DVAG zu Einmalbeiträgen

4. Dezember 2009 | 560 mal gelesen

In der FAZ vom 1. Dezember 2009 findet sich ein interessanter Beitrag zum Thema Einmalbeiträge in der Lebensversicherung.

Um 45 Prozent werden sie im Jahr 2009 zunehmen, so der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft in seiner Prognose.

Was steckt dahinter:

  1. Als Einmalbeiträge werden zum Beispiel die Riester-Zulagen gebucht. Damit wird jeder Versicherer, der große Riester-Bestände hat, auf diesem Wege hohe Einmalbeiträge erhalten – so auch unser Partner AachenMünchener Leben, die dank DVAG zu den Marktführern im Riestergeschäft gehört.
  2. Auch die Sonderbeiträge, die Kunden mit Rürup-Renten meist am Jahresende überweisen, um so die Höchstgrenze des steuerlich begünstigten Gesamtbeitrages p.a. zu erreichen, werden als Einmalbeiträge verbucht. Auch hier profitiert die AM Leben von der DVAG.
  3. Besonders große Volumina an Einmalbeiträgen entstehen, wenn große Unternehmen ihre eigenen Pensionsrückstellungen bilanziell auflösen und auf Lebensversicherer übertragen. Hier profitieren vor allem Lebensversicherer wie die Allianz, die in den Aufsichtsräten der großen Wirtschaftsunternehmen vertreten ist und so ohne Außendienst und ohne Provision solche Geschäfte zeichnen kann. Dies erklärt unter anderem die Zunahme des Einmalbeitragsgeschäftes bei der Allianz um 94 Prozent. 
  4. Und dann gibt es noch Einmalbeiträge, bei denen Lebensversicherer für 3 oder für 6 Monate – meist von Banken und Sparkassen “angedient” – größere Summen annehmen, weil sie einen Zins zusagen, der über dem aktuell am Geldmarkt realisierbaren Satz liegt. Dies ist nur möglich, weil die Lebensversicherer die Zinsdifferenz aus dem Altbestand der bereits bestehenden Kapitalanlagen bedienen und damit zwangsläufig das Ertragspotential der Bestandskunden schmälern. Diese Form des Einmalbeitragsgeschäfts ist also durchaus bedenklich, auch deshalb, weil es sich nicht um Versicherungs- sondern um Bankgeschäft handelt. Wachstum um jeden Preis?   

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