorarberatung hat übrigens derzeit die Wachstumsraten von denen Sie träumen ?

  2. , 3. Januar 2010 um 17:58 Uhr

    Sehr geehrter Herr Polerka,

    obgleich der Stil Ihres Kommentares nicht dem in unserem Blog gewünschten Niveau entspricht will ich auf die Inhalte eingehen.

    3000 Euro Provision für eine Lebensversicherung mit 100 Euro Monatsbeitrag – offensichtlich sind Ihnen die Provisionsssätze der DVAG nicht geläufig, es sei denn, Sie unterstellen völlig unrealistische Vertragslaufzeiten

    Ebenso unrealistisch ist Ihre These, dass unsere Vermögensberater teilweise weniger als 35 Prozent der Gesellschaftsvergütung erhalten. Wenn Sie sich die Mühe machen, und in unseren Geschäftsberichten einmal den Anteil berechnen, der von den gesamten Provisionseinnahmen an die Vermögensberater fließt, werden Sie im langfrisitgen Mittel auf rund 80 Prozent kommen. Kein anderer Finanzvertrieb in Deutschland gibt einen so hohen Anteil der Provisionseinnahmen an seine Berater weiter.

    Warum sollte ich Angst vor dem Internet haben? Würde ich dann einen Blog betreiben?

    Ihre These, nach der die Honorarberatung hohe Zuwachsraten hat, kann ich leider nicht prüfen. Alle Umfragen belegen das Gegenteil. Worauf berufen Sie sich? Im Übrigen habe ich mehrfach bereits darauf hingewiesen, dass wir als DVAG der Honorarberatung gar nicht kritisch gegenüber stehen, sondern es im Gegenteil sogar begrüßen würden, wenn diejenigen, die sich beim Kunden als unabhängig ausgeben, ihre Vergütung beim Kunden fakturieren müssen.

    H. Lach

  3. Ralf Meinecke, 3. Januar 2010 um 18:09 Uhr

    Herr Polerka,
    zum einen ist der Artikel von Ihnen ja noch da – Ihre Sorgen scheinen von daher ein wenig unbegründet. Zum anderen: Wußten Sie, dass das Autohaus Ihres Vertrauens an ihrem Wagen, den Sie mit 200 Euro mtl. Rate finanzieren vermutlich ebenso 3000 Euro verdient? Und das nicht einmalig, denn voraussichtlich sind Sie ja in wenigen Jahren wieder dort und machen das wieder. Und wenn Sie ihr Auto dann zur Inspektion bringen sind die so unverschämt und verlangen schon wieder Geld (im Gegensatz zum VB). Und obwohl Sie das wissen gehen Sie trotzdem dort hin. Wie vermutlich die meisten überall auf der Welt. Warum tun Sie das? Warum bezahlen Sie nicht jemanden, der Ihnen völlig unabhängig sagt, dass der Wagen für Ihre Bedürfnisse vielleicht viel zu groß ist und Sie ihn dazu noch bei einem der “fliegenden Händler” oder einer Hinterhofwerkstatt deutlich günstiger bekommen könnten? Richtig – weil Sie für den “Aufpreis” Service vom Autohändler erwarten. Und wenn Sie zufrieden sind, werden Sie wieder dort kaufen. Onbwohl es vielleicht anders billiger wäre. Und genau das ist, was eben (anscheined) die Mehrheit der Menschen möchte. Service, sich nicht selbst darum kümmern müssen.

    Ein Honorarberater wird mir den Service dauerhafter persönlicher und von sich aktiv ausgehender Beratung in der Form vermutlich nicht bieten können. Wozu auch, schließlich hat er dazu in aller Regel ja garnicht den Kundenauftrag, auch für zukünftige Änderungen aktiv tätig zu werden.

    Jeder hat das Recht, sich für einen Honorarberater zu entscheiden. Oder eben nicht. Allem Anschein nach entscheidt sich die Mehrheit aktuell dagegen. Thats life 😉

    Just my 2 cents,
    Ralf Meinecke

  4. Ralf Meinecke, 3. Januar 2010 um 18:11 Uhr

    Nachtrag: Wenn sich statt einer Person plötzlich zwei von einem Honorarberater beraten lassen ist das eine traumhafte Steigerung, ja sogar eine Verdoppelung des Geschäfts. Das Niveau ist aber dennoch bescheiden niedrig…

  5. Wolfgang Stadler, 3. Januar 2010 um 20:23 Uhr

    Lieber Herr Dr. Lach, es zeugt von einer gewissen Größe, dass Sie dem Vorworf von Herrn Polerka, Zensur zu betreiben, nicht folgen und seinen angreifenden, unqualifizierten Beitrag dennoch freigeben. Hier zeigt sich ein deutliches Problem DVAG-Kritiker bzw. -Neider wieder, unseriöse Parolen auszuschreien, ohne diese wirklich belegen zu können bzw. Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Halten wir doch mal fest – so wie es Herr Meinecke gerade auch getan hat – eine Steierung von (wenigen) tausend auf ein paar mehr (wenige) tausend Mandanten, die Honorarberatung gut finden, ist zwar tatsächlich eine gewaltige Wachstumsrate, die aber einer Bestätigung bedarf. Heißt: diese Steigerung wäre erst relevant, falls sie über zehn, zwanzig Jahre vorzuweisen wäre. Zum Thema Äpfel und Birnen: auf der einen Seite spricht Herr Polerka von völlig übertriebenen 3000 Euro Abschlußkosten für eine LV mit 100 Euro Beitrag – vergißt aber dabei die Leistung, die für diese Kosten erbracht wird. Damit ist ja nicht nur der Abschluß des Vertrags bezahlt, sondern auch desen Betreuung bis zum Ablauf. Wie ist das denn bei Honorarberatern geregelt, wenn diese alle ein / zwei Jahre mit dem Kunden ein einstündiges Gespräch über einen Fondswechsel in deren Rürup-Rente sprechen – kostet das etwa dann nichts mehr? Und wie lange macht der Kunde das dann mit, wenn er alle zwei Jahre ein Rechnung über 200 Euro bekommt? Eine spannende Frage – auf deren Antwort ich wohl lange warten darf…

    Übrigens weiß ich als Vermögensberater der DVAG, dass ich nicht 100% der Provisionen bekomme – dafür bin ich aber froh darüber, eine der besten Ausbildungen am Markt KOSTENLOS zu erhalten. Gleichzeitig zahlt mir die Firma einen netten 4-stelligen Betrag jährlich als Altersversorgung – nur zwei geringfügige Beispiele zum Thema “Provisionsausschüttung”. Wie viele Vermittler haben die DVAG schon verlassen, weil sie scheinbar anderswo mehr verdienen – ob diese danach aber von der Firma auch weiterhin eine solch breite und ständige Ausbildung erfahren, ist fraglich – zu Lasten des Kunden.

    Ein bisschen mehr Seriösität würde Ihnen nicht schaden, Herr Polerka – ihr Angriff auf unseren Vorstand Dr. Lach ist nicht mehr als heiße Luft.

  6. Peter Polerka, 4. Januar 2010 um 21:32 Uhr

    Hallo Herr Dr. Lach,

    Respekt: Veröffentlicht !

    Spricht das für oder gegen Sie ? Keine 3.000 € für 100 € monatlich ? Hier möchte ich Sie bitten doch mal bei unserer AM anzurufen und zu fragen was Sie überweist.
    Bei 35 Jahren Bemessungszeit
    (die AM zahlt sogar bis 45 Jahre an die DVAG oder ?) kämen wir auf 42.000 € Summe macht 95 KE ? Die DVAG erhält minimum 32 € je Einheit plus 4 % des Jahresbeitrages als Bestandscourtage ? Macht bei mir 3040 € von der AML an die DVAG ? Plus 48 € je Jahr für die Betreuung ? Ein Asscluber erhält davon 1615 € ? Ein normaler GS/P3 1.330 € inklusiver Erfolgsprovision !
    Wie Sie auf 83% oder ähnliches kommen ? Selbst ein Top-VB hat ein geringeren Satz auf 10 Jahre unter Berücksichtigung aller Betreuungprovisionen als 50% ? Ein P3 unter 35%?
    Hat sich Assekurata verrechnet ?
    Nein: neues DVAG-Museum 40 Millionen ? Schumi 5 Millionen ? 6. Vila Vita Hotel 10 Millionen ? , zig Tausende Reisen in die Hotels der “Familie” ? Stiftung 2 Millionen ? Neukundenlotterie 20 Millionen ? Kölnarena 5 Millionen ? AIDA jährlich 3 Millionen ? Aktion Kolumbus 2 Millionen ? Firmenlearjet ?
    Biedermann 1 Million ? LÖW 2 Millionen ?

