Erwähnenswert ist die aktuelle Meldung, nach der die Formaxx AG ihren Aufsichtsrat um drei Mitglieder erweitert hat, einer davon Vorstand der Signal Iduna, ein weiterer Vorstand des Deutschen Rings.
Damit manifestiert sich das, was in der Branche längst kein Geheimnis mehr ist: Offensichtlich sind an der Formaxx einige Versicherer mit größeren Paketen beteiligt, denn wer anders als die Kapitalgeber wachen im Aufsichtsrat darüber, was mit den investierten Geldern geschieht.
Damit fällt der Anspruch der Qualitätsoffensive mit unabhängiger Beratung, mit der Formaxx angetreten ist und sich von anderen Finanzvertrieben abheben wollte, in sich zusammen.
Genauso wie die von Formaxx-Vertriebsvorstand Jörg Jacob gemachte Aussage: “Was Formaxx in den letzten beiden Jahren für die Qualität der Finanzberatung getan hat, ist vergleichbar mit der Entschlüsselung der DNA in den Naturwissenschaften”.
Große Worte! Erstaunlich, dass Formaxx auch nach eineinhalb Jahren Geschäftstätigkeit bis heute keine Umsatzzahlen veröffentlicht hat.
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Im Rahmen meines Hochschulstudiums habe ich auch eine Arbeit über das Thema der Kompositversicherungen (umgangssprachlich Sachversicherungen) geschrieben. In dieser Arbeit ging es u.a. auch um die “Vermögenssicherungspolice” der AM-Vers.
Auch hier ist anzuerkennen, dass die AM-Vers als erste auf dem deutschen Versicherugnsmarkt das Thema der Differenzdeckungen für den privaten Verbraucher entwickelt UND erfolgreich in den Markt eingeführt hat. Heute wird dieses Instrument beispielsweise von der AXA genutzt, allerdings zu noch immer schlechteren Konditionen als bei der AM-Vers.
Wie mir aufgrund einer Vorlesung von Prof. T. noch in Erinnerung ist, ist die Badenia unter den großen Bausparkassen die einzige, welche bei Vertragsänderungen IMMER die bisherig erreichte BWZ in voller Höhe überträgt.
Gerade in einer Zeit, in der sich alles schneller Verändert als jedem einzelnen lieb ist, halte ich solche flexiblen Produkte für bedeutend sinnvoller, als einen BSV, welcher 0,5% mehr Verzinsung bringt.
@ Schweizer:
Ihre Frage nach Produkten, mit denen wir dem Markt um Längen voraus waren habe ich ja bereits ausführlich beantwortet – Herr Lach ist dabei sogar auf die Wunschpolice eingegangen – ein anderes Beispiel wäre die Gesundheitspolice der Central mit Optionsrecht sowie Nachversicherungsgarantie bei Verlust von Leistungen der gesetzlichen KV.
Ihre Argumentation, dass Makler rein logisch einem gebundenen Vermittler überlegen sein müssen, stimme ich in der Theorie VOLLKOMMEN zu – leider ist´s in der Praxis meist doch wieder anders, viele Makler sind Verbänden angeschlossen, an denen große Versicherungskonzerne maßgeblich beteiligt sind bzw. verkaufen nach dem Prinzip “höchste Provision” und nicht “bestes Produkt”. Jeder, der von Maklern betreute Kunden gesehen hat, wird mir zustimmen.
Also – in der Theorie hat Herr “Schweizer” Recht – die Praxis sieht anders aus.
Da ist´s doch schön, dass unser Kunde von Anfang an weiß, mit wem wir zusammenarbeiten…
schönen Sonntag noch – ach ja @ Dr. Lach – bis morgen, freu mich schon
Danke für die differenzierte Antwort. Da haben Sie natürlich Recht, dass Makler in der Praxis auch mal gerne nach Provision und nicht nach Qualität verkaufen.