DVAG fragt: Versicherungsmakler im Dilemma?

28. September 2009 | 661 mal gelesen

Schon wieder wird die Zukunft der Versicherungsmakler düster gezeichnet.

Dieses Mal sogar vom Berufsverband Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) selbst, so der Branchendienst “Bocquel-News”, der in einem lesenswerten Artikel auch VDVM-Vorstand Holger Mardfeldt zitiert.

Dieses mal geht es nicht darum, dass die Makler unter der Bürokratie leiden oder viel zu wenig verdienen, um überleben zu können. Ich hatte über diese Phänomene in einem früheren Beitrag bereits berichtet.

Nein, dieses Mal geht es um Probleme, die aus dem Berufsstand selbst kommen: So hat sich die Anzahl der Makler seit Einführung des Vermittlergesetzes von 20.000 auf über 40.000 Makler erhöht. Der Grund: Finanzvertriebe wie MLP melden jeden ihrer Berater im Vermittlerregister als “Versicherungsmakler” an. Dazu Holger Mardfeldt: „Es darf daran gezweifelt werden, ob diese ‚Ein-Personen-Makler’ echte Versicherungsmakler sind. Zu oft werden fertige Produktlösungen verkauft, nicht immer Produkte individuell gestaltet und Kunden sachgerecht beraten.”

Hinzu kommt: Immer mehr Versicherer versuchen mit immer wieder neuen Ideen, Makler an sich zu binden, sei es durch Kapitalbeteiligungen an Maklerpools, weitgehende technologische Einbindung, Incentives, Sonderboni oder andere Anreize, mit denen der Makler für das Unternehmen  “eingenommen” wird.

Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) meint: Solche Entwicklungen unterlaufen die Intention des Gesetzgebers, gebundene und ungebundene Vermittler abzugrenzen. Wenn jetzt immer mehr Makler hart am Rande des gebundenen Vermittlers “segeln”, sich aber gleichzeitig beim Kunden als ungebunden darstellen, sehen wir darin eine Wettbewerbsverzerrung, die nicht der Idee des Vermittlergesetzes entspricht. AWD läßt grüßen.


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