Versicherungswerbung in Kontoauszügen

6. Oktober 2010

Die Idee ist naheliegend: Warum nicht als Bank die Kontoauszüge der Kunden als Werbung für Versicherungen nutzen?

So geschehen bei der Volksbank Gronau. Diese hat die Kontoauszüge ihrer Kunden “durchsucht”, und den Kunden, von deren Konto der Beitrag für eine Wohngebäudeversicherung abgebucht wurde, als Werbung auf dem Kontoauszug eine Elementarschadendeckung der R+V angeboten (siehe Versicherungsjournal vom 04.10.2010). Zwischenzeitlich wurde die Aktion wohl eingestellt.

Der gesamte Vorgang erinnert an Fälle, die wir in einem der allerersten Beiträge in unserem DVAG Unternehmensblog (4. Juni 2009) dargestellt haben und die danach in zahlreichen Kommentaren diskutiert wurden.


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Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Dipl.ING.Eugen VESA, 6. Oktober 2010 um 11:55

    Anmerkung des Moderators: Der Kommentar wurde aufgrund des fehlenden Themenbezugs gelöscht, vielen Dank für Ihr Verständnis.

  2. Marcel H. Costin, 7. Oktober 2010 um 00:03

    Hallo liebes Volk,
    gegen Werbung auf Kontoauszügen spricht generell nichts. Sogar auf dem Zapfhahn an der Tankstellen-Zapfsäule gibt’s Werbung oder auf der Rückseite der Kinokarte. Warum hat noch nie jemand daran gedacht auf Klopapier Werbung zu drucken? Z.B. für Wundcreme…. ganz sicher kein Griff ins Klo. ;-)

    Das Problem ist viel mehr wie die sehr individuelle Werbung auf die Kontoauszüge hinkommt. Konten des Volkes systematisch zu analysieren um einen Wettbewerbsvorteil zu gewinnen, verstößt gegen das Datenschutzgesetz. Wenn Dinge dieser Art passieren sollen, willigt das Volk in der Regel wenigstens vorher schriftlich ein. Auch das ist hier nicht der Fall.

    Die beste Werbung ist nach wie vor die Empfehlung einer zufriedenstellenden Serviceleistung!

    Übrigens, wer seine Kunden anständig (und ganz offiziell) analysiert und interviewt, der weiß was seinen Kunden fehlt und welchen Bedarf sie haben. Sie sagen es einem und geben im optimalen Fall den Auftrag diesen zu decken. Eine umfangreiche Betreuung und regelmäßigen Kontakt zum Kunden sichert die Bedarfsdeckung auch in Zukunft zeitnah. So etwas gibt’s beim Vermögensberater Ihres Vertrauens! :-)

    Mit besten Grüßen,
    Ihr/Euer Marcel H. Costin
    - Vermögensberater des Volkes -

    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059

    In freundlicher Zusammenarbeit mit
    Gilliand & Collegen Rechtsanwälte

  3. Jürgen Z., 7. Oktober 2010 um 08:21

    Hallo,

    jeder, der sich schon einmal mit einem Banker intensiv unterhalten hat, wird

    wissen, das diese Methoden noch “harmlos” sind. ;-) ;-)

    Datenschutz ist meist nur ein “zahnloser Tiger ” !

    Freundliche Grüße,

    Jürgen Z.

  4. Franz, 7. Oktober 2010 um 09:51

    Für die Sparkassen sind wir Kunden “gläsern”. Sie wissen, wo wir einkaufen, was wir in unserer Freizeit machen, wohin wir in Urlaub fahren, was wir zum geburtstag verschenken usw. Dass dieses Wissen systematisch abgegriffen, ausgewertet und für vertriebliche Aktivität genutzt wird, ist schlichtweg eine Sauerei. Wo bleiben denn hier die Verbraucherschützer?

  5. Norbert Balzer, 8. Oktober 2010 um 23:54

    … zeige mir Deinen Kontoauszug und ich sage Dir wer Du bist ;-)