Altersversorgung ja, aber wie?

17. Juli 2010

Interessant zu lesen war die “WELT AKTUELL” vom 13. Juli 2010.

Interessant deshalb, weil derzeit – aus Sorge vor Inflation – viele Kapitalanleger Immobilien erwerben, die als inflationsfest gelten. Die WELT schreibt dazu auf Seite 5: “Magere Renditen mit Wohneigentum. Die Immoblienpreise sind langsamer als die Inflationsrate gestiegen.”

Dies zeigt: Auch der Erwerb fremdgenutzter Immobilien als langfristige Kapitalanlage und Altersversorgung muss nicht unbedingt sinnvoll sein, auch nicht bei Inflation.

Auf Seite 7 der WELT dann die Headline: “Lebensversicherer verlieren Ansehen. Verbraucher fliehen aus Policen. Finanzkrise macht den Anbietern zu schaffen.” Weiter unten dann: “Im Schnitt schrieben die Anbieter ihren Kunden 4,33 Prozent gut – ein Wert, der deutlich über den Renditen alternativer Anlageformen liegt.”

Wünschenswert wäre eigentlich gewesen, dass in einer namhaften Zeitung wie der WELT beide Themen in einem Beitrag zusammen dargestellt werden. Denn dann wäre deutlich geworden, dass die Lebens- und Rentenversicherung trotz aller Versuche, sie kaputt zu schreiben, mit die beste Basis einer sicheren und gleichermaßen rentierlichen Altersversorgung ist.

Eine Erkenntnis, die für Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung im Rahmen ihrer Beratungsgespräche selbstverständlich ist.

Und ganz nebenbei: Eine Immobilie macht richtig viel Arbeit. Eine private Lebens- oder Rentenversicherung dagegen allenfalls einmal im Jahr bei Anfertigung der Steuererklärung. :-)


Kommentare für diesen Artikel (7)

  1. Sven Keunerz, 17. Juli 2010 um 17:27

    @ DVAG

    Allerdings sollte der Normalsparer welche 100 € monatlich 35 Jahre in Ihre LV-Verträge “spart” wissen, daß er minimum 3000 € “Kosten” nur für die DVAG auf die 42.000 € Vertragssumme entrichtet. Die AM möchte zusätzlich auch noch einen ordentlichen Happen ?

    Das sind Grundsteuer und Gebühren auf eine Immobilie auf einmal wenig.
    Die 6% Ratenzahlungszuschlag pro Jahr bei monatlicher Zahlung…………..drücken wir doch ein Auge zu. Oder ?

  2. M. S., 17. Juli 2010 um 23:00

    @ Sven Keunerz

    Selbst wenn diese von Ihnen in den Raum geworfene Zahl stimmen sollte., so sind dies im Monat gerade mal 6,94 Euro. Entspricht so ganz grob dem Ausgabeaufschlag für Investmentfonds. Und da in den Investmentprodukten der AachenMünchener keine zusätzlichen Ausgabeaufschläge anfallen, sehe ich in Ihrer Argumentation keinen Nachteil.

  3. Ralf Gottfried, 17. Juli 2010 um 23:01

    Lieber Sven,

    jeder Kunde bekommt von seinen Vermögensberater die Kosten für den Vertrag bei Vertragsabschluss in schwarz auf weiß.

    Klar sind kosten vorhanden für den Kunden, in jeder Branche ist auch die Arbeitskraft des Menschen als Kostenfaktor einberechnet. Ein Auto kosten ja nicht nur wegen der Materalien soviel. Da sind auch die Arbeitsstunden mit einberechnet. Sie gehen doch auch nicht für 0€ arbeiten oder?

    Die Frage ist nur ob dem Kunden das Geld wert ist das er ausgibt.

    Preis-Leistung muss gegeben sein. Ein Kunde bei der DVAG bekommt ja Leistung in der Allfinanz, dass heißt das er wo anderst auch finanzielle Vorteile erzielen kann,die er bei keiner normalen Versicherung oder Bank bekommen würde.

    Schönen Sonntag

  4. Wolfgang Stadler, 18. Juli 2010 um 20:19

    Gerne stelle ich auch heute meine Frage und hoffe auf eine kompetente Antwort von Herrn Keunerz:

    Kunde A spart 30 Jahre lang 100 Euro in einen Sparbrief ohne Kosten mit 4%. Zins p.a..
    Kunde B spart 30 Jahre lang 100 Euro mit mtl. 15 Euro Kosten in eine fondsgebundene Rentenversicherung mit 5% Wertentwicklung p.a.

    Wer hat am Ende mehr?
    Nach Beantwortung der Frage werde ich näher auf Ihre Kostenargumentation eingehen. Schönen Abend

  5. Frank Schmidt, 19. Juli 2010 um 15:00

    @ Wolfgang Stadler

    Ich warte ja schon ein Weilchen, aber der Angesprochene antwortet nicht, daher mache ich das mal. Richtig, der mit den 5% Zinsen hat nach 30 Jahren ca. 843€ mehr.
    Er erlangt den Vorteil aber erst nach 28 Jahren!! 28 Jahre lang hat der mehr auf dem Konto, der der kostenfrei 100€ zu weniger Zinsen anlegt.

    Also wenn Sie mich fragen, da in 30 Jahren viel passieren kann, würde ich die geringeren Zinsen vorziehen und die Versicherung in die Wüste schicken.

    MfG
    Frank Schmidt

  6. Wolfgang Stadler, 19. Juli 2010 um 16:13

    Sehen Sie, Herr Schmidt – das ist Ansichtssache. Aber Respekt, Sie scheinen mit dem Taschenrechner umgehen zu können…

    Zu Ihrer Aussage, dass der Effekt erst nach 28 Jahren eintritt nun meine Gegenthesen:

    - es ist gerade der Anreiz wichtig, Verträge langfristig durchzuhalten und nicht für Konsum zu verfrühstücken
    - es wurden zwei vollkommen unterschiedliche Produkte von mir gewählt (Sparbrief, Fondspolice) – wenn Sie nun hergehen und eine Fondspolice mit einem reinen Fonds vergleichen und dabei in regelmäßigem Abstand einen Fondstausch mit einrechnen, fressen Abgeltungssteuer (auch auf Dividenden) sowie Tauschgebühren diese 28 Jahre sehr schnell auf und der Vorteil kommt wesentlich früher zum Tragen
    - hält der Kunde die 30 Jahre durch, wird er mit der Ertragsanteil besteuert, die es bei Zinseinkünften aus o.g. Sparbrief oder einem Fonds NICHT gibt
    - der Kunde kann den Vertrag z.B. über Riester/Rürup fördern und somit Steuer-/Zulagenvorteile mitnehmen, das geht bei einem Fonds auch nicht

    Offen gesagt, die Sonne scheint – ich schlage folgende (für mich persönlich) abschließenden Worte vor: wer nur auf Pferd setzt, hat verloren, wenn das Pferd zu hinken beginnt. Darum hier ein bisschen, dort ein wenig… dazu gehört sicherlich auch die (eigene) Immobilie… aber halt auch eine (bedarfsorientierte) Rentenversicherung.

    herzliche Grüße aus Beilngries am schönen Rhein-Main-Donau-Kanal – beim Joggen frühmorgens würden mir sicherlich noch 100 Argumente einfallen ;-)

  7. Frank Schmidt, 19. Juli 2010 um 20:09

    @ Wolfgang Stadler

    Über das Für und Wider von Rentenversicherungen und Fonds, über den Sinn von Riester- und Rüruprenten, können wir uns auch später und an anderer Stelle unterhalten. Daher schließe ich mich vollumfänglich Ihrem Schlußwort an.

    MfG
    Frank Schmidt