DVAG bestens aufgestellt

19. November 2009 | 917 mal gelesen

Vermittler von Investmentfonds müssen mit gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Qualifizierung, Beratung und Dokumentation rechnen, die im Wesentlichen denen des seit drei Jahren gültigen Versicherungsvermittlergesetzes gleichen, so das Resumée einer Podiumsdiskussion anläßlich der zurückliegenden DKM. 

Die Vermittlung von Fonds ist fachlich anspruchsvoll, und insoweit sind vernünftige gesetzliche Grundanforderungen sinnvoll, sollten aber – gerade was die überbordenden Dokumentationspflichten bei der Versicherungsvermittlung angeht, nach unserer Auffassung nochmals überdacht werden.

Sei es drum: Bei der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) gelten seit Jahren intern für die Fondsvermittlung die gleichen Anforderungen an Qualifikation, Beratung und Dokumentation, wie bei der Vermittlung von Versicherungen. Insoweit sind wir schon heute auf gesetzliche Regelungen bestens vorbereitet.

Beste Berufschancen für Vermögensberater also! Oder: Früher an Später denken…


Kommentare für diesen Artikel (8)

  1. Enrico, 19. November 2009 um 11:47 Uhr

    Das ist meiner Meinung längst überfällig!!! Denn im Investmentbereich wird und wurde schon viel Geld vernichtet, weil viele Berater nicht die nötige Ausbildung haben bzw. viele Anlagen nur verkauft werden ohne Wissen der Risiken (zB. Geschlossene Fonds).
    Eine gute Ausbildung im Investment ist heute unablässig wenn man auch mit Fondpolicen arbeitet!!! Deshalb finde ich es richtig, dass das Thema Investment bei der DVAG schon in die Grundausbildung gehört.
    WARUM dürfen eigentlich Versicherungsvertreter und Vermittler die nur Versicherungen anbieten Fondpolicen verkaufen ohne überhaupt eine Ausbildung oder gar keine Kenntnisse in der Investmentberatung haben? Eine Fondpolice ist vom Prinzip doch nichts anderes wie ein Depot im Versicherungsmantel, was genauso betreut und angepasst werden SOLLTE.
    Hier sollte der Gesetzgeber noch nachbessern!!!

  2. McRagger, 19. November 2009 um 13:26 Uhr

    Sehr geehrter Herr Enrico,

    welche Ausbildung haben Sie denn? Investmentkaufmann, Bankkaufmann, Versicherungskaufmann?

    DAs würde mich interessieren? Denn ich erlebe es des öfteren das nebenberufliche Vertreter Altersvorsorgeprodukte verkaufen:) Das kann doch auch nicht sein oder????

    Ich stimme Ihnen aber zu, Menschen ohne Ausbildung in dieser Branche sollte diese besser verlassen. Denn sie schaden der ganzen Branche:)

  3. Ralf Cormaux, 19. November 2009 um 13:43 Uhr

    Ich stimme Enrico zu. Was ich als Vermögensberater beim Kunden für Fonds in dessen Versicherungsverträgen finde, ist manchmal haarsträubend weit weg von dessen Risikoprofil. Die Kunden wissen teilweise überhaupt nicht, dass sie dort auch Geld verlieren können. Außerdem sind in der Fondsauswahl der betroffenen Verträge oft bedeutend bessere Fonds enthalten, als der Versicherungsvertreter/-makler für den Kunden ausgewählt bzw. dem Kunden empfohlen hat. Deshalb auch meine Forderung: Lieber Gesetzgeber sorge dafür, dass Versicherungsvertreter und auch -makler, die Fondspolicen anbieten, auch einen Qualifikationsnachweis im Bereich Investment erbringen müssen.

  4. , 19. November 2009 um 21:19 Uhr

    Sehr geehrter McRagger,

    ohne der Antwort von Enrico vorgreifen zu wollen: Unsere Vermögensberater sind weder Bank-, noch Versicherungs- noch Investmentkaufleute – und auch nicht Bausparkaufleute. Sie sind eben Vermögensberater – alles aus einem Kopf, branchenübergreifend – genau das schätzen unsere Kunden und genau das stellt die Grund- und Fachausbildung der DVAG sicher, in ganz enger Anlehnung an die für die Qualifizierung geltenden Gesetze und Rahmenlehrpläne.

