Sturm im Wasserglas?

17. Oktober 2009 | 1.012 mal gelesen

Im Finanzteil berichtet die Welt in ihrer Ausgabe vom 15. Oktober über einen Kongress zur unabhängigen Finanzberatung, auf dem intensiv über die Honorarberatung diskutiert wurde.

Die Argumente, die in der Welt nachzulesen sind, haben wir in unserem Blog in anderen Beiträgen bereits dargestellt.

Erstaunlich ist aber: Selbst die Versicherungsmakler argumentieren heftig gegen die Honorarberatung und sprechen sich vehement für die traditionellen Provisionsmodelle aus.

Dies erstaunt mich schon, denn bisher war ich davon ausgegangen, dass gerade die Makler, die ja am Markt als unabhängige Berater auftreten, die Honorarberatung haben wollen. Dem ist offensichtlich nicht so!

Was bleibt übrig? Für die gebundenen Vermittler ist die Honorarberatung nicht sinnvoll. Die Kunden wollen sie nicht haben. Und nun sprechen sich auch noch die Versicherungsmakler dagegen aus. Es dreht sich also hier um ein Vergütungsmodell, für das sich gerade einmal etwas mehr als einhundert Honorarberater interessieren.


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Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. McRagger, 20. Oktober 2009 um 14:07 Uhr

    Ihre These würde ich so nicht unterschreiben. Hierbei sollten Sie zwischen Gewerbe- und Privatkunden unterscheiden.

    Für den ein oder anderen Kunden ist es nicht so einfach verständlich für was er so hohe Abschlussprovisionen oder gar Superprovisionen zahlen muss etc.!?!?! Da muss schon Dienstleistung, Qualität und ein echter finanzieller Vorteil gebracht werden. Die meisten Berater oder Verkäufer können dies nicht leisten.

    Wie diese Regelung kommt, falls sie denn kommt, und wie sie in Strukturvertrieben umgesetzt wird macht mich schon heute neugierig:)

    Aber wie in der Vergangenheit schon oft bewiesen wird die Starke Lobby, die politische Führungselite nicht so schnell geschlagen geben:)

    Ich kann über diese Art von Vitamin B leider nicht lachen. Wer braucht Bert Rürups ect. die auf Großveranstaltungen auf Wählerfang gehen!??!

    Der Kunde und der Berater sollten selbst entscheiden können. Hierfür müssen die Grundlagen geschaffen werden.

  2. , 20. Oktober 2009 um 16:43 Uhr

    Sehr geehrter “McRagger”,

    vielen Dank für Ihren Hinweis zur Differenzierung zwischen dem Privat- und dem Firmenkundengeschäft.Gerade in letzterem gibt es ja bereits Versicherer, die Nettotarife anbieten, eine der Voraussetzungen für honorargestützte Beratung. Insoweit besteht in diesem Segment durchaus ein kleinerer Markt für Honorarberatung.

    Ebenso haben Sie Recht damit, dass ein Berater seinem Kunden finanzielle Vorteile verschaffen sollte. Die Vermögensberater der DVAG tun dies tagtäglich tausendfach, indem sie aufzeigen wie z.B. staatliche Förderung über BAV, Riester, Rürup, Bausparen in Anspruch genommen werden kann.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr Helge Lach