Schon wieder die Makler …

1. Dezember 2009 | 1.357 mal gelesen

20 Monate ist Prof. Dr. Hirsch als Versicherungsombudsmann im Amt. Jetzt kam im Rahmen eines Vortrages zu Tage, was eigentlich jeden Kunden interessieren sollte: Es sind die Makler und diejenigen, die sich so bezeichnen, die sich der Schlichtungsfunktion des Ombudsmannes systematisch entziehen. Prof. Hirsch kritisiert dies deutlich, ein Hinweis darauf, dass ihm offensichtlich reichlich Kundenbeschwerden zur Beratung durch die Makler vorliegen.

Konkret bedeutet dies alles: Ein Kunde, der mit einem Versicherungsmakler unzufrieden ist, hat weder die Möglichkeit, sich bei der Aufsicht BaFin noch beim Ombudsmann zu beschweren.

So kann man eigentlich jedem Kunden auch aus diesem Blickwinkel heraus nur raten, von den ungebundenen Vermittlern die Finger weg zu lassen, denn im Zweifel steht man allein im Regen oder muss gebührenpflichtige anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Und wirklich unabhängig sind die meisten ja sowieso nicht, nur das zu erkennen ist nicht einfach.

Ganz anders beim gebundenen Vermittler: Hier weiss der Kunde immer, woran er ist. Und er hat die Möglichkeit, über den Versicherer sowohl die BAFin als auch den Ombudsmann in Anspruch zu nehmen.

Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) meint: Kleine, aber bedeutende Unterschiede …


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Kommentare für diesen Artikel (35)

  1. Banker, 3. Dezember 2009 um 10:43 Uhr

    Wenn der gebunene Vermittler sich als solcher klar zu erkennen gibt. Dann ist das ja ok. Allerdings machtd as ja die DVAG auch nicht. Da bezeichnet man sich immernoch gerne als unabhängiger Berater. Naja, mache Leute glauben das dann tatsächlich auch noch.
    Schön, dass ich die Möglichkeit habe, wenn ich mal wieder über den Tisch gezogen wurde, mich an den Ombudsmann zu wenden. Da schlägt einem das Herz gleich viel höher.

  2. , 3. Dezember 2009 um 10:52 Uhr

    Sehr geehrter Herr Steppan,

    angesichts der großen Anzahl von Beschwerden, die aus der gesamten Finanzbranche bei den Ombudsmännern eingeht, ist dies sicherlich eine gute und für die Kunden wichtige Einrichtung. Wenn sich mit den Maklern ein ganzer Vermittlerzweig den Ombudsmännern entzieht und damit den Kunden diesen Beschwerdeweg verwehrt, dann spricht dies ganz sicher nicht für diese Vermittler.

    Zur DVAG: Sie werden nicht ein einziges Druckstück der DVAG finden, in dem sich das Unternehmen als unabhängig bezeichnet. Ebenso finden Sie auf jeder Visitenkarte unserer Vermögensberater den Hinweis darauf, dass Vermögenmsberater der DVAG gebundene Vermittler nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften sind.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach

  3. Faika, 3. Dezember 2009 um 11:01 Uhr

    Als Vermögensberater der DVAG geben wir uns täglich klar als gebunde Vermittler im Versicherungsbereich zu erkennen. Ob das unsere Visitenkarten sind oder unsere Firmenvorstellung, im Gegenteil ich zeige den Kunden auch gerade die Vorteile eines gebunden Vermittlers.

    Allerdings umfasst unsere Arbeit nicht nur den Versicherungsbereich sondern auch den Bank- und Investmentbereich. Dort sind wir keine gebundenen Vermittler.

    Übrigens, unabhängig kann man auch in der Empfehung der Anlage sein, diese ist schon lange nichtmehr nur eine Versicherung!

    Da wir keine Vorgaben haben, was oder wieviel wir vermittlen müssen sind wir übrigens wesentlich unabhängiger als z.B. unsere deutschen Banken.

  4. Robert Junak, 3. Dezember 2009 um 12:50 Uhr

    Klar gebe ich mich immer (!) und gerne als gebundener Vermittler der DVAG aus.

    Damit nutze ich als selbstständiger Unternehmer im Unternehmen DVAG alle Vorteile unseres Hauses und berate meine Kunden ganzheitlich (und das nicht nur im Bereich Versicherungen).

    Dass dabei die Ziele & Wünsche meiner Kunden im Vordergrund stehen ist meine eigene “strenge” Vorgabe.

    Mit meiner kompetenten Allfinanzberatung gemäß unserem 5stufigen Beratungssystem biete ich meinen Kunden finanzielle Sicherheit und genieße dabei Ihr Vertrauen in meine Person und in meine Dienstleistung.

    Und das spricht sich herum im Kundenkreis – “man kann sich eben auf mich verlassen!” Und dabei schlägt mein Herz gleich viel höher.

    “Erfolg ist eine schöne Reise!”

    Herzliche Grüße
    Robert Junak

  5. E. Schmidt, 3. Dezember 2009 um 14:19 Uhr

    Ich weise mich tagtäglich als gebundener Vermittler im Versicherungsbereich aus und das auch mit stolz! Ich erkläre dem Kunden auch den Vorteil meiner Arbeit, aber mache auch bewusst deutlich, dass ich BRANCHEN(!)-ungebunden bin.
    Wie sie oben schon sagen, da ist wohl sehr viel falsch gelaufen und das behaupten sie anscheinend auch zurecht. Desweiteren steht ja sowieso auf der Visitenkarte klipp und klar wer ich bin und auch bei der Firmenvorstellung wird mehr als deutlich, dass die AM unser Partner ist.

  6. Wolfgang Reinhardt, 3. Dezember 2009 um 15:36 Uhr

    Dass sich unsere Vermögensberater ohne mit der Wimper zu zucken, in jeder Lebenslage als unabhängig bezeichnen ist wohl das am stärksten verbreitete Vorurteil. Wer sich nur einmal unsere Unternehmenspräsentation anschaut, die immerhin stets die allererste Gesprächsgrundlage darstellt, würde auf den ersten Blick erkennen, dass da ganz klar und eindeutig Ross und Reiter genannt werden!

    Ich kann dazu nur sagen, jeder hört das, was er hören will. Das gilt anscheinend im besonderen Maße für unsere Mitbewerber. Gerade diese Mitbewerber sollten allerdings besonders genau hinschauen, immerhin sind sie doch Experten. Da wir ein echtes Allfinanzangebot haben, ist der Bereich Bank & Investment mindestens genauso wichtig zu werten, wie der Versicherungsbereich. Der Status des gebundenen Vermittlers bezieht sich aber nun einmal ausschließlich auf den Versicherungsbereich. Daher erlauben wir uns durchaus, unseren Kunden im Bank- und Investmentbereich als unabhängig gegenüber zu treten. Diesen Status haben wir uns hart erarbeitet, weil wir diese Philosophie in den letzten Jahren auch immer wieder unter Beweis gestellt haben. Dass uns hier gerne das Wort im Munde verdreht wird beweist lediglich, dass der entsprechende Mitbewerber es manchmal halt nicht so genau nimmt, und ein gewichtigeres Negativkriterium gibt es in unserer Branche wohl kaum.

    Vermögensberatung bedeutet mehr, als ein paar Versicherungstarife unterscheiden zu können. Gebunden/ungebunden hin oder her – es gibt nur gute oder schlechte Berater! Und die Entscheidung darüber fällt immer der Kunde. Über 5 Mio Kunden der DVAG sind hierfür durchaus ein Argument.

  7. , 3. Dezember 2009 um 17:10 Uhr

    Lieber Herr Reinhardt,

    vielen Dank für diesen inhaltsreichen Kommentar.

    Es ist wie Sie sagen: Der eine oder andere unserer Wettbewerber will ganz bewußt den Unterschied zwischen unabhängiger und branchenneutraler Beratung nicht wahrhaben.

    Entscheidend für uns ist, dass wir unseren Kunden überzeugend unser Beratungskonzept vermitteln können. Und dies gelingt tagtäglich tausendfach.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach

  8. Lars Henning, 8. Dezember 2009 um 10:57 Uhr

    Mann kann sich die Realität auch schön reden! Also ist es gut, sein Leben lang nur Opel zu fahren und sich keinesfalls von einem anderen Hersteller jemals ein Auto anzuschauen, geschweige denn einen Preis zu vergleichen. Das verwirrt ja nur und seinen Opelhändler kennt man ja schon sooo lange! 🙂 Es gibt sicherlich Makler und Makler, aber ein wirklich unabhängiger Makler der auch bereit ist viel Geld für Vergleichsprogramme auszugeben, ist einfach in der Lage jeden Kunden, für deutlich weniger Prämie gut zu versichern. Ich bin selbst Makler und habe in über 20 Jahren in der Branche keine Ombudsmannbeschwerde o.ä. erlebt.

  9. , 8. Dezember 2009 um 15:49 Uhr

    Sehr geehrter Herr Henning,

    vielen Dank für Ihren Kommentar.

    Von meiner Seite nur eine Ergänzung: Niemals würde ich anzweifeln, dass es auch im Kreise der Makler viele gibt, die gut, seriös und sogar unabhängig beraten. Gerade deshalb sollten meines Erachtens die Makler selbst viel mehr Wert darauf legen, alle Mißstände, die die Unabhängigkeit konterkarieren (z.B. Pools, an denen Versicherer beteiligt sind), anzugehen.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach

  10. Wolfgang Reinhardt, 8. Dezember 2009 um 21:07 Uhr

    @ Herrn Henning

    Sie verwirren mich. Wenn Sie in 20 Jahren keine Ombudsmannbeschwerde erlebt haben könnte das möglicherweise daran liegen, dass Ihre Kollegen sich dem Ombudsmann entziehen?! So jedenfalls lautete der Inhalt des Beitrags von Dr. Lach. Somit hat er doch recht, oder?

    Wenn die Realität schön ist, muss man sie sich nicht schön reden. Ich habe mal den letzten Samstag investiert und an einem Kongress teil genommen, der hauptsächlich von Maklern besucht wurde. Nur zwei beeindruckende Zahlen: Von ehemals ca 500.000 haupt- sowie nebenberuflichen Vermittlern vor Umsetzung der EU Vermittlerrichtlinie sind heute lediglich ca 120.000 bei der IHK registriert. Ich halte das für einen einmaligen Bereinigungsprozess, der mit Sicherheit noch nicht beendet ist.. Die Gesichter der Teilnehmer dieser Veranstaltung bestätigten diese Zahl, und die Pausengespräche waren dementsprechend. Laut IHK liegt, zwei Jahre nach Umsetzung der Vermittlerrichtlinie, der durchschnittliche monatliche Umsatz bei den freien Maklern bei rund 1.500,- Euro – wohlgemerkt Umsatz, nicht Gewinn oder Überschuss. Wie frei ist man eigentlich tatsächlich, vor dem Hintergrund solcher Zahlen, und solcher Existenzrisiken?

    Mit einem Kollegen ließ ich im Nachgang einmal die letzen 2 Jahre Revue passieren. Das Ergebnis war, dass wir als Vermögensberater der DVAG die Einführung der Richtlinie kaum gespürt haben, weil unser Unternehmen in vorbildlicher Art und Weise für eine “geräuschlose” Umsetzung gesorgt hat. Bis auf neue Visitenkarten und einem zusätzlichen Beratungsprotokoll konnte unsere Arbeit weitergehen wie eh und je.

    Und im Übrigen: Es geht eben nicht um greifbare und unmittelbar vergleichbare Güter, die Sie direkt sehen, fühlen und berühren können. Opel, Mercedes, Audi – heute beinahe egal, das Image bringt in erster Linie den Verkaufserfolg. Nein, es geht bei uns um eine Dienstleistung, die in einem Versprechen mündet, dass eine Leistung teilweise erst nach Jahrzehnten erfüllt wird. Da wäre es sicher hilfreich, wenn die empfohlene Bank/Versicherung/Bausparkasse nach wie vor existiert bzw immer noch solide arbeitet. Vor dem Hintergrund insbesondere der letzten fundamentalen Krise sollte jeder Berater genau hinschauen, was er seinem Kunden empfiehlt. Im Angesicht der o.g. Zahlen habe ich meine Zweifel, ob ein freier aber existenzbedrohter Makler der richtige Ratgeber für seine Kunden ist.

    Beste Grüße, Wolfgang Reinhardt

  11. Carsten Walendy, 9. Dezember 2009 um 01:39 Uhr

    bezugnehmend auf die Argumentation des Herrn Reinhardt stelle ich mir ernsthaft die Frage – vorbehaltlich der üblichen Zensur durch die DVAG bzw. des Herrn Lach – glauben Sie wirklich das ein Makler nur 1.500 € Umsatz abzüglich Bürokosten, Vermögensschadenhaftpflicht, Softwaregebühren, sonstige Lizenzen, KV-, BU- oder sonstige Versicherungen etc. macht? Wenn gleiches Recht für alle gilt, wieviel verdient der typische Verkäufer bei der DVAG? Nicht der, der 50 oder 200 Leute unter sich hat, sondern der der jeden Tag beim Kunden vor Ort ist!

  12. , 9. Dezember 2009 um 07:21 Uhr

    Sehr geehrter Herr Walendy,

    gerne verweise ich auf den Blogbeitrag vom 3. September. Nicht wir, sondern die Makler selbst haben in einer Umfrage eines Marktforschungsinstituts bestätigt, dass p.M. kaum mehr als 1.500 € übrig bleiben.

    Zur Einkommenssituation unserer Vermögensberater lesen Sie gerne nach im Ratingbericht Assekurata, der zum Ergebnis kommt: Einkommenschancen bei DVAG: Exzellent.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach

  13. Harald, 18. Dezember 2010 um 10:22 Uhr

    Es wird immer wieder darauf verwiesen dass ein Kunde eines gebundenen Vermittlers sich beim Ombudsmann beschweren kann, das ist auch gut so.
    Wie erklärt sich aber die Beschwerdestatistik der bafin :
    AM bei ca. 5 Mio. Kunden hat 211 Beschwerden, ein Wettbewerber mit dem doppelt so großen Kundenbestand hat grad mal 100 Beschwerden mehr.

    Da wird wohl vom Beschwerderecht rege Gebrauch gemacht.

  14. , 19. Dezember 2010 um 11:41 Uhr

    Armer Harald!
    Nun geht auch dieser Versuch, die Arbeit unserer Vermögensberater zu diskreditieren, mächtig in die Hose. Wir empfehlen Lektüre des Blogbeitrags vom 20. August 2010 🙂

  15. sani, 21. Dezember 2010 um 11:16 Uhr

    @lars henning: ” Ich bin selbst Makler und habe in über 20 Jahren in der Branche keine Ombudsmannbeschwerde o.ä. erlebt.”

    komisch, als ich gerade im vermittlerregister nachgeschaut habe, stand ein Lars Henning als “Versicherungsvertreter mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO” drin….. nix mit makler!!!

  16. Lars Henning, 19. Januar 2011 um 19:15 Uhr

    Sani, ich hätte nicht gedacht dass hier jede Aussage gleich angezweifelt und kontrolliert wird. smile
    Die gefundene Registrierung ist eine “Altlast” mit alten Beständen.
    Einfach unter Register-Nr D-D3JZ-1FIUN-66 schauen dort finden Sie meine Firma und mich als GF.
    Also Doch Makler!

  17. moma72, 20. Januar 2011 um 09:59 Uhr

    Das zum Thema Versicherungsmakler/DVAG

    http://www.vermittlerverzeichnis.de/firma/10003033/

    Was auf einer Karte steht ist das eine…was man dem kunden suggerieren will, mit der unabhängigen Finanzberatung, eine andere 😉
    und nein, solche Einträge findet man reichlich im Internet.

  18. , 20. Januar 2011 um 12:06 Uhr

    @ moma 72

    Wieder einmal verbreiten Sie Unwahrheiten: Sie werden nicht ein einziges Druckstück der DVAG finden, in dem mit unabhängiger Finanzberatung geworben wird. Kann es sein, dass Sie uns mit einem anderen Finanzvertrieb verwechseln?

  19. Wolfgang Stadler, 20. Januar 2011 um 12:09 Uhr

    Ganz ehrlich, ich kann ihren Käse nicht mehr lesen @ moma72.

    Was wollen wir dem Kunden suggerieren?

    Es ist ein eklatanter Unterschied, ob ich dem Kunden sage, dass ich neutral aus verschiedenen Branchen auswählen kann – abhängig von der Zielsetztung des Kunden oder ob ich sage, ich bin unabhängiger Berater.

    Ein Vermögensberater ist branchenneutral, so steht´s auch in der Firmenvorstellung – und ganz ehrlich, im Internet (Zitat: …findet man reichlich im Internet…” steht allerlei.

    mfG

  20. Carsten Walendy, 20. Januar 2011 um 13:18 Uhr

    moma72 hat Recht.
    Es handelt sich einmal um einen gebundenen (bei der IHK registrierten) Vermittler der Allfinanz/DVAG – diese Firma gibt es neben der DVAG bestimmt kein zweites Mal in Deutschland, zumal die Aachen Münchener der Exclusivvertrieb der DVAG ist – andererseits taucht die Tätigkeit als Versicherungsmakler auf. Sich mit fremden Federn zu schmücken geht schon aus haftungstechnischen Gründen nicht.

  21. Fritz Frei, 20. Januar 2011 um 13:28 Uhr

    Stimmt : Sie nennen Ihre Art Tätigkeit nicht unabhängiger Berater, sondern blümerant: branchenübergreifende, branchenneutrale Alffinanzberatung. Wie können Sie von sich im Versicherungsbereich behaupten “zu beraten” obwohl Sie ausschließlich für eine Versicherungsgruppe tätig sind ?

    Die Kategorie “Allfinanzberater” der nur für eine Versicherungsgruppe vermittelt, ist laut Versicherungs-Vermittlerrichtlinie unbekannt.

    Es gibt auch keinen “Allfinanz” Beratungs” Obmann.

    Sie sind was Sie sind: Im Versicherungsbereich Ausschließlichkeitsvertreter der Aachen Münchner. Andere nennen Sie gebundener Strukturvertrieb.

  22. , 20. Januar 2011 um 13:33 Uhr

    @ Fritz Frei

    Aber ja sind wir im Versicherungsbereich gebundener Vermittler der AM, nachzulesen in jeder Firmenbroschüre und auf jeder Visitenkarte, und stellen Sie sich vor, wir und vor allem unsere Kunden fahren gut damit.

  23. Steffen Huber, 20. Januar 2011 um 14:35 Uhr

    Sehr geehrter moma72,

    ab sofort lese ich keine Beiträge mehr von Ihnen. Warum ?

    Vor ein paar Tagen schrieben Sie hier:

    Versicherung=Kunde gehört der Versicherung
    Makler=Kunde gehört dem Makler

    Also so was arrogantes und überhebliches. Das bestätigt mich immer wieder, wie Makler denken. Seit wann “gehört” ein Kunde dem Makler ? Sind Ihre Kunden schon entmündigt ? Wo ist da der Respekt dem Kunden gegenüber ?

    Der Kunde “gehört” NIEMANDEN. Wir ( DVAG ) denken anders über unsere Kunden.

    Denken Sie mal drüber nach und steigen von Ihrem hohen Roß ab.

    LG Steffen Huber

  24. Frank Schmidt, 20. Januar 2011 um 15:27 Uhr

    Hallo

    Eigentlich wollte ich mich hier nicht äußern. Mir persönlich ist es völlig schnuppe, ob jemand “Einfirmenberater”, “Mehrfachagent” oder “Makler” ist. Hauptsache, er handelt im Intresse des Kunden. Und natürlich weisen sich die VB der DVAG als Einfirmenvertreter aus. Und natürlich gibt es Kunden, die die Bezeichnung Vermögensberater + branchenübergreifend anders interpretieren, als die Leute vom Fach. Sei es drum.

    Ich persönlich gehe aber davon aus, dass ein Makler den Kunden besser bedienen kann, als ein Vermögensberater. Logisch, sonst wäre ich ja VB und nicht Makler.

    ABER: Zur Aussage die Kunden gehören ….
    Natürlich GEHÖREN die Kunden weder der Verrsicherung, bei der sie einen Vertrag gezeichnet haben, noch dem Makler, der DVAG oder sonst wem.
    Mit gehören ist gemeint, wem die Provisionsansprüche zustehen (GEHÖREN), wenn die Kunden ihre Prämie gezahlt haben.

    Diese Ansprüche hat im Falles eines VB’s, die DVAG, nicht der VB selbst. Daher bekommt ihr ja keine Folgeprovision, sondern eine Betreuungsprovision.

    Bei einem Makler ist das anders, denn der hat direkt Anspruch auf die Provision, dem GEHÖREN also die Provisionsansprüche, so lange der Kunde Kunde ist.

    MfG
    Frank Schmidt

  25. Wolfgang Stadler, 20. Januar 2011 um 15:32 Uhr

    eine süffisante Diskussion, die in der Bemerkung von “Fritz Frei” gipfelt:

    “Sie sind was Sie sind: Im Versicherungsbereich Ausschließlichkeitsvertreter der Aachen Münchner. Andere nennen Sie gebundener Strukturvertrieb”.