    Im Rahmen unserer Ausbildungs- und Beratungsrichtlinien ist darüber hinaus festgelegt, dass ein Vermögensberater fachlich immer nur das beraten und vermitteln darf, was er im Rahmen der Ausbildung (Präsenzausbildung, Nachbereitung und bestandene Prüfung) gelernt hat. So ist sichergestellt, dass Vermögensberater der DVAG immer eine fachlich kompetente Beratung bieten.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach

  5. Uwe Pfeifer, 19. November 2009 um 22:05 Uhr

    Wenn die Fondspolicenvermittler den Kunden die tatsächlichen Kosten der Verträge in einer Summe nennen würden, statt Sie im Kleingedruckten zu verschleiern, würde diese Produkte eh nicht mehr vermittelt. Das gleiche gilt übrigens ebenso für Riester, Rürup und klassische Lebens-und Rentenversicherungen. was ich tagtäglich von Kunden vorgelegt bekomme schreit zum Himmel. Da werden ganze Generationen in den Ruin geschickt und Heerscharen von “Vermögensberatern” für dumm verkauft. Da arbeiten Politiker und Vorstände Hand in Hand um die Staatsschulden bei dem kleinen Mann zu platzieren.
    Doch jeder bekommt das was Er verdient. Grüße aus dem Westerwald!

  6. , 20. November 2009 um 08:18 Uhr

    Sehr geehrter Herr Pfeifer,

    es gilt das Recht der freien Meinungsäußerung. Ihr Standpunkt scheint mir aber doch recht deutlich an der Realität vorbei zu gehen. Denn exakt das Gegenteil Ihrer Aussagen trifft zu: Es würden ganze Generationen in den Ruin (=Altersarmut) geschickt, wenn nicht unsere Vermögensberater Tag für Tag tausendfach dabei mithelfen würden, mit den Bürgern für deren dringend notwendige private Altersversorgung zu sorgen.

    Wollen wir hoffen, dass Sie selbst die Thematik Vorsorge für das Alter erkannt und entsprechend vorgesorgt haben.

    Mit besten Grüßen in den Westerwald,
    Ihr Helge Lach

  7. Marcel Costin, 20. November 2009 um 15:43 Uhr

    Es gibt eben auch Menschen die glauben, dass excellente Serviceleistungen, hervorragende Ausbildung und fachmännische Betreuung kostenlos sind. Natürlich gibt es Kosten.

    Aber das kenne ich aus meiner alten IT-Branche. Kunde fummelt tagelang erfolglos an seiner Anlage rum um Geld zu sparen, ruf mich, ich brauche wenige Handgriffe um das Problem zu lokalisieren und zu beheben, danach heißt es “was so einfach? Das hätte ich ja selber auch gekonnt…mensch ist das aber teuer…”

    Warum hat er es dann nicht selber gemacht und mich gerufen? 😉

    Man muss immer das Gesamtbild sehen, nicht nur einen Ausschnitt.

    Mit besten Grüßen vom Niederrhein,
    Marcel Costin

  8. Enrico, 23. November 2009 um 08:48 Uhr

    @ Herr Pfeifer,

    ich glaube das Thema war „Ausbildung und Dokumentation“ ?!
    nur so viel dazu (meine Meinung) es gibt immer Vor-und Nacheile und eine Lebenslange Rente aufzubauen und zu Garantieren ist nur im Versicherungsbereich möglich. Zum anderen wird es immer Kurseinbrüche und Wirtschaftskrisen geben, die Frage ist „wo ist unser Geld gut aufgehoben“ das es zu Beginn der Rente auch noch da ist?

    @ Herr McRagger,

    ihre Frage ist berechtigt und Dr.Lach hat es im Prinzip schon beantwortet. Nebenberufler (DVAG) haben immer einen Geprüften Vermögensberater an ihrer Seite, vor allem Investmentprodukte dürfen nur Berater mit Gewerbeerlaubnis §34c beraten und vermitteln. Was meiner Meinung auch für Vermittler gelten sollte die Fondpolicen anbieten. Der §34c gibt aber noch keinen Aufschluss über die Qualifikation.
    Meine persönliche Ausbildung und Erfahrung im Investmentbereich ist sicherlich ein Vorteil für meine Kunden aber wichtiger ist wie das Ausbildungskonzept für alle ist. Und das war damals auch ein Entscheidungsgrund für die DVAG. Die Ausbildung umfasst alle wichtigen Finanzbereiche bis zur IHK Prüfung (Versicherung, Bausparen, Finanzierung, Investment, Steuer usw.) desweiteren ständige fachliche Weiterbildung in allen Bereichen und Workshops mit bekannten Fondmanagern usw. Da es noch keine gesetzl. Qualifizierungsanforderung gibt, um Fonds zu vermitteln, hat sich die DVAG diese schon vor Jahren selbst auferlegt, was meiner Meinung nach weit voraus gedacht war, wenn man an das Versicherungsvermittlergesetzes denkt. „Früher an später gedacht“ ! Und sollten mal die Anlagesummen über das normale gehen oder das eigene Wissen an seine Grenzen kommen, stehen uns von Frankfurt Spezialisten in allen Bereichen zur Verfügung.
    Es ist schön in diesem Blog auch mit anderen Vermittlern und Beratern sachlich zu diskutieren, denn durch hinterfragen aber auch Kritik kann man sich noch verbessern.

    Vielen Dank und viele Grüße aus Thüringen
    Enrico Roßmann