Gutes Ergebnis

8. Oktober 2011

Ja, die Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung sinkt seit Jahren.

Ursache: Das niedrige Zinsniveau, denn Lebensversicherer legen das Geld ihrer Kunden fast ausschließlich in festverzinslichen Papieren an.

Durchschnittlich 7,37 Prozent Überschussbeteiligung waren es im Jahr 1995 noch, 7,08 Prozent im Jahr 2000, 4,28 Prozent im Jahr 2005, und für das Jahr 2010 haben die deutschen Lebensversicherer im Schnitt 4,07 Prozent Überschussbeteiligung deklariert.

Auf den ersten Blick eine unerfreuliche Entwicklung. Berücksichtigt man aber, dass die Deutschen derzeit ihr Geld überwiegend in Termin- und Sichteinlagen anlegen und dafür Zinsen von kaum mehr als 2,5 Prozent erhalten, bietet die Lebensversicherung immer noch ein richtig gutes Ergebnis – und das mit einem hohen Maß an Sicherheit und bei den meisten Verträgen steuerfrei.


Schlagwörter: ,

Kommentare für diesen Artikel (14)

  1. Eckhard Stephan, 8. Oktober 2011 um 17:55

    Eine Rendite von 4,07 Prozent ist ohne Zweifel angesichts der niedrigen Zinsen attraktiv, Herr Dr. Lach. Nur mit dem „hohen Maß an Sicherheit“ bzgl. dieser Papiere habe ich vor dem Hintergrund des sich auftürmenden Unheils an den europäischen (und US-amerikanischen) Finanzmärkten zunehmend Zweifel. Der finanzmarktpolitische Kurs, dem unsere Bundeskanzlerin derzeit so euphorisch voran stürmt, wird, wenn nicht in eine Katastrophe endend, mit Sicherheit (u.a.) unangenehme Auswirkungen auf die Werthaltigkeit der festverzinslichen Wertpapiere und damit auf Vermögensanlagen unserer Kunden haben. Es betrifft damit deren zukünftigen Lebensstandard. Werden wir, werde ich als Vermögensberater diesen möglichen Paradigmenwechsel in unserer Arbeit beim Kunden selbstbewusst (wie in den vergangenen 17 Jahren auch) meistern können?
    Grüße aus Berlin vom Vermögensberater Eckhard Stephan.

  2. Mechler, 8. Oktober 2011 um 17:58

    Eine interessanter Bericht zur Lebensversicherung über die ARD Mediathek Ratgeber Geld vom 08..11. gesehen.

  3. Dr. Helge Lach, 9. Oktober 2011 um 12:07

    @ Eckhard Stefan

    Die deutschen Lebensversicherer und hierbei insbesondere auch unser Partner AM Leben gehören weltweit zu den sichersten Finanzinstituten überhaupt. So ist z.B. deren Anteil griechischer Anleihen am gesamten Anlageportfolio durchweg minimal, teilweise bei 0%. Viel stärker betroffen sind hier die Banken, u.a. auch deutsche Banken, denen bei einem Zahlungsausfall oder einem Schuldenerlass eines oder mehrerer PIIGS-Staaten Abschreibungen z.T. in Milliardenhöhe drohen – aktuell die größte Sorge der Politik und der Zentralbanken. Deutsche Lebensversicherer sind stattdessen überwiegend in Staatstiteln aus Ländern mit sehr hoher Bonität, z.B. Deutschland, investiert. Der Ausfall deutscher Lebensversicherer wäre deshalb gleichzusetzen mit einem Zahlungsausfall dieser Ländern – gleichbedeutend mit einem Gesamtkollaps.

    Auch das niedrige Zinsniveau ist für die Lebensversicherer nicht existenzbedrohend. Es wirkt sich zwar auf die Überschussbeteiligung aus, die aber, wie im Blogbeitrag ausgeführt, im Quervergleich immer noch sehr ordentlich ist. Im Übrigen erhalten Lebensversicherer, die ja sehr langfristig anlegen, derzeit für deutsche Staatsanleihen mit 30jähriger Laufzeit durchaus bereits wieder Zinssätze von etwas über 4 Prozent.

  4. Wolfgang, 9. Oktober 2011 um 17:27

    Ein Vergleich der gänzlich daneben geht. Würde ich heute Termingeld zu erwähnten Zins von 2,5% für 2 Jahre anlegen, hätte ich mehr auf dem Konto. Würde ich Bei der Versicherung für 2 Jahre anlegen, wäre der Kontostand ??
    Deshalb: Vergleiche nie Langfristanlagen mit Kurzfristanlagen. Das dürfte sich bei Fachleuten mittlerweilen herum gesprochen haben. Oder irre ich mich da ?
    Bei den Staatsanleihen ergibt sich bei 4,75% Zins aber eien Rendite von 2,74% Das dürfte den Sparer mehr interessieren als Bruttozins.
    Zum Nachlesen:
    http://www.deutsche-finanzagentur.de/fileadmin/Material_Deutsche_Finanzagentur/PDF/Aktuelle_Informationen/kredit_renditetabelle.pdf

  5. Tim Wolff, 11. Oktober 2011 um 08:53

    @Wolfgang – Du irrst.
    einige Lebensversicherungen, wie auch die AM bietet eine Art Tagesgeldkonto – mit attraktiven Zinsen OHNE Risiko. Wer bekommt den heute noch 2,5% aufs Tagesgeld – doch meist nur NEUKunden. Und Bestandskunden bekommen für ihre Treu nix!
    Leider scheint das die meisten nicht zu stören. Ich finde es nicht richtig
    TW

  6. Wolfgang, 11. Oktober 2011 um 12:50

    @ Tim Wolff

    Ich bitte Dich… aber doch nicht per Anno. Verwechsle die Kondition nicht mit 5 Jahres – Verträgen.

  7. Daniel, 12. Oktober 2011 um 17:58

    Sehr geehrter Herr Dr. Lach,

    grundsätzlich stimme ich Ihrer Ansicht voll zu.

    Wäre da nicht ein entscheidender Haken!

    Die Aachen Münchener LV z.B. mit der Basis Rente Strategie No.1
    weist eine Verwaltungskostenquote von 15,3% p.a. aus.
    Die Frage für mich als Kunde stellt sich nun: welche Strategie
    wird verfolgt? Offensichtlich nur die der AMV bzw. der DVAG und
    und besonders die der Generali, die die AMV LV AG per Gewinn-
    abführungsvertrag zur Cashcow des Konzerns macht.

    Folglich: Finger weg von AMV Produkten und günstigere/bessere
    Anbieter suchen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Daniel
    (Auch studierter Wirtschaftswissenschaftler)

  8. Dr. Helge Lach, 13. Oktober 2011 um 09:42

    @ Daniel

    Die Verwaltungskostenquote der AM Leben liegt nachweislich unter dem Marktdurchschnitt (sh. Blogbeitrag vom 10. Dezember 2010). Im Übrigen sind Lebensversicherer von Gesetzes wegen dazu verpflichtet, über 90 Prozent ihrer Überschüsse an die Kunden auszuschütten. Ihre Aussage, die AM Leben wäre die cash cow der Generali, ist insoweit nicht haltbar bzw. falsch.

  9. Daniel, 13. Oktober 2011 um 15:47

    Sehr geehrter Herr Dr. Lach,

    Ihre heutigen Ausführungen in Bezug auf die Überschussverwendungsquote
    möchte ich nicht anzweifeln.

    Bezüglich der Verwaltungskosten ist Ihre Darstellung natürlich vertriebsfördernd positiv. Nur sollte man sich doch an den Besten
    der Branche messen.

    Zu Ihrer Ansicht, dass meine Aussage falsch wäre, rechnen Sie doch
    selbst einmal nach:

    Basis Rente Strategie No. 1 (kein Kollektivtarif)
    Eintrittsalter: 29 männlich
    Monatsbeitrag: € 300,00
    Laufzeit: 38 Jahre bis zum 01.08.2049
    Beitragssumme: € 135.900,00
    Abschlusskosten: € 5.040,00
    Verwaltungskosten: € 550,80 p.a

  10. Dr. Helge Lach, 13. Oktober 2011 um 15:50

    @ Daniel

    Wir brauchen uns nicht mit den Besten der Branche zu messen. Wir sind mit großem Abstand die Nummer 1 am Markt.

  11. Dr. Rudolf Berger-Rossa, 13. Oktober 2011 um 15:51

    @Wolfgang:

    Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich Ihren Beitrag überhaupt kommentieren sollte. Aber ich tue es:

    Ihre Aussage: “Bei den Staatsanleihen ergibt sich bei 4,75% Zins aber eine Rendite von 2,74%” ist falsch, weil nicht vollständig.

    Richtig ist: “Bei den Staatsanleihen ergibt sich bei 4,75% Zins und einem Kaufkurs von 139,56 Euro am 9. 10. 2011 und einer Fälligkeit am 4. 7. 2040 eine Rendite von 2,74%”. Das das so ist, ist reine (Finanz-)Mathematik!

    Meine Bitte an Sie – und das ist sehr ernst und auf keinen Fall böse gemeint: “Fragen Sie einen Fachmann Ihres Vertrauens oder/und lernen Sie es von ihm, wie es gerechnet wird.”

    @Alle:

    Durch solche “Kommentare” kommt es leider immer wieder dazu, das Menschen, die das Thema wirklich interessiert, verunsichert werden, auf falsche Ratgeber hören und folglich Nachteile in Kauf nehmen müssen.

    Übrigens, die obige (niedrige) Rendite hat nur der, der aktuell über die Börse einsteigt. Wer zum Emissionszeitpunkt gekauft hat, hat im obigen Beispiel natürlich eine Rendite in Höhe von 4,75%.

    Freundliche Grüße

    Dr. Rudolf Berger-Rossa
    - Vermögensberater -

  12. Wolfgang, 13. Oktober 2011 um 23:01

    @Dr. Rudolf Berger-Rossa
    ich brauch nicht lange mit mir ringen um Ihnen zu schreiben, dass Sie meinen Beitrag erst bei den letzten zwei Zeilen zu lesen begonnen haben.
    Ic hhabe heir keien Aussage gemacht, sondern die Tabelle zum lesen gebloggt. Die Zahlen habe ich übernommen.
    Machen Sie sich doc hmal die Mühe und lesen von anfang an. Ich kenne keinen Finanz / Vermögensberater, der eine Lebensversicherung mit einem Termingeld oder Sichteinlage vergleicht. Sie vielleicht ??
    Posten sie doch gleich noch den Beitrg von @ Daniel mit. Die Berechnung auf Rendite dürfte für Sie ja nicht schwer sein, nach dem was Sie mir schon als Belehrung gaben.
    Gerne lese ich Ihren Beitrag.

  13. Frank Schmidt, 14. Oktober 2011 um 07:56

    @ Daniel

    Und was kommt am Ende raus? Ist das nicht das Entscheidende?

    MfG
    FS

  14. JoMa, 14. Oktober 2011 um 14:15

    @ JoMa / Anastasia – wir haben Sie bereits freundlich darauf hingewiesen, dass wir ein “Trollwesen” in unserem Blog nicht länger akzeptieren. Bitte suchen Sie sich doch nur einen Namen aus, unter dem Sie posten: vielleicht auch – im Interesse aller Teilnehmer – sogar Ihren richtigen.

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist deaktiviert.