    Was glauben Sie Dr. Lach ?
    10% aller VB verlassen uns jährlich ? 14% der Nebenberufler und 5% der Hauptberufler ? Aktuell eher viel mehr ? Warum ?
    Wo kommt das ganze Geld für unseren Pomp her ? Von den 83% die wir auszahlen ? Dann müssten die D und ASS-Cluber 27 € je Einheit haben und die GS/P3 17 € je KE ? Wo sind dann die dreistelligen jährlichen Millionen an Betreuungprovisonen die Gesellschaft nicht auszahlt ? Central, Invest, Leben aber auch viel vom Sachgeschäft ?
    Diesen Prunk und Luxus, ja Wasserkopf kann man sich nur leisten wenn man viel einnimmt und “offiziell” viel weitergibt ? Einen VB der Geld braucht interessiert aber die Quote der direkten, sofortigen Weitergabe ?
    Nochmal: 100 € monatlich LV sind 42.000 € Summe = 95 KE und das mal 32 = 3.040 € für die Zentrale ? Fair ? 83 % für den VB? Ursache für das üerwiegende Elend im Struktrvertrieb und den Reichtum der “Familie” ?

  7. Reiner Bleiel, 5. Januar 2010 um 11:35 Uhr

    Herr Polerka erweckt den Eindruck, selbst Vermögensberater zu sein. Wenn dem so ist: Niemand wird dazu gezwungen, als Vermögensberater bei der Nummer 1 zu arbeiten. Wer die Vorteile nicht selbst erkennt oder nicht erkennen will und versucht, aus vielem Positiven etwas Negatives zu “drehen”, kann doch jederzeit seine Tätigkeit als Vermögensberater beenden. Oder ist Herr Polerka doch kein Vermögensberater? Vielleicht Berater eines anderen Vertriebs? Oder einfach nur jemand, der uns unseren Erfolg nicht gönnt? Oder ist er ein ausgeschiedener Vermögensberater, der es einfach nicht geschafft hat und jetzt alle Schuld beim Unternehmen sucht?

    Sei es drum: Niemand bietet seinen Beratern so viel wie die DVAG !!!

  8. Wolfgang Reinhardt, 5. Januar 2010 um 13:51 Uhr

    Lieber Her Dr. Lach,

    genau das ist der Gewinn durch diesen Blog. Endlich werden diese Märchen aus 1001 Nacht, die unsere Kritiker/Neider/Mitbewunderer so gerne aus dem Ärmel schütteln, einmal richtig gestellt. Und zwar auf der Basis von Zahlen-Daten-Fakten, und nicht durch Fantasien oder dubiose Verschwörungstheorien. Das finden wir Vermögensberater gut!

    Schön zu sehen ist auch, wie sich ein Großteil der “Kritiker” schon hinsichtlich allgemein gültiger Stilfragen selbst disqualifiziert.

    Weiter so, Herr Dr. Lach. Schalten Sie solche Beiträge ruhig frei. Vielleicht sollten Sie die gesammelten Werke in einer eigenen Kategorie bündeln, dann hätten wir vielleicht bald eine Top-Ten-Liste der beliebtesten Märchen 😉 Das wäre ein interessantes Nachschlagewerk!

  9. , 5. Januar 2010 um 15:08 Uhr

    Sehr geehrter Herr Polerka,

    gerne veröffentliche ich auch Ihren zweiten Kommentar, denn auch dieser beinhaltet zahlreiche haltlose und unwahre Behauptungen, die ich gerne richtig stelle:

    Mit 32 € je Einheit Gesellschaftsprovision sind Sie meilenweit über das Ziel hinaus geschossen. Ziehen Sie einen mittleren zweistelligen Prozentsatz ab, dann liegen Sie ganz gut. Bei der Bestandsprovision, die wir im Übrigen zur Deckung der Kosten für die vielfältigsten Serviceleistungen für unsere Vermögensberater benötigen (z.B. Berufsbildungszentren, Intranet, KI, VBI ….), liegen Sie noch weiter von der Realität entfernt. Die in Ihrem Beispiel unterstellten 3.000 € Provisionseinnahme sind also völlig überzogen. Wir sind schließlich kein Makler, der seine Produktlieferanten über eine Maximierung der Courtagesätze in die Pflicht nimmt. Dort mögen die von Ihnen vermuteten Sätze vielleicht bezahlt werden. Auch alle anderen von Ihnen angestellten Berechnungen entbehren damit jeder weiteren Grundlage.

