Archiv für November 2009

Wir sind dann mal weg …

Montag, 30. November 2009

… so die WirtschaftsWoche vom 23. November zum Thema: “Flucht aus der gesetzlichen Sozialversicherung”.

Einige Fakten aus dem sehr lesenswerten Beitrag:

  1. Von der gesetzlichen Sozialversicherung erwarten die heute 30-Jährigen nichts mehr.
  2. Die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen rechnet damit, später nicht mehr als 30 bis 40 Prozent des Bruttogehaltes aus der staatlichen Rentenkasse zu erhalten.
  3. Die Rendite aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird für die heute Geborenen negativ sein, d.h. noch nicht einmal die eingezahlten Beiträge werden für Rentenzahlungen zur Verfügung stehen.
  4. Auf 1.700 Milliarden Euro wird sich der Schuldenberg Deutschlands Ende 2009 belaufen, eine Hypothek ohne gleichen für zukünftige Generationen.
  5. Viele junge Menschen meiden inzwischen sozialversicherungspflichtige Berufe und weichen in die Selbständigkeit aus.
  6. Die Zahl der Selbständigen ist in den letzten 10 Jahren von 3,5 auf 4,5 Millionen gestiegen.
  7. Immer mehr Menschen wechseln von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung. Waren es  1993 noch 132.000, wechselten 2003 schon 186.000 Menschen in die PKV.
  8. 30.984 Personen wollten im Jahr 2007 die gesetzliche Rentenversicherung verlassen und stellten einen Antrag auf Beitragsrückerstattung.

Zusammengefasst: Die Skepsis der Bürger und vor allem der Jüngeren gegenüber der gesetzlichen Sozialversicherung ist groß, aus gutem Grunde. Viele suchen nach Alternativen.

Es wartet also viel Arbeit auf die Vermögensberater der DVAG, um den Menschen aufzuzeigen, was mit privater Vorsorge erreicht werden kann.

DVAG nochmals zur ERGO

Sonntag, 29. November 2009

“Die Victoria Lebensversicherung nimmt kein Neugeschäft mehr auf – und wird damit zum größten Abwicklungsfall der Geschichte”, so die Financial Times vom 26. November 2009.

Beruhigen wird das Kunden mit Victoria-Verträgen vermutlich nicht. Zunächst werden sie mittelfristig anteilig von den Kostengewinnen profitieren, die dadurch enstehen, dass keine Abschlussprovisionen mehr gezahlt werden. Andererseits hat ein Versicherer in Abwicklung vermutlich nur noch wenig Interesse daran, mehr Überschussbeteiligung zu deklarieren als unbedingt nötig. Denn die ist in erster Linie für die Gewinnung neuer Kunden relevant. Hinzu kommt, dass das Volumen stiller Reserven, von denen Bestandskunden im Rahmen einer Abwicklung langfristig profitieren könnten, bei der Victoria Leben gering sein dürfte.

Alles in allem wäre es nicht erstaunlich, wenn viele Kunden der Victoria Leben ihre Lebensversicherungen beitragsfrei stellen, da die Renditeerwartungen bei anderen Lebensversicherern deutlich höher einzuschätzen sind.

Damit zeigt sich, dass die Beendigung einer Mehrmarkenstrategie, wie sie ERGO bisher verfolgt hat, im Nachgang jede Menge Detailprobleme aufwirft. Umso wichtiger, dass die Vermögensberater der DVAG auf Stabilität in den Beziehungen zu ihren Partnergesellschaften vertrauen dürfen, denn ausdrücklich hat sich die Generali Deutschland dazu bekannt, die Marken der Versicherer, mit denen wir zusammenarbeiten, unangetastet zu lassen. Beste Berufschancen also!

DVAG zu: Abschlussprovision in KV

Samstag, 28. November 2009

“Provisionen kommen auf den Prüfstand. Teurer Wechsel der Krankenversicherung”

so, die “Headline” in einem Beitrag der Financial Times vom 20.11.2009.

Was steckt dahinter? 

Die Abschlussprovision in der Krankenversicherung führt zu Umdeckungen, ohne dass der Kunde hiervon profitiert. Helfen sollen: Bessere Qualifikation der Berater; längere Provisionshaftzeiten; Verzicht auf überhöhte Abschlußprovision. So die plakativen und, so meine ich, undifferenzierten Aussagen in der FTD.

Wichtige Aspekte fehlen im Bericht:

  1. Der in Konkurs gegangene Finanzvertrieb MEG belegt: Gerade die Versicherer tragen große Verantwortung, denn sie sind es, die in diesem Fall bis zu 16 (!) Monatsbeiträge Provision gezahlt haben. Neugeschäft um jeden Preis, so etwas muss Missstände auslösen!
  2. Der Fall MEG zeigt auch: Längere Provisionshaftzeiten helfen nicht, denn nach dem Konkurs der MEG werden die noch ausstehenden Provisionen vermutlich nicht mehr auftauchen und unweigerlich die nächste Beitragsanpassung noch höher ausfallen lassen. Den Schaden haben die Bestandskunden. 
  3. Es sind wieder nur einige wenige, die ein jahrzehntelang bewährtes Vergütungsmodell ins Wanken bringen. Denn systematisch umdecken kann nur der Mehrfachvertreter / Makler, der mit mehreren KV-Unternehmen zusammenarbeitet und je nach Vorversicherung des Kunden beliebig nach dem Versicherer Ausschau hält, der ein vermeintlich günstigeres (oft nur hoch verprovisioniertes) Angebot bereit hält.
  4. Nicht betroffen ist die immer noch mit Abstand größte Vermittlergruppe, die der gebundenen Vermittler, zu denen auch die DVAG mit ihren Vermögensberatern gehört. Weder werden dort derart überhöhte Provisionen bezahlt, noch hat der gebundene Vermittler die Möglichkeit, sich beliebig und von Fall zu Fall an denjenigen Versicherer zu wenden, der die höchste Provision zahlt. Ein “Umdeckungs-Hin-und-Her” ist hier also überhaupt nicht möglich.

Wieder einmal zeigt sich: Einige wenige richten Schaden an und sogleich wird der Gesamtmarkt mit all denjenigen, die kundenorientiert, ehrlich und seriös arbeiten, in Frage gestellt.

Viel besser wäre, wenn die betroffenen Versicherer bei der Auswahl ihrer Vertriebspartner vorsichtiger und wählerischer wären und nicht um jeden Preis Neugeschäft am Markt einkaufen.

Dann müssen weder die Qualifikation der gesamten Vermittlerschaft, die Provisionshaftzeiten oder das Vergütungsmodell in der Krankenversicherung insgesamt in Frage gestellt werden.

Grotesk

Freitag, 27. November 2009

Gelegentlich traut man beim Lesen den eigenen Augen nicht: 500 Millionen Euro könnten Privatanleger verloren haben, die ihr Geld der gerade (betrügerisch) in Konkurs gegangenen “X1 Fund Allocation” anvertraut haben. Das Geld war unter anderem in Hedge Fonds angelegt, die auf den britischen Jungferninseln registriert waren.

Wenn man verkürzt denkt, könnte man jetzt natürlich wieder laut nach dem Staat und nach Regulierung von Vertriebsfirmen wie  X1 Fund Allocation rufen. Andereseits frage ich mich schon, mit wie viel Leichtsinn und Gutgläubigkeit doch der eine oder andere Privatanleger unterwegs ist.

Dennoch meinen wir als DVAG: Wenn schon Missstände im Finanzvertrieb auf die politische Agenda genommen werden, dann bitte Fälle wie dieser.

Auch dieser Fall bestätigt wieder, wie kundenorientiert die Strategie der DVAG ist: Vollständiger Verzicht auf das Angebot von Zertifikaten, geschlossenen Fonds und sonstigen Produkten des grauen Kapitalmarktes. So muss kein Kunde unserer Vermögensberater Sorge vor einem Totalverlust seiner von uns vermittelten Anlagen haben. Beruhigend!

DVAG zu Formaxx

Donnerstag, 26. November 2009

Erwähnenswert ist die aktuelle Meldung, nach der die Formaxx AG ihren Aufsichtsrat um drei Mitglieder erweitert hat, einer davon Vorstand der Signal Iduna, ein weiterer Vorstand des Deutschen Rings.

Damit manifestiert sich das, was in  der Branche längst kein Geheimnis mehr ist: Offensichtlich sind an der Formaxx einige Versicherer mit größeren Paketen beteiligt, denn wer anders als die Kapitalgeber wachen im Aufsichtsrat darüber, was mit den investierten Geldern geschieht.

Damit fällt der Anspruch der Qualitätsoffensive mit unabhängiger Beratung, mit der Formaxx angetreten ist und sich von anderen Finanzvertrieben abheben wollte, in sich zusammen. 

Genauso wie die von Formaxx-Vertriebsvorstand Jörg Jacob gemachte Aussage: “Was Formaxx in den letzten beiden Jahren für die Qualität der Finanzberatung getan hat, ist vergleichbar mit der Entschlüsselung der DNA in den Naturwissenschaften”.

Große Worte! Erstaunlich, dass Formaxx auch nach eineinhalb Jahren Geschäftstätigkeit bis heute keine Umsatzzahlen veröffentlicht hat.

DVAG zu “Immer älter, immer weniger”

Donnerstag, 26. November 2009

Eigentlich kennt sie fast jeder: Die immer wieder thematisierten Alterspyramiden der deutschen Bevölkerung, die mahnend signalisieren, dass die Bevölkerung schrