DVAG Unternehmensblog

02. Februar 2010

DVAG meint: Unzumutbar

Die Regulierung des Vermittlermarktes ist inzwischen so weit überzogen, dass selbst die Politik einräumt, teilweise über das Ziel hinaus geschossen zu sein. So bedarf es z.B. zur Zeit für die Vermittlung einer Riester-Rente und die Dokumentation des Beratungsgespräches im Rahmen unserer Beratung aufgrund gesetzlicher Vorschriften 6 Unterschriften und 42 Seiten Papierausdruckes.

Zum 1. März 2010 steht nun die nächste “Kapriole” an: Versicherungsvermittler müssen auf ihren Visitenkarten nicht mehr nur die Anschrift des Ombudsmannes angeben, sondern auch die Gebühren (Festnetz und Mobil), die dem Kunden durch Anruf beim Ombudsmann entstehen.

Es ist inzwischen so weit, dass Visitenkarten von Versicherungsvermittlern jegliche “Symphatie” verloren haben und stattdessen aussehen, wie das Kleingedruckte in Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Bleibt für alle Beteiligten die Hoffnung, dass der Kunde zukünftig auf der Suche nach seinem Berater vor lauter Information nicht dessen Telefonnummer mit der des Ombudsmannes verwechselt. Denn das würde zu einer weitgehenden Verzerrung der Beschwerdestatistiken des Ombudsmannes führen, diesem aber ein deutlich weiter gehendes Bild über das Aufgabenspektrum von Versicherungsvermittlern nahebringen. ;-)

Natürlich haben wir die neue Vorschrift für unsere Vermögensberater längst umgesetzt. Kopfschütteln bleibt dennoch, nicht nur bei uns.

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13 Antworten zu “DVAG meint: Unzumutbar”

  1. @ R. Cormaux:
    Manchmal fasst man sich echt an die Stirn, oder ?! Jede dumme Werbung darf gezeigt werden (“Festnetz …, mobil viiel höher”) und wir dürfen mal wieder “Volksvertreter”-Wünsche umsetzen … Echt albern ! Aber gucken Sie mal genau auf Ihre ziemlich neuen Karten ! Ich habe vor einigen Wochen neue bekommen und da steht schon alles richtig drauf ! Danke Zentrale für’s “früher wegen später schon mal draufdrucken” !!!

    Ich drücke möglichst vielen “Glückspilzen” die Daumen ;o)

  2. @ Wolfgang Stadler

    Vollkommen richtig. Die schwarzen Schafe der Branche sichern sich durch die Beratungsprotokolle noch mehr ab. Volltreffer der Verbraucherschützer, oder? Da wir Berater auch Verbraucher sind, wollten die Schützer sicher einmal die Seite wechseln und dieses Mal die Vermittler schützen. :)

    @ Wolfgang Reinhardt

    Verwirrt bin ich auch. Aber wenn es immer noch keine Steuererklärung auf dem Bierdeckel gibt, wie vor Jahren angekündigt, warum dann nicht einfach raus aus dem Amt und den Rest der Bevölkerung durch den Bürokratieaufbau auch noch zumüllen. So gewöhnen wir Bürger uns mehr daran.

    Grüße aus Willich
    Ralf Cormaux

  3. Von Wolfgang Reinhardt am 10. Februar 2010 um 12:17

    Ich fordere: Jeder Volksvertreter, der mit dem Thema Verbraucherschutz zu tun hat, wird verpflichtet, ein (natürlich unentgeltliches) Praktikum in einer Direktion oder Geschäftsstelle beim Branchenführer DVAG abzuleisten!

    Wäre doch hilfreich, wenn der Politiker mal einen Kunden kennen lernt, oder?

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