DVAG-Meinung: Für die Makler wird es immer schwerer

3. September 2009 | 1.088 mal gelesen

Eine aktuelle Marktforschungsstudie von YouGovPsychonomics bringt es an den Tag: 58% der kleineren und mittelgroßen Versicherungsmakler mit bis zu 50 Mitarbeitern erzielen nicht mehr als 100.000 Euro Umsatz im Jahr, so die aktuelle Ausgabe des Versicherungsjournals vom 3. September 2009.

Das ist bemerkenswert und dramatisch zugleich. Denn wie soll ein mittelständisches Unternehmen denn von diesen bescheidenen Umsätzen Mitarbeiter angemessen bezahlen, in die IT investieren, Bürokosten decken und am Ende noch einen kleinen Gewinn erzielen, der das Einkommen des Maklers selbst ist?

Und dennoch erstaunt die Zahl nicht: Für die Makler ist es in den letzten Jahren schwer geworden, nicht nur auf der Umsatzseite. Als ungebundener Vermittler muss der Makler hohe gesetzliche und bürokratische Hürden nehmen. Es entstehen hohe Prozess- und Ausbildungskosten, da aufgrund des selbst gewählten Geschäftsmodells zwangsläufig mit vielen Versicherern zusammengearbeitet werden muss. Und der Makler ist ganz auf sich alleine gestellt, wenn es um Marketing, IT und die vielen anderen internen Themen geht, die hohe Kosten verursachen.

All das bleibt den Vermögensberatern der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) erspart. Deren Kosten liegen weit unter denen eines vergleichbar großen Maklerbetriebes, weil wir unseren Vermögensberatern sehr vieles abnehmen, was Zeit und Geld kostet. Und mit 100.000 Euro Jahresumsatz geben sich unsere erfolgreichen Vermögensberater sicher nicht zufrieden, vielleicht gerade deshalb, weil deutlich mehr Zeit für Kundenberatung und Mitarbeitergewinnung zur Verfügung steht.

Vielleicht kommt ja der eine oder andere Makler doch ins Grübeln …


Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. , 5. September 2009 um 21:08 Uhr

    Das kann ich nur bestätigen. Da ich einige Freunde und Bekannte habe, die genau in solchen Situationen sind und über einen Wechsel zur Deutschen Vermögensberatung AG nachdenken.

    Santo

  2. Alberti, 12. September 2009 um 15:46 Uhr

    Als neuer Kunde der Deutsche Vermögensberatung, hatte ich ein Interesse Information über das mich Beratende Unternehmen zu erhalten. Ich habe im Internet bei der Suche nach Information über die DVAG, die Seite eines Mysteriösen (Rechtsanwalt) Behrens bzw. die er auch kommentierten kennengelernt. Im ersten Moment, ist man schockiert aber nach kurzer Zeit wird ein bekannt, dass er nach Aufträgen im Internet wirbt. Bei dem Überfluss an Anwälten in Deutschland ist es kein Wunder. Ansonsten gibt eine Seite, in der gescheiterte sich gegenseitig trösten. Nun denke ich, dass nicht jeder Steuerberater werden kann. Genau sowie es bei anderen anspruchsvollen Berufen ist. Leider ist der Beruf des Vermögensberaters nicht geschützt und daher denken Menschen die die Begabung nicht haben, wenn sie scheitern ist es immer am Einfachsten dem Beruf oder der Gesellschaft die dahinter steht das zuzuschreiben. Ganz nebenbei bei der Steuerberater Prüfung ist die Durchfallquote auch über 80 Prozent.

    Zuletzt habe ich eine Frage noch an Herrn. Dr. Lach. Warum ist der Beruf des Vermögensberaters nicht geschützt? Und wieso ist man als Vermögensberater Gewerbetreibender und kein Freiberufler?

    Ich meine der Vermögensberater übt genauso eine Beratertätigkeit aus.

  3. Dr. Helge Lach, 14. September 2009 um 08:44 Uhr

    Sehr geehrter Alberti,

    gerne will ich auf Ihren Kommentar eingehen und Ihre Frage beantworten.

    Die DVAG sieht es sehr gelassen, dass Herr Behrens versucht, über das Internet Mandanten zu gewinnen. Er nutzt eben das Internet als Marketinginstrument, so wie viele andere auch. Gelegentlich hat er Verfahren gegen uns angestrebt, die er regelmäßig verliert.

    Auch Ihr Hinweis darauf, dass analog Steuerberater nicht jeder im Vermögensberater-Beruf bei der DVAG erfolgreich werden kann, ist richtig. Genau deshalb bietet die DVAG die Möglichkeit, es erst einmal im Nebenberuf auszuprobieren. Klappt es, steht einem erfolgreichen Wechsel in den Hauptberuf nichts im Wege. Klappt es nicht, ist es nicht schlimm, denn der bisherige Beruf mußte ja nicht aufgegeben werden.

    Ein “Schutz” des Vermögensberater-Berufes z.B. analog Versicherungs- oder Bankkaufmann ist deshalb nicht möglich, da es sich nicht um einen IHK-Ausbildungsgang handelt. Diesem vermeintlichen Nachteil steht der große Vorteil gegenüber, dass die Ausbildung zum Vermögensberater bei der DVAG sehr praxisorientiert und genau so durchgeführt werden kann, wie wir es uns vorstellen (natürlich unter Beachtung der gesetzlichen Anforderungen). Z.B. müssen angehende Vermögensberater der DVAG so nicht in die Berufsschule, sondern sie werden von praxiserprobten Referenten in unseren Berufsbildungszentren ausgebildet.

    Beste Grüße, Ihr Helge Lach