Familienunternehmen unterlegen?

20. Oktober 2009 | 846 mal gelesen

Heute Abend bin ich bei Durchsicht der FTD (“Schlechter als ihr Ruf” / Seite 21 / Tobias Schorr) auf einen interessanten Artikel gestoßen: Die TU München hat in einer Untersuchung ermittelt, dass Familienunternehmen an der Börse (Kursperformance) geringfügig schlechter abschneiden, als managementgeführte Unternehmen.  

Die Kritik lautet: Investoren interessieren sich weniger für familiengeführte Unternehmen, weil diese angeblich weniger krisensicher sind.

In den Ergebnissen dieser Analyse wird ein Zusammenhang beschrieben, der nachvollziehbar ist. Familienunternehmen und Börsennotierung passen zusammen wie Feuer und Wasser: Die Börse hat eigene Gesetze. Sie orientiert sich am shareholder value, an hohen Dividenden, an Quartalsbilanzen und am Börsenkurs. Familienunternehmer denken dagegen an die nächste Generation, Unternehmerfamilien richten ihr Unternehmen sehr langfristig aus und in Familienunternehmen zählen die Interessen der Mitarbeiter im Zweifel genauso viel wie die der Unternehmensträger.

Deshalb erstaunt es mich wenig, dass Familienunternehmen, die den Schritt an die Börse gewagt haben, dort nicht ganz so gut abschneiden. Ich finde, das ist ein Kompliment für Familienunternehmen, da sich diese, trotz Börsennotierung, eben nicht ganz den Gesetzen der Börse verschreiben.

Noch interessanter wird die Betrachtung, wenn man den Erfolg von Familienunternehmen mit einbezieht, die bewusst den Schritt an die Börse nicht gegangen sind. Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) ist ein Paradebeispiel. Börsenkurse kann die DVAG nicht bieten, weder steigende noch fallende. Wenn es aber um Umsatzwachstum und Ergebnisse geht, stellen wir eine große Zahl börsennotierter, managementgeführter Unternehmen bis hinein in den MDAX in den Schatten. Und bei uns können Kunden wie Vermögensberater sicher sein: Das Unternehmen wird nicht nach Maßgabe der Meinung von Fremdaktionären oder Analysten geführt.


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Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Heinrich Kardorf, 22. Oktober 2009 um 12:32 Uhr

    Sehr geehrter Herr Dr. Lach,

    zu aller erst möchte ich sagen, das ich diese Möglichkeit der Kommunikation untereinander sehr begrüße.
    Allerdings würde ich mir eine größere Beteiligung wünschen, sei es nun von Kollegen aus den Reihen der Deutschen Vermögensberatung oder von Kolleginnen und Kollegen unserer Mitbewerber wie Makler oder Mehrfachagenten.
    In meiner Tätigkeit erlebe ich immer häufiger in der jetzigen Marktlage das sich Gespräche mit Mitbewerbern entwickeln, die zur Zeit entweder nicht wissen wohin oder einfach nur konkrete Informationen über uns und unser Geschäftsmodel wünschen. Gerade aus diesem Grund ist dieses Medium ein hervorragendes Werkzeug um diesen Menschen eine Plattform zum Austausch von Erfahrungen zu bieten oder einfach nur Kritik (sei es positiv wie negativ) zu üben. Allerdings sollte hierbei der nötige Ernst an der Sache nicht verloren gehen.
    Also liebe Interessenten, Kolleginnen und Kollegen aus der Finanzbranche, nutzen Sie doch bitte diesen Blog für Ihre Fragen und Anregungen, ich bin mir sicher Herr Dr. Lach wartet nur darauf sich noch mehr als bisher mit Ihnen auszutauschen.

    Grüße aus Schleswig Holstein

    Heinrich Kardorf

  2. Emanuel Schnaidt, 23. Oktober 2009 um 12:11 Uhr

    Sehr geehrter Herr Dr. Lach,

    seit nun mehr 15 Jahren habe ich in der DVAG meine berufliche Heimat gefunden. In dieser Zeit habe ich oft begrüßt, daß die DVAG ein familiengeführtes Unternehmen ist und die jüngsten Aufstockungen der Anteile waren für mich das Highlight.

    Herzliche Grüße aus der Pfalz

    Emanuel Schnaidt

  3. Christian Peters, 23. Oktober 2009 um 19:38 Uhr

    Sehr geehrter Herr Lach,

    ich bin nun 5 Jahre in der Vermögensberatung aktiv und habe zugleich das Glück in der Direktion meiner Eltern zu sein, diese sind bereits über 25 Jahre bei der Deutschen Vermögensberatung sehr erfolgreich tätig – Familienunternehmen im Familienunternehmen, einfach toll!
    In unserer täglichen Arbeit sehen wir immer mehr, wie wichtig der Beruf des Vermögensberaters ist – nämlich unumgänglich!
    Zudem sehe ich mich als Helfer des Bürgers und kann mich zugleich auf die Produkte der DVAG verlassen…
    Ich bin überaus glücklich und stolz in so einem Unternehmen zu arbeiten..

    Viele Grüße ebenfalls aus der Pfalz

    Christian Peters