    Ihre Behauptung, dass uns jährlich 10 Prozent aller Vermögensberater verlassen, ist Unsinn. Im Gegenteil: Wir verzeichnen derzeit sehr reges Interesse an unserem Beruf und an unserem Unternehmen. Wir haben auch 2009 unsere Vertriebsorganisation wieder ausgebaut. Anfang April werden wir im Geschäftsbericht die genauen Zahlen veröffentlichen.

    Falsch / viel zu hoch angesetzt sind auch nahezu alle anderen Zahlen, zum Beispiel für unser Engagement bei Michael Schumacher oder Paul Biedermann. Bei den von Ihnen genannten Ausgaben wäre es unmöglich, 80% der Provisionseinnahmen an die Vermögensberater weiter zu geben.

    Richtig ist, dass das Informations- und Kongress-Zentrum in Marburg rund 40 Millionen Euro kosten wird. Unsere Vermögensberater freuen sich bereits darauf, dort tagen zu dürfen und Berufsstartern etwas über die Historie des Unternehmens zu vermitteln. Eine sehr gute Investition also zum Wohle unserer Vermögensberater.

    Ebenfalls richtig ist, dass uns unsere Hotels jedes Jahr viel Geld kosten. Aber auch hier investieren wir zu 100 Prozent zum Wohle unserer Vermögensberater. Mein Tipp: Fragen Sie doch einmal einen jungen Vermögensberater, der gerade mit Frau und Kind von seinem ersten Pannonia-Aufenthalt zurückkehrt. Sie würden aus der Antwort viel über unser Unternehmen erfahren. Und ganz sicher würde dieser Vermögensberater Ihnen antworten, dass die von Ihnen gewählten Begriffe „Pomp und Luxus“ völlig verfehlt sind. Unsere Anlagen zeichnen sich durch ganz andere Dinge aus, und zusätzlich wollen wir, dass sich unsere Vermögensberater mit Ihren Familien dort so richtig wohl fühlen.

    Wie eklatant falsch Ihre Zahlen sind, zeigt ein weiteres Beispiel: Die Neukundenlotterie (Verlosung von Goldbarren) kostet nicht wie von Ihnen behauptet 20 Mio. Euro, sondern 1 Mio. Euro. Auch hier haben wir zu Gunsten der Vermögensberater investiert. Immerhin konnten wir mit diesem effizienten Empfehlungsinstrument im Jahr 2009 rund 300.000 Neukunden gewinnen, jeder auch Quelle für Einkommen unserer Vermögensberater. 3 Euro pro Neukunde – ich denke, auch das war zum Wohle unserer Vermögensberater, die die Goldlose im Übrigen kostenlos erhalten haben, gut investiert!

    H. Lach

  10. Martin, 5. Januar 2010 um 15:28 Uhr

    Herr Polerka,

    Sie schreiben so, als wären Sie bei der DVAG – meiner Ansicht nach ist es jedoch nur Ihr Ziel, die DVAG durch Verleumdungen zu diskreditieren, aus welchem Grund auch immer.

    Denn – wären Sie ein Vermögensberater, dann wüssten Sie, dass von einem “Wasserkopf” und von sinnlosem “Luxus” nicht die Rede sein kann.

    Ich hatte noch nie das Gefühl, dass die DVAG sinnlos Geld in Imageprojekte steckt, wie dies in der Branche gang und gäbe ist.

    Im Gegenteil – viel, sehr viel wird getan, um die Vermögensberater bestmöglich zu unterstützen. Darauf konnten sich bereits viele Berufskollegen verlassen und darauf bin ich stolz. Die DVAG hält dem Vermögensberater in vielen Dingen administrativ “den Rücken frei”.

    Jedenfalls habe ich in der Branche noch kein Unternehmen beobachtet, das Vergleichbares bieten kann.

  11. Heinrich Kardorf, 5. Januar 2010 um 15:41 Uhr

    Guten Tag zusammen,

    also nun gehts ja rund hier..

    Ich kann den “Kollegen” Polerka ein Stück weit verstehen, da ich mich selbst innerhalb der letzten zwei Jahre einmal mit den Mitbewerbern und den sog. Vorteilen von Maklern etc. auseinandergesetzt habe und glücklicherweise zu keinem Zeitpunkt einen Wechsel in betracht ziehen konnte.
    Natürlich kann ich als Makler die volle Provision abschöpfen, natürlich kann ich frei wählen unter den Produktanbietern (außer AM – die ist ja nun aus Sicht der Makler auch doof und hat schlechte Produkte , wurde vorher aber gerne genommen – komisch) aber ganz ehrlich platzt mir hier der Kragen wenn ich das lese was Sie Herr Polerka hier schreiben.

    Selbst wenn Sie mit Ihrer Berechnung recht haben sollten , stellt sich die Frage doch garnicht.
    Ich denke Sie sind falsch bei uns , denn Sie haben die Vorteile bei weitem nicht erkannt. Das ist sehr schade.
    Nehmen Sie sich doch einmal 2 Wochen Auszeit und fahren bei einem Makler mit und lassen sich alles zeigen und ich meine alles. (Arbeitsaufwand, Kosten, den Papierhorror) ich denke das wird Ihnen helfen.

    Grüße aus dem Norden

    Heinrich Kardorf

  12. McRagger, 5. Januar 2010 um 16:35 Uhr

    Hat Herr Polerka wirklich so unrecht?

    Ich glaube nicht!

    Wie sieht es mit den LV u KV Verträgen aus?

    Der Provisonsssatz den die AM Leben an die DVAG weitergibt dürfte mindestens bei 6% der Bewertungssumme liegen:) Alles andere würde mehr als wundern. MLP u auch der AWD bekommen das min. von den großen der Branche:)

    1200,-€ im Jahr x 35 Jahre: 42000,-€ Beitragssumme.

    42000 x 6%= 2520 ,-€ Abschlussprov. ohne Folgecourtage. Mit normalgeschätzen 2% auf den Jahresbetrag gezahlt sind das in 35 Jahren (ohne Dynamik) ca. 840,-€

    Ok, solange überlebt meist kein LV Vetrag, daher hinkt die Berechnung:) Man munkelt, das manche gerade so die Provisionshaftungszeit überleben:)

    Der Herr liegt trotzdem gut:)

    KV: in der Financial Times Deutschland stand in einem tollen Bericht über die Gilde der “Krankenversicherungsumdecker”,
    das Großvertriebe bei ca. 9-13 Monatsbeiträgen an Abschlussprovision liegen:) nicht schlecht oder?

    Bestandspflege: Ein Mann mit gutem Tarif liegt nach Beitragsanpassungen im Tarif EKN bei 450,-€ Monatsbeitrag. Gezalt werden ebenfalls mind. 2% des Jahresbeitrages.

    450*12=5400,-€ im Jahr. Das sind umgerechnet runde 108,-€ Folgecourtage im Jahr. Was bedeutet das in 15 oder 20 Jahren?:)

    Ein spannendes Thema oder?

  13. , 5. Januar 2010 um 17:08 Uhr

    Sehr geehrter McRagger (= V.D.M.I Versicherungsmakler GmbH),

    leider liegen auch Sie völlig daneben, was daran liegt, dass Ihre zentrale Grundannahme nicht richtig ist: Sie vergleichen die DVAG mit MLP und anderen ungebundenen, großen Finanzvertrieben sowie größeren Maklern.

    Es stimmt, dass ungebundene Großvertriebe von Versicherer zu Versicherer ziehen und ihr Geschäft dorthin bringen können, wo die höchste Provision / Courtage gezahlt wird. Und tatsächlich ist dann meist auch das Storno hoch, denn wer für Geld kommt, geht auch für Geld – sprich: Deckt nach Beendigung der Partnerschaft das vermittelte Geschäft um. Nehmen Sie als Beispiel die gerade Konkurs gegangene MEG AG, die bekanntermaßen in KV über 15 MB Provision bekommen hat.

    Nun zur DVAG: Als gebundener Vermittler im Versicherungsbereich haben (und wollen) wir gar nicht die Möglichkeit, von Versicherer zu Versicherer zu ziehen und die Provision zu maximieren. Die Gesellschaftsprovisionen der DVAG liegen deshalb spürbar unter denen der großen ungebundenen Vertriebe.

    Umso lobenswerter ist es, dass wir trotz dieses „Struktur-Nachteils“ gegenüber den großen ungebundenen Vermittlern 80 Prozent unserer Provisionseinnahmen an unsere Vermögensberater weitergeben. Bei MLP und AWD liegt dieser Satz beispielsweise seit Jahren nicht über 60 Prozent. Dies zeigt, dass die DVAG trotz niedriger Gesellschaftsprovisionen mindestens so viel oder sogar mehr an ihre Berater ausschütten kann als die anderen ungebundenen Finanzvertriebe.

    Unser Geschäftsmodell ist das der Partnerschaft und nicht das des volatilen Gelegenheitsgeschäftes gegen maximale Provision. Unser langjähriger Erfolg zeigt, dass wir damit anderen weit überlegen sind. Denn unsere Versicherungspartner sind, da sie langfristig auf uns setzen können, bereit, für uns immer wieder in auf unsere Kunden zugeschnittene Produktinnovationen und kundenorientierte Servicekonzepte zu investieren. Davon profitieren unsere Kunden und damit unsere Vermögensberater.

    H. Lach

  14. Insider, 5. Januar 2010 um 18:42 Uhr

    Hallo zusammen,

    Herr Polerka hat natürlich völlig Recht. Bei solchen Studien zum Thema Honorarberatung kommt es entscheidend drauf an, wie gefragt wird!

    Dass die Deutschen aufgrund der jahrzehntelangen (vermeintlichen!) Gratiskultur in Sachen Finanzberatung nicht gewillt sind, Honorare wie beim Rechtsanwalt oder Steuerberater zu zahlen, ist hinlänglich bekannt. Die Ergebnisse der Studie sind deshalb das Gegenteil von neu.

    Würde man den Befragten hingegen aufklären, was ihn eine Finanzberatung der herkömmlichen Form WIRKLICH kostet und ihn dann fragen, welche Variante ihm denn nun besser gefallen würde, sähe das Bild völlig anders aus. Schließlich würde er mit der Honorarberatung massiv Geld sparen.

    Und deshalb hat Herr lach zumindest in einem Punkt Recht: Berater können von Honorarberatung in der Tat schwer leben – was aber bei vielen DVAGlern ja ohnehin der Fall sein soll.

  15. Wolfgang Stadler, 5. Januar 2010 um 20:17 Uhr

    Lieber Herr Dr. Lach, ich schließe mich Herrn Reinhardt an – endliche mal erfahren wir anhand von öffentlichen Meinungsäußerungen, was draußen so mancher von sich gibt, wenn´s drum geht, die DVAG bloßzustellen. Gelungen ist das hier im Blog noch keinem… und mir wird bei Betrachtung von H. Polerka´s und Mr. McRagger´s Beiträgen eines klar, den beiden geht´s nur um Kohle, Kohle, Kohle… und wo man noch mehr davon verdienen kann. Geht´s in unserem Geschäft nicht vorrangig um Menschen: diejenigen, die Finanzen beraten und dazu Produkte und Strategien anbieten und diejenigen, die diese Beratung in Anspruch nehmen und die Produkte abnehmen. Sind da in Bezug auf den Vertriebler nicht Dinge wie Sicherheit durch Börsenunabhängigkeit, Zugehörigkeit zu einer beruflichen Familiengemeinschaft mit unzähligen Hilfestellungen (Todesfallschutz, Altersversorgung) etc. viel wichtiger wie die Frage, ob´s nun 30 Promille, 50 Promille oder gleich 50 Prozent sind? Und ist´s für den Kunden nicht wichtiger, dass der Berater über eine solide Beratung verfügt (IHK), dass die Firma nicht wie eine GmbH mit 25.000 Euro haftet (oft so) und seit über 30 Jahren alles aus einer Hand bietet – statt alles unter einem Dach. Und das Ganze noch mit großen, zuverlässigen Partnern, die auch es auch in 5 Jahren noch gibt, weil die DVAG ihnen doch ein bisschen mehr Geld zum Leben läßt wie es manche Mitbewerber mit Ihren Lieferanten machen…

    bleiben Sie bitte am Ball, Herr Dr. Lach – die kritischen Beiträge hier sind auch die spannendsten! Winterliche Grüße aus dem Altmühltal 🙂

  16. McRagger, 6. Januar 2010 um 11:00 Uhr

    @Herrn Dr: Lach (=Deutsche Vermögensberatung) 🙂

    Man hinterlässt im Netz seine Spuren.

    Es wäre spannend wenn der AWD oder auch MLP, vielleicht der ein oder andere Big Player, seine Provisionssätze offenlegen müsste!

    @Herrn Stadler
    Sie haben hoffentlich eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung?

    Die Spielregeln müssen klar definiert werden. Wenn Versicherer Vertrieben wie der Insolventen MEG AG zwischen 13 u 15 Monatsbeiträgen an Provision für eine Umdeckung zahlen ist es eine Umverschämtheit.

    Dem Vermittler müssen anständige Bestandscourtagen gezahlt werden! Warum werden denn sonst so viele LV u KV Verträge gekündigt u neu abgeschlossen?

    Solange sämtliche Systeme so ausgelegt sind….kann man sich das Ergebnis an zwei Fingern abzählen….

    Die Gier nach Neugeschäft scheint dem ein oder anderen Verantwortlichen scheinbar sämtliche ethischen u moralischen Grundsätze auszublenden!

    Die Zeche zahlen die anständigen in der Branche und vor allem die Kunden!

  17. , 6. Januar 2010 um 11:11 Uhr

    Sehr geehrter McRagger,

    da haben Sie im Wesentlichen Recht!

    Gruss H. Lach

  18. McRagger, 6. Januar 2010 um 12:22 Uhr

    @ Herrn Stadler

    Sie habe da etwas falsch verstanden!

    Sie sollten unterscheiden, wie sie es formuierten, wem es nur um die Kohle geht!

    Das System von Overheads, Superprovisionen etc. kann der einzelne Berater doch nicht mehr durchblicken!

    Mir geht es nur um eines. Den Berater und auch die Kunden dahingehend zu sensibilisieren welche Kosten in bei einem Abschluss entstehen, wer sie bezahlt und was dem Berater gezahlt wird um seinem Kunden einen möglichst guten Service zu bieten!

    Ich kein Sozialpädagoge geworden, das hat seine Gründe! Ich denke auf dem Berufsinformationsseminar ging es Ihnen ähnlich.

    Trotz allem darf man nicht vergessen um wen es geht! Nicht um Overheads, Superprovisonen, AMG Mercedes, Porsche u was auch immer!

    Der Kunde steht im Mittelpunkt.

    Diese werden allerdings von vielen Beratern “verkauft” !

  19. , 6. Januar 2010 um 12:37 Uhr

    Sehr geehrter “Insider”,

    zunächst frage ich mich, warum Sie als erkennbarer Befürworter der Honorarberatung überhaupt noch als Berater bei MLP tätig sind.

    Oder steckt dahinter, dass MLP alsbald die Beratervergütung auf Honorarbasis umstellt? Schon mehrfach haben wir darauf hingewiesen, dass es gerade für die ungebundenen Berater, die beim Kunden mit Unabhängigkeit werben, sinnvoll sein könnte, sich vom Kunden direkt vergüten zu lassen.

    H. Lach

  20. McRagger, 6. Januar 2010 um 13:30 Uhr

    Die fehlenden Buchstaben bitte ich zu entschuldigen:)

  21. Michael Miedl, 6. Januar 2010 um 18:23 Uhr

    Hallo, alle zusammen !

    Erstmal ein frohes und glückliches neues Jahr von meiner Seite. Da ich nicht oft Zeit habe, in diesen Blog reinzuschauen, wundert es mich, wieoft manch anderer Berater mit Beschwerden zu
    finden ist. Wenn schon die Meinung besteht, es wird zuwenig Provision bei uns bezahlt – habt Ihr dann nichts
    zu tun – z. B. wiedermal Kunden zu besuchen ?
    Mag sein, daß die direkte Provision niedriger ist als anderswo, allerdings scheitern die meisten Berater doch aufgrund ihres eigenen aufgeblähten Kostenapparates. Ich kann nur sagen, mir geht`s auch nach 16 Jahren DVAG finanziell gut, und daß als Eigenumsetzer !

    Viele Grüße und nix für Ungut !

    Michael Miedl

  22. Ein Vermögensberater, 6. Januar 2010 um 20:12 Uhr

    Herr Polerka kritisiert, dass ach soviel Geld nicht als direkte Provision ausgeschüttet wird, sondern in andere Dinge investiert wird. Unsere Hotels, in Werbepartner, in unser neues Kongresszentrum in Marburg etc etc. Ich bin froh, dass die DVAG das tut, und nicht wie einer unserer Wettbewerber ein Vielfaches davon in Bandenwerbung in zig Bundesligastadien und in TV-Spots “investiert”. Denn mir hilft es bei der Arbeit, auf ein BBZ zurückgreifen zu können, Michael Schumacher oder Paul Biedermann mit unserem Logo in der Presse zu sehen, Herrn Löw im Geschäftsbericht vorweisen zu können. Oder mit dem FCK bald wieder in der 1. Liga zu spielen. Das ist nah an meinen Kunden – die können damit was anfangen! In jedem Fall mehr, als mit einem blödsinnigen TV-Spot. Und so kommt letztendlich doch mehr bei uns VBs an, als die direkt ausgezahlte Provision. Denn ohne den ganzen Rest der DVAG mit allem hier genannten wäre es deutlich schwerer, unserer Beruf auszuüben.

    PS: Es ist doch immer das gleiche: wenn eine Fussballmannschaft verliert war die Leistung des Schiedsrichters Schuld. Und wenn es Herr Polerka bei uns nicht geschafft hat wars die Struktur, der “Laden” an sich oder was weiss ich. Seine Faulheit aber wars ganz bestimmt nicht!

  23. Wolfgang Stadler, 6. Januar 2010 um 20:24 Uhr

    nochmal – würde der Bürger wirklich Geld sparen? Oder würde er unter fehlender Betreuung leiden? schönen Feiertag…:-)

  24. Uwe Dreyer, 7. Januar 2010 um 13:54 Uhr

    Ein gesundes neues Jahr !

    In wenigen Tagen werde ich 13 Jahre mit der DVAG zusammenarbeiten. Vom ersten Tag an war mir als vermutlich Normalintelligentem sehr wohl bewusst, dass die DVAG mehr Provision bekommt als ich. Und das ist gut so ! Im Unterschied zu einigen, die ich in den letzten Jahren beim viiiel besseren Wettbewerb kennengelernt habe, habe ich meine mir zustehende Provision JEDEN Monat pünktlich und überpünktlich bekommen. Was nutzt mir ein Honorar, das ich mir nicht erarbeiten kann oder eine viiiel tollere und höhere Provision, die ich nicht bekomme ?! Mein letzter (auch nicht ganz schlechter ) Arbeitgeber hat vermutlich auch mehr Provision je verkauftem Auto bekommen als ich, aber an das “Gesamtpaket DVAG” kommt nix mir bekanntes ran !

    Herzliche Grüße – U. Dreyer

    PS: Falls Herr Polerka ein DVAGler sein sollte, wäre es echt Zeit sich zu entschuldigen und wenn nicht, den A… in der Hose zu haben, es erst recht zu tun ! Alles andere ist mehr als peinlich !!!

  25. Eisenberg, 7. September 2010 um 11:47 Uhr

    Ich muss mittlerweile eindeutig gestehen, dass es sich bei dieser Diskussion teilweise um reines beschimpfen handelt. Ein gewisser Herr scheint hier tatsächlich die Tatsachen zu verkennen und sich nur auf unverifiziertes Onlinewissen zu stützen. es ist einfach traurig, dass immer noch zahlreiche Vermögens- und Finanzberater mehr damit beschäftigt sind sich über die Konkurrenz zu erregen oder diese schlecht zu machen, als sich selber zu bemühen. Gerade die Anonymität der Onlinewelt ist dabei hilfreich. Keiner ist zu bestimmten Angeboten gezwungen, wer nicht will der hat normalerweise schon. Trotzdem muss man doch anerkennen, dass bestimmte Angebote gut erstellt wurden. Daneben sollte man sich fragen, ob eine Marktführerstellung automatisch dazu führt, dass der Anbieter böse ist und nur schlimmes will. Überall sieht man dass es bei großen Unternehmen schnell Feinde gibt. Trotzdem müssen ja auch Anhänger existieren die eine Stellung begründen. Traurig traurig, wie sich die Welt entwickelt.

  26. , 7. September 2010 um 14:40 Uhr

    @ Eisenberg

    Wir greifen die Thematik Honorarberatung immer wieder gerne auf, weil diese derzeit in den Medien, auf Fachkongressen und teilweise auch in der Politik sehr verkürzt dargestellt und diskutiert wird. Insbesondere wird immer wieder der Eindruck erzeugt, die provisionsbasierte Beratung sei ein großes Übel und mithin Ursache für fast jede Falschberatung, stattdessen aber die Honorarberatung das Allheilmittel der Finanzberatung. So wollen wir durch die Thematisierung hier in unserem Blog lediglich einen Beitrag dazu leisten, dass möglichst viele, am besten alle Argumente für und gegen die Honorarberatung sowie für und gegen die provisionsbasierte Beratung auf den Tisch kommen. Denn nur dann ist am Ende eine sachgerechte und ausgewogene Diskussion überhaupt erst möglich. Jeder, der sich daran beteiligen will, ist herzlich eingeladen. Und wir werden auch zukünftig neue Aspekte aufgreifen und uns damit treu bleiben.