    Danke für diesen sehr erwähnenswerten und nährstoffreichen Beitrag – wir sind übrigens froh über diese Situation und möchten diese auch gar nicht verändern.

  26. Carsten Walendy, 20. Januar 2011 um 16:16 Uhr

    moma72 hat Recht.
    Herr Huber, bevor Sie solche Äußerungen kommentieren und anderen Arroganz vorwerfen sollten Sie sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen mal beschäftigen.
    DVAG = HGB 84, die Kunden (-bestandsverträge) gehören der DVAG.
    Makler = HGB 93, die Kunden (-bestandsverträge) gehören dem Makler.
    Als Makler kann ich meine(n) (Kunden) Bestand verkaufen, da er mir gehört; z.B. wenn ich in Rente gehe.
    Schauen Sie in Ihren HGB-Vertrag was den (Kunden) Bestand angeht, wenn Sie z.B. in Rente gehen wollen oder beabsichtigen die DVAG zu verlassen.
    Ihnen gehört nichts!

  27. Carsten R., 20. Januar 2011 um 17:09 Uhr

    Der Makler §93, nicht wie in SalesBusiness “phänomenales Familienunternehmen” von Ihrem DVAG-Chefvolkswirt angegeben 20% der Courtagen von Haus aus an seine Zentrale abgeben. Er muss nicht von den dann verbleibenden 80% noch hinnehmen, dass Abzüge von weiteren 20% für Ausbildung, Investments in Ausbildungsimmobilien und Incentivs gemacht werden. (ebenfalls Sales Business)
    Der Makler bekommt seine Courtagen und Kosten die der Kunde für Ihn zahlt ausgezahlt, denn sein Kunde zahlt für Betreuung.

  28. Steffen Huber, 20. Januar 2011 um 17:33 Uhr

    Hallo Herr Walendy,

    genau das ist es, was ich meinte. In den ganzen Aussagen dreht es sich um das Geld. Bestände verkaufen, die höchste Promill am Markt einstreichen, Maklerverträge vom Kunden unterschreiben lassen damit ein Makler freie Hand ( Meiner Meinung nach = Entmündigung des Kunden ).

    Warum sollte ich die DVAG verlassen ? Es ist wie in einer Ehe. Was man liebt, verlässt man nicht. Bei den damaligen ( jetzt nicht mehr ) Einstellungsgesprächen, die ich mit Versicherungsvertretern und Maklern führte, war immer die erste Frage von denen, wie viel Promille bekomme ich bei Euch ? Jeder, aber wirklich jeder stellte mir die Frage. Da komme ich mir ja vor wie auf einem Viehmarkt. P.S.: Wer für Geld kommt, geht auch für Geld ( siehe Bundesligaprofis ). Diese Berater sind in den letzten 10 Jahren schon 3-5x gewechselt. Von A zu B und dann zu C, dorthin, wo es die meiste Kohle gibt. Sie sagten ja gerade selbst, was mit meinem Bestand ist, wenn ich wechsle. Sie sehen es halt so und ich anders.

    Übrigens, meinen VB-Vertrag habe ich mir noch nie durchgelesen. Ist mir auch egal, weil ich meiner Firma ( wie meiner Frau ) vertraue. Seit 14 Jahren bei der DVAG wurde immer Wort gehalten seitens der DVAG.

    Gruß Steffen Huber

  29. AS-Club'er, 20. Januar 2011 um 20:10 Uhr

    Liebe Makler, liebe Neider, liebe Unwissenden,

    ich glaube echt ich bin im falschen Film. Wie kann man nur sowie Müll schreiben……

    1. JEDER VB, auch schon ab der Stufe VBA hat Folgeprovisionen!!!

    2. Eine “Betreuungsprovision” gibt es nicht, wenn dann bitteschön “Durchlaufende Provision” und das ist nichts anderes als eine Folgeprovision, auf die ein Anspruch gemäss VB-Vertrag UND HGB besteht.

    3. Ab einer bestimmten Stufe erhält ein VB einen Kunden-Leistungszuschuss. Dieser Zuschuss ist vergleichbar mit einer Bestandsprovision. Diese “Bestandsprovision” wird mtl ausgezahlt und beträgt bis zu X.000 Euro (Betrag habe ich selber unkenntnloich gemacht – Jeder interessierte Berater aus der Branche kann bei einem pers. Gespräch mit einem VB vor Ort sich den exakten Betrag nennen lassen)

    4. Ebenfalls ab einer bestimmten Stufe gibt es (Analog zu einem Makler) sehr wohl die Möglichkeit, wenn man in Rente geht, seinen Kundenstamm gegen Geld abzugeben, sprich zu verkaufen.

