Grotesk

27. November 2009 | 1.134 mal gelesen

Gelegentlich traut man beim Lesen den eigenen Augen nicht: 500 Millionen Euro könnten Privatanleger verloren haben, die ihr Geld der gerade (betrügerisch) in Konkurs gegangenen “X1 Fund Allocation” anvertraut haben. Das Geld war unter anderem in Hedge Fonds angelegt, die auf den britischen Jungferninseln registriert waren.

Wenn man verkürzt denkt, könnte man jetzt natürlich wieder laut nach dem Staat und nach Regulierung von Vertriebsfirmen wie  X1 Fund Allocation rufen. Andereseits frage ich mich schon, mit wie viel Leichtsinn und Gutgläubigkeit doch der eine oder andere Privatanleger unterwegs ist.

Dennoch meinen wir als DVAG: Wenn schon Missstände im Finanzvertrieb auf die politische Agenda genommen werden, dann bitte Fälle wie dieser.

Auch dieser Fall bestätigt wieder, wie kundenorientiert die Strategie der DVAG ist: Vollständiger Verzicht auf das Angebot von Zertifikaten, geschlossenen Fonds und sonstigen Produkten des grauen Kapitalmarktes. So muss kein Kunde unserer Vermögensberater Sorge vor einem Totalverlust seiner von uns vermittelten Anlagen haben. Beruhigend!


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Kommentare für diesen Artikel (9)

  1. Lutz Sandmann, 27. November 2009 um 09:49 Uhr

    Da bewährt sich wieder die Strategie, gerade bei Privatkunden auf das Angebot von Zertifikaten, geschlossenen Fonds oder auf sonstige Produkte des grauen Kapitalmarktes zu verzichten. Danke DVAG!

  2. Ralf Cormaux, 27. November 2009 um 13:19 Uhr

    So ganz stimme ich Ihnen, werter Herr Lach, nicht zu. Die Kunden mögen leichtsinnig und gutgläubig scheinen, aber in der Regel werden sie doch dank guter Verkaufsrhetorik schlichtweg “über’s Ohr gehauen”. Kaum ein Bürger liest doch bei allen Verträgen das ganze Kleingedruckte, zumal zum Verständnis oft noch das nötige Fachwissen fehlt.

    Dem Rest Ihres Beitrags stimme ich hingegen voll zu. Vermutlich wird nur leider wieder auf alle Finanzberater geschimpft und wir als Vermögensberater der DVAG damit in einen Topf geworfen. Deshalb: Lieber Staat, bitte mehr Auflagen für diese speziellen Berater/Vermittler/Schlitzohren, aber bitte ohne alle Finanz- und Vermögensberater in sippenhaft zu nehmen!

  3. , 27. November 2009 um 13:51 Uhr

    Lieber Herr Cormaux,

    da haben Sie Recht: Das Problem entsteht genau da, wo Gutgläubigkeit des Kunden, gute Verkaufsrethorik des Vermittlers und das falsche Produkt aufeinander treffen. Wobei im hier genannten Fall auch noch kriminelle Energie im Spiel war, dann ist ohnehin nichts mehr zu retten.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach

  4. McRagger, 28. November 2009 um 18:25 Uhr

    Die kriminelle Energie trifft man doch leider in jedem Vermittlerzweig an:)

    Neben den Abzockern in diesem Geschäft gibt es allerdings genügend “Anleger” die diese Risiken kennen.

    Auch im Hause DVAG sind mir solche Personen bekannt, sie wurden allerdings entsorgt:)

    Grabsteingeschäfte, jährliche Umschichtung von Investmentdepots, Riesengroße Bausparsummen etc. ????

    Wie stehen sie dazu?

  5. , 29. November 2009 um 11:30 Uhr

    Sehr geehrter McRagger,

    da haben Sie aber sehr tief in die Gerümpelkammer der Vorurteile hineingegriffen. Schade….

    Im übrigen: Bei der DVAG wird niemand “entsorgt”.

    Und wenn Sie angeblich die DVAG so gut kennen: Wie wär´s mit einem Hinweis gewesen auf die vielen tausend Vermögensberater, die tagtäglich auf höchstem Niveau Kunden beraten?

    Mit besten Grüßen,
    H. Lach

  6. McRagger, 30. November 2009 um 18:09 Uhr

    Sehr geehrter Herr Lach,

    ich kenne persönlich zwei sehr gute Eigenumsetzter, diese machen einen wirklich guten Job.

    Die Klischees die “bösen freien Berater”, die “bösen Vermögensberater” möchte doch keiner mehr hören…

    Wo Licht ist, ist auch Schatten, nicht mehr u nicht weniger!

    Die gesamten Branche kann sich keine schlechte Lobby leisten… Zur Verbesserung müssen alle Ihren Beitrag leisten…

    Pauschale Aussagen, “bei uns passiert das nicht”, “bei uns gibt es das nicht” sind allerdings ebenfalls unbrauchbar.

    Wo Licht ist, ist auch auch Schatten….

  7. Marcel Costin, 1. Dezember 2009 um 00:13 Uhr

    Mal wieder ein klassisches Missverständnis.

    Die Bemessungsgröße die doch hier entscheident ist:

    Nicht, DASS Schatten da ist, liegt am Unternehmen, sondern WIE LANGE.

    Salut,
    Marcel Costin

  8. McRagger, 1. Dezember 2009 um 11:47 Uhr

    @marcel costin

    das sehe ich genauso.

    @ dr. helge lach

    leider habe ich nicht tief in der kammer gekramt, ist in meiner ehemaligen Struktur passiert!

  9. , 1. Dezember 2009 um 20:51 Uhr

    Sehr geehrter McRagger,

    wir sehen es als eine unserer Aufgaben an, Rahmenbedingungen und Anreizsysteme dafür zu schaffen, dass unsere Vermögensberater ihre Kunden mit hohem Qualitätsstandard beraten.

    Wenn man sich so anschaut, was der Rest des Marktes macht (Banken / Sparkassen: Siehe Lehman-Pleite; andere Finanzvertriebe: Siehe MEG mit Konkurs oder AWD mit Sammelklage in Österreich / Versicherungsvertreter: Siehe Beratungstest der Stiftung Warentest), schneidet die DVAG in der Breite exzellent ab. Dies liegt daran, dass wir mit unserem EQF, unserer standardisierten Vermögensberatung (Analyse, VP, Beratung, Service), mit unserer Ausbildung und mit der Qualität der Produkte unserer Partnergesellschaften in den Rahmenbedingungen soviel Qualität implementiert haben, dass ein Vermögensberater der DVAG schon systembedingt mit hoher Qualität berät.

    Dennoch kommt es ganz am Ende immer auch auf den Charakter des Menschen selbst an. Wenn der bei über 37.000 Vermögensberatern in wenigen Einzelfällen nicht dem entspricht, was einen ehrlichen und kompetenten Vermögensberater ausmacht, sind Betreuer, Direktion und Gesellschaft gefordert. So unser Prinzip. Wie ich meine, beispielhaft für die gesamte Finanzbranche.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach