DVAG meint: Finanz-TÜV würde nicht helfen

29. September 2009 | 769 mal gelesen

Viel wird derzeit angesichts der Finanzkrise über Spielregeln am Finanzmarkt diskutiert.

Immer wieder taucht dabei das Stichwort “Finanz-TÜV” auf. Gemeint ist:  Finanzprodukte werden danach kategorisiert, wie gefährlich sie für den Kunden sind: Rot = sehr gefährlich; grün = unbedenklich.

Ein solcher Vorschlag kam z.B. von der Verbraucherzentrale Hamburg, die private Lebens- und Rentenversicherungen mit “rot” gekennzeichnet hat. Die Begründung: Viele Kunden halten den Vertrag nicht bis zum Ablauf durch und deshalb ist das Produkt für die Altersversorgung nicht geeignet.

Wer so argumentiert, sollte vorher bei den Bürgern nachfragen, warum sie die Verträge vorzeitig beenden. Aus unserer Beratungspraxis wissen wir, dass in 99% aller Fälle das Konsumverhalten, Arbeitslosigkeit, Scheidung oder ähnliches die Ursachen sind, nicht aber die Konstruktion des Produktes, das als einziges biometrische Risiken wie Langlebigkeit (Altersversorgung) oder frühzeitigen Tod (Hinterbliebenenversorgung) absichert.

Im Rahmen unserer Vermögensberatung raten wir deshalb, sofern ein Kunde entsprechend vorsorgen will, meist dazu, neben einer entsprechend geeigneten Lebens- oder Rentenversicherung auch einen bestimmten Betrag in liquditätsnahe Anlagen zu investieren, um so bei aktuellem Finanzbedarf die Altersversorgung nicht durch Kündigung zu gefährden. Auch besteht die Möglichkeit der (befristeten) Beitragsfreistellung ohne die Notwendigkeit, den Vertrag zu kündigen.  

Die damit einhergehende Beratung durch einen Vermögensberater kann keine Ampel leisten, egal welche und wieviele Farben sie hat.