Man kann fast alles versichern. Wer sich dabei nicht kompetent beraten lässt, trifft schnell falsche Entscheidungen. Stehen z.B. für die Absicherung von Risiken monatlich 100 Euro zur Verfügung, neigen die meisten Menschen intuitiv dazu, zunächst einmal den Hausrat und das Auto (Kasko) zu versichern.
Doch in fast allen Fällen machen diese Werte nur einen Bruchteil desjenigen aus, der hinter der eigenen Arbeitskraft steckt. Denn nicht selten erreicht das Lebenseinkommen eines Berufstätigen die Millionen-Euro-Grenze, anschaulich dargestellt im aktuellen TV-Spot unseres Premiumpartners AachenMünchener Versicherungen.
So wird deutlich: Hausrat- und Autoversicherung können wichtig sein. Viel wichtiger aber ist es, mit einem kompetenten Berater über die Absicherung der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit zu sprechen.
Bereits am 22.2.2010 haben wir auf die dringende Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung hingewiesen. Neue Informationen hierzu liefert die Welt in ihrer Ausgabe vom 1.3.2010.
Jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Arbeitnehmer kann aufgrund von Berufsunfähigkeit nicht bis zum Renteneintrittsalter arbeiten.
Im Durchschnitt beläuft sich die staatliche Erwerbsminderungsrente auf 706 Euro im Monat, ein Betrag, der in den nächsten Jahren stark abnehmen wird, da alle nach dem 2.1.1961 Geborenen deutlich niedrigere Ansprüche haben.
Die Erwerbsminderungsrente reicht nicht zum Leben, das steht fest. Die Welt spricht von sozialem Absturz. Hinzu kommt: Eine solche Rente reicht auch nicht dafür, weiter privat Altersversorgung zu betreiben. Das heißt, auch die Altersrente wird über die BU und den damit verbundenen Einkommensverlust geschmälert.
Einen Anspruch auf gesetzliche Erwerbsminderungsrente durchzusetzen, kann schwer sein. Denn die GRV macht offensichtlich reichlich von der abstarkten Verweisung Gebrauch, erwartet also auch eine Tätigkeit außerhalb des erlernten bzw. bisher ausgeübten Berufes.
Trotz alledem haben gerade einmal 23,7 Prozent der Haushalte eine BU-Versicherung.
Es empfiehlt sich, eine solche private BU möglichst früh abzuschließen, da die Risikoprüfung aus naheliegenden Gründen “streng” ist, d.h. der Versicherungsnehmer sollte bei Abschluss möglichst gesund sein, um überhaupt Versicherungsschutz bekommen zu können. So werden 4,7 Prozent aller Anträge abgelehnt, gut 13 Prozent nur mit Ausschlüssen oder Zuschlägen angenommen.
Bleibt unterm Strich: Eine private BU-Versicherung ist Pflicht, je früher, desto besser, ganz im Sinne unseres Mottos “Früher an Später denken”.
Dr. Helge Lach ist Vorstandsmitglied der Deutschen Vermögensberatung AG mit Sitz in Frankfurt am Main.
Nach einer Ausbildung zum Versicherungskaufmann studierte er Wirtschaftswissenschaften an der Universität Köln, wo er 1995 zum Dr. rer. pol. promovierte.
Seit dem 01.01.2003 betreut er die Bereiche Marketing und Ausbildung bei der DVAG.
Dr. Helge Lach ist 49 Jahre alt, verheiratet und hat 2 Kinder.