  30. , 20. Januar 2011 um 21:10 Uhr

    @ Carsten R

    Es war wohl Ihre Absicht, nicht darauf hinzuweisen, was die DVAG ihren Beratern alles bietet und welchen kostenintensiven Apparat die Makler vorhalten müssen. Auch Sie sind einer diesen Trolls, denen es nicht um Sachargumente, sondern um Stimmungsmache geht. Lesen Sie doch mal unseren Blogbeitrag mit den über 150 Argumenten für eine Tätigkeit bei der DVAG, interessant für jeden Makler, der sich nicht auf Verwaltung, sondern auf seine Kunden konzentrieren will.

  31. moma72, 21. Januar 2011 um 07:45 Uhr

    @ Dr. Lach
    wie könnte ich die selbsternannte Nr. 1 mit einem anderen Vertrieb verwechseln ?
    Fakt ist, daß es VB gibt, die eben den Eindruck erwecken unabhängig und übergreifend zu beraten.
    Ob es ein kostenintensiver Apparat ist kommt immer auf das Konzept des Maklers an. Meine Kosten beispielsweise liegen bei ca. 350 Euro. Ich verzichte beispielsweise auf ein Außenbüro. Mein Büro ist bei mir zu Hause. also durchaus geringe Kosten und damit dementsprechend wenig Verkaufsdruck.

    @Steffen Huber
    manche Ehen gehen aber auch in die Brüche, trotz Anfangs großer Liebe. manchmal aauch erst nach 20 Jahren.
    Eine Maklervollmacht ist nun einmal nötig, da ein Makler ja eben keine Verträge mit den Versicherern hat. Die freie Hand besteht theoretisch. Ich sichere meinen Kunden auch gerne schriftlich zu, diese nur nach vorheriger Absprache im Falle von Kündigungen/Änderungen einzusetzen.
    Ihren Vertrag nie durchgelesen zu haben ist sehr fahrlässig. Ich würde so einen Vertrag niemals unterschreiben.
    Und da man sich ja hier gerne auf Assekurata Ratings beruft; hier ein Zitat aus einem Assekurata Rating zum Thema Vermögensberater:

    „Insbesondere auf Ebene der Direktionsleiter führt die Kündigungsfrist, die aufgrund der vertraglichen Konstellation bis zu 4 Jahre betragen kann, faktisch zu einem BERUFSVERBOT des aussteigenden Vermittlers. Dieses Vorgehen wird von der DVAG als Maßnahme zum Schutz der Struktur begründet. Hierbei soll berücksichtig werden, dass der Vermittler an der Ausübung seiner Tätigkeit gehindert werden kann …..Ferner wird in den Verträgen der Ausgleichsanspruch gemäß § 89 b HGB rechtlich nicht geklärt.“

    Dann hoffe ich mal, daß Ihre “Ehe” ewig hält. 😉

  32. Frank Schmidt, 21. Januar 2011 um 08:50 Uhr

    Sehr geehrter AS-Club’er,

    jetzt enttäuschen Sie mich aber. “1. JEDER VB, auch schon ab der Stufe VBA hat Folgeprovisionen!!!”, schreiben Sie.

    Wie bitte? Gefühlt vielleicht, rechtlich aber nicht. Wo in Ihrem Vertrag steht das? Gegenargument: Im VB Vertrag Ausgabe 2007 steht: „… eimalige Abschlußprovision …“ und in diesem Zusammenhang wird auch die „Kundenbetreuungsprovision“ mit geregelt. Damit wäre der Punkt 2 gleich mit abgearbeitet.

    Blieben noch die Makler, Neider und Unwissenden. Ich beneide Sie ein bisschen um die Software, aber sonst wohl nicht. Und unwissend, das zu beurteilen überlasse ich ….. .

    Wirklich, mit freundlichen Grüßen
    Frank Schmidt

  33. Tobias Bartelt, 21. Januar 2011 um 09:19 Uhr

    @ all

    Das ist wirklich zum Haare raufen!!! Nicht nur, das diese Diskussion schon zum x-ten mal hier durchgekaut wird, nein es wird sich wieder mal auf irgendwelche Paragraphen berufen, Halbwarheiten und Unwahrheiten erzählt.

    Und das von einem Blogbeitrag, vom 1. Dez. 2009!!! Wir haben jetzt 2011, den 21. Januar um genau zu sein! Und es ist definitiv weder eine Art Lobpreisung, noch wirkt es auf neue Interessenten und Besucher unseres Blogs gut, wenn Themen durchgekaut werden, die schon über ein Jahr alt sind, anstatt sich mit aktuellen Themen und Blogbeitragen zu befassen.

    Bitte verschont uns mit immer derselben Diskussion und kümmert euch lieber um eure Kunden, anstatt hier mit Paragraphen und Gesetzestexten um euch zu werden, die den Normalbürger sowieso nur dazu veranlassen, sein Geld unter Kopfkissen zu legen, weil er so verunsichert ist. Damit ist nämlich keinem geholfen.

    Und ein Satz zum Schluss: Nur weil es anderen schadet heisst es noch lange nicht, das ich dadurch weiter komme.

    Einige Beiträge lesen sich nämlich so, als würde der Autor so denken.

    MfG und ein schönes Wochenende

    Tobias Bartelt

  34. Carsten Walendy, 21. Januar 2011 um 11:02 Uhr

    Herr Huber,
    genau diese unbedarfte Herangehensweise wie Sie es darstellen und die meisten Ihrer Kollegen praktizieren hat schon tausenden die komplette Existenz gekostet; mich persönlich Anfang der Neunziger bei einem in Köln ansässigen Vertrieb eingeschlossen.

    As-Clubber,
    ohne wenn und aber oder vielleicht bzw. ab einer bestimmten Stufe, ist es wie Sie schreiben möglich oder auch nicht , sollte der Bestand dem Berater gehören. Er sollte eine jährliche Folgecourtage (ist eigentlich das gleiche wie Provision nur auf den Makler bezogen) bekommen, einschließlich Bestandscourtagen in LV, KV und Investment.

    Herr Dr. Lach,
    die von Ihnern zitierten 150 Argumente reißen heutzutage keinen mehr vom Hocker, zumindestens keinen der sich in dieser (teils verlogenen und damit nicht umsonst kritisierten ) Branche auskennt. In den meisten Fällen ist eine Tätigkeit in Strukturvertrieben mit einer einhergehenden kompletten Pleite vorprogrammiert.
    Man spricht nur nicht oder ungern bzw. hinter vorgehaltener Hand darüber.
    Was die Verwaltung angeht haben Sie nicht Unrecht, die ausufernde Bürokratie ( sofern Sie auch viele überwiegend positive Aspekte wie z.B. verbesserter Verbraucherschutz beinhaltet), lassen eine hohe Effizienz nicht mehr zu. Das betrifft aber nicht nur die Makler.

    Herr Bartelt,

    die Frage ob das Huhn oder das Ei zuerst da war wurde auch schon früher gestellt und ist heute noch aktuell. Hier beruft sich keiner auf irgendwelche Paragraphen, sondern es wird auf die Paragraphen verwiesen die in der aktuellen Rechtssprechung Anwendung finden. Ferner ist es Ihr subjektives empfinden, ob hier Halb- und Unwahrheiten erzählt werden. Fakt ist, dass die DVAG- kritischen Kommentare in den meisten Fällen begründet sind.

    Ein schönes Wochenende wünscht Carsten Walendy

  35. AS-Club'er, 21. Januar 2011 um 12:13 Uhr

    @ Frank Schmidt

    Jetzt enttäuschen Sie mich. Der VB-Vertrag hat Anlagen und aus denen geht dies Eindeutig hervor. Es gibt in der DVAG auch VBA’s die aus welchen Gründen auch immer die Tätigkeit seit Jahren nur nebenberuflich ausüben und Folgeprovisionen erhalten. vorausgesetz, es wurden entsprechende Verträge vermittelt. sie wissen ja: Die Provision folgt dem Vertrag 🙂

    Im übrigen dürften Ihnen die einschlägigen Urteile zu nicht mehr aktiv tätigen Maklern bekannt sein, die ebenfalls bei Auflösung der Maklervereinbarung keine “Betreuungsprovision” mehr erhalten.

    Und nur mal angenommen, der Kundenlistungszuschuss würde bis zu 5.000 Euro betragen, würde sicher mancher Makler nicht nur wegen der Software gerne zur DVAG wechseln. 😉