Rentenversicherung als Geldanlage?

15. November 2009 | 916 mal gelesen

Am 5. November berichtete das Versicherungsjournal über einen interessanten, im Grunde aber alt bekannten Beratungsansatz der Sparkassen: Diese bieten – durchaus in größerem Stil – ihren Kunden private Rentenversicherungen nicht primär als Altersversorgung, sondern in erster Linie als Renditeprodukte an.

Der Grund dafür ist einfach: Die Renditeversprechen der Lebensversicherer liegen derzeit über den Zinsen, die die Sparkassen für vergleichbare Geldanlagen aus dem eigenen Hause bieten können oder bieten wollen.

Was im Versicherungsjournal nicht steht: Den Schaden haben die “Alt-Kunden” der Lebensversicherer, die die von der Sparkasse neu abgeschlossenen, zu hoch verzinsten Verträge subventionieren. Denn der Kapitalmarkt gibt die in den neu abgeschlossenen Verträgen versprochenen Überschussbeteiligungen nicht her. Also müssen die Reserven des Lebensversicherers dies kompensieren, und das schwächt die Rendite in den Beständen.

Kompliment der DVAG also an die Provinzial NordWest Lebensversicherung, die sich den “Wünschen” der Sparkassen entzogen hat und solche Produkte nicht mehr zur Verfügung stellt.


Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. Albert, 19. Dezember 2009 um 14:35 Uhr

    Die gesetzliche? Das würde ich nicht machen.

  2. , 19. Dezember 2009 um 16:35 Uhr

    @ Albert

    Da bin ich ganz Ihrer Meinung, nur 90% der Erwerbstätigen haben ja als Pflichtversicherte gar keine Alternative (GRV = Zwangsversicherung). Würde die gesetzliche Rentenversicherung für alle geöffnet werden, gäbe es eine “Massenflucht” all derjenigen, die einzahlen.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach