Unabhängigkeit: Wie es andere sehen!

22. Juli 2009 | 1.101 mal gelesen

Ausdrücklich möchte ich auf den Beitrag von Dr. Marc Surminski auf Seite 465 in der aktuellen Ausgabe 14 / 2009 der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV) hinweisen.

“Seit der Übernahme des AWD durch Swiss Life ist jedermann klar, dass die “Unabhängigkeit” der Hannoveraner nur noch ein Marketingkonzept war. (…) Der Slogan “unabhängiger Finanzoptimierer” war ein Schlag ins Gesicht für alle, die den deutschen Vertriebsdschungel lichten und für klare Verhältnisse im Finanzvertrieb sorgen wollten. Deshalb müssen alle echten Makler der DVAG für diesmal dankbar sein, dass sie den Etikettenschwindel beseitigt hat”, so Dr. Surminski.

Er hat Recht und trifft die Intention der Deutschen Vermögensberatung (DVAG): Es geht nicht darum, dass zwei Finanzvertriebe persönliche Fehden austragen. Auch nicht darum, dass “nachgekartet” wird. Deutlich mehr steht auf dem Spiel, nämlich das Renommée einer ganzen Branche. Da muss es Aufgabe des Marktführers sein, zu fairem und glaubhaftem Wettbewerb beizutragen.


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Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. Ralf Cormaux, 16. Dezember 2009 um 10:53 Uhr

    Der Artikel im heutigen Versicherungsjournal (http://www.versicherungsjournal.de/mehr.php?Nummer=102313) zeigt, was die Unabhängigkeit noch wert ist. Nun erfolgen die Quotenvorgaben (mindestens 25 % Swiss-Life-Produkte sollen verkauft werden). Soviel zum Thema Unabhängigkeit – die armen Berater des AWD werden doch seit der Übernahme nur noch zu Marionetten deklassiert. Das haben sie sich sicherlich ganz anders vorgestellt. Ich bin froh, mich vor 13 Jahren für die Deutsche Vermögensberaterung (DVAG) entschieden zu haben. Die interne Ruhe im Familienunternehmen DVAG mit klaren Beteiligungsverhätnissen gibt mir dank Familie Pohl die Zuversicht, auch weiterhin für das richtige Allfinanzunternehmen tätig zu sein. Mir hat weder die DVAG noch die Aachen Münchener in den 13 Jahren meiner Tätigkeit jemals eine Quote vorgeschrieben trotz des Status als gebundener Vermittler. Mein großer Dank dafür gilt der Familie Pohl.

  2. Wolfgang Reinhardt, 16. Dezember 2009 um 13:33 Uhr

    Guten Tag Herr Cormaux,

    spannender Artikel, vielen Dank. Der Wolf beginnt also, seinen Schafspelz auszuziehen! Fassen wir doch mal zusammen: Derzeit liegt der Swiss-Life-Anteil bei überschaubaren 6% und soll innerhalb von nur drei Jahren auf bis zu 25% ausgebaut werden. Das wäre dann eine Vervierfachung. Man nennt das vorsichtshalber “Zielvorgabe”, das hört sich nicht so böse an 😉 Gleichzeitig ist aber der Pressemitteilung zu entnehmen, dass die unabhängige Produktauswahl des AWD-Verkäufers gewahrt bleibt.

    Na dann ist ja gut. Man könnte sonst fast den Eindruck gewinnen, Swiss Life würde Druck ausüben.

    Aber mal unter uns: Manchmal ist dieser Marketing-Slang schwer zu ertragen. Da lobe ich mir doch die klaren und präzisen Aussagen in unserem Hause!