DVAG zitiert: Banken nutzen Situation des Kunden aus

6. Oktober 2009 | 1.134 mal gelesen

Trefflicher kann man es nicht auf den Punkt bringen:

“Eine Bank hat eine enge, intime Beziehung zum Kunden, intimer als ein Vertreter oder Makler, spätestens wenn er einen Kredit will. Manche Banken haben das ausgenutzt”, so Thorsten Kocherscheidt, 18 Jahre lang Manager bei der Deutschen Bank und jetzt in der Zurich Gruppe für den Bankenvertrieb zuständig (s. Versicherungsvertrieb 5/2009, Seite 26). Er muss es also wissen!

Was ist mit “intim” gemeint? Der Begriff passt im übertragenen Sinne, denn wenn ein Kunde bei einer Sparkasse oder Bank Kredit will, muss er alle Daten bis hin zu den Ausgaben für Urlaub oder privaten Konsum offenlegen. Auch die Zustimmung zur Einholung einer Schufa-Auskunft muss gegeben werden.

Natürlich ist nachvollziehbar, dass Sparkassen und Banken vor Kreditvergabe die Bonität eines Kunden einschätzen müssen. Auch Versicherer stellen zum Beispiel in der Personenversicherung Fragen zum Gesundheitszustand, bevor sie Versicherungsschutz zusagen.

Problematisch wird es aber, wenn eine Sparkasse die Kreditentscheidung an Bedingungen knüpft, die mit dem Kredit nichts zu tun haben, z.B. dem Kunden “nahe legt”, auch seine Altersversorgung über die Bank abzuschließen, da sich dies günstig auf die Kreditentscheidung auswirke. Das ist es wohl, was Herr Kocherscheidt damit meint, dass die eine oder andere Bank die intime Beziehung zum Kunden ausgenutzt habe.

Deshalb ist auch beim Erwerb einer Immobilie die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) erste Adresse. Denn wir haben Zugang zum Angebot fast aller namhaften Banken am Markt und sind so in der Lage, dem Kunden selbst dann zu helfen, wenn dessen bisherige Bank keinen Kredit gibt – oder: eine intime Beziehung ausnutzen will…!


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Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Sebastian, 7. Oktober 2009 um 01:24 Uhr

    Hallo,
    schöne Seite habt ihr, sehr informativ. Es wäre schön, wenn davon noch mehr Leute erfahren würden. Das geht ganz einfach, indem ihr sie bei bookmark-koenig eintragt – kostenlos und für alle Welt abrufbar. Wir würden uns freuen.

    Viele Grüße
    Euer Sebastian

  2. Ein Vermögensberater, 7. Oktober 2009 um 13:26 Uhr

    Hallo Herr Dr. Lach,

    ….treffend formuliert würde ich sagen aber ich lege noch einen drauf.
    Durch meinen Beruf als Vermögensberater (12 Jahre) habe ich natürlich auch gute Kontakte zu Mitarbeitern/innen von Mitbewerbern.
    Hier fällt mir persönlich ganz besonders eine große Sparkasse im Kreis Segeberg auf. Dort gehört der ein oder andere Mitarbeiter zu meinem Freundeskreis. Also ich habe meine Informationen sozusagen aus erster Hand (ohne die Fälle die ich bei Kunden aufdecke).

    Also, es ist an der Tagesordnung und vom Vorstand auch gefordert Kreditvergabe incl. Dispo an andere Produkte zu knüpfen. Es ist immer die selbe Masche, denn gerade die jenigen Kunden bei denen es so oder so schon knapp ist und die wissen, das die Kreditentscheidung aufgrund ihrer Bonität wirklich eng gestrickt ist, genau die Kunden werden hier meiner Meinung nach erpresst. Ein Produkt wie Riester oder ähnliches wird hier nicht empfohlen, sondern als Bedingung zur Kreditvergabe in fragwürdiger Weise dem Kunden aufgezwungen. Denn dieser hat hierbei keine Wahl.
    Eine Riester Rente ist durchaus für viele Menschen zu empfehlen, das steht hier garnicht zur Debatte aber bitte nicht so!?
    Ich kann einen Kunden nicht beraten wenn ich nicht seine komplette Situation kenne. Dies ist wie von den meisten Banken angepriesen niemals in einer halben Stunde zu schaffen.Ich benötige für die Kundenberatung (Bestandsaufnahme, Auswertung,Beratung , Nacharbeit) für einen Ottonormalhaushalt mindestens 10- 12 Stunden.
    Das möchte ich mal bei den Banken sehen.
    Wer in der Zukunft am Markt erfolgreich bleiben will, muß den Kunden in den Mittelpunkt stellen. Sei es die Bank oder meine Kollegen. Anders geht es einfach nicht.
    Beste Grüße aus Schleswig Holstein

  3. MK, 7. Oktober 2009 um 15:45 Uhr

    Kopplungsgeschäfte, so würd ich diese bezeichnen, sind soweit ich weiß verboten, und gelten als unlauterer Wettbewerb.
    Ich glaube zu den bekanntesten Vertretern dieser Art gehört eine Bank mit rotem Schirm.

    Würde die Deutsche Bank, statt auf Zukäufe von ausländischen Banken (ABN Amro z.B.), ihre Bemühungen in Richtung Filialnetz auf dem deutschen Markt ausrichten, so hätten wir Vermögensberater, die nicht in Ballungsgebieten, sondern auf dem ländlichen Raum tätig sind, eine Möglichkeit den o.g. Banken diese Vorgehensweise auszutreiben.

  4. Peter, 7. Oktober 2009 um 23:42 Uhr

    Was ich meinen 14 Jahren Vermögensberatung immer wieder erlebe ist, dass Banken diese Masche oft bei den Kunden fahren, die auf jeden Euro angewiesen sind. Durch die Verknüpfung von Kredit/Dispo und neuem Vertrag (i, d, Regel Umdeckung) zahlt der Kunde einiges mehr Kosten. Somit wird der Kredit deutlich teurer und moralisch ist dies unterste Schublade!

    Die Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt sind mehr oder weniger dazu gezwungen dies zu tun, da es anscheinend zur Geschäftspolitik der Institute gehört. Wer mit Kompetenz und/oder Kundennähe, sowie Beratungsleistung nicht punkten kann oder will macht es eben auf diese Tour.

    Für mich bedeutet das, dass unsere Arbeit – die Beratung – mit jedem Fall an Bedeutung gewinnt. Die Banken schneiden sich über kurz oder lang ins eigene Fleisch. Ich merke, dass immer mehr Menschen (auch “noch-nicht-Kunden”) diese Geschäftspraktiken erkennen und sich abwenden. Gut so!

  5. Andi, 9. November 2009 um 00:14 Uhr

    Hallo,

    finde das die Banken richtig die Kunden ausnutzen.

    War in der DB und wollte einen Privatkredit von 8.000.€ Die Dame meinte “ist kein Problem aber nur in Verbindung mit einer Arbeitslosenversicherung, die ist Pflicht”. 🙂 hahaha

    Bin dann zu meinem Vermögensberater und der hat das in selber Filiale ohne Arbeitslosenversicherung gemacht.

    Wie kann sowas passieren,warum nimmt man manche Menschen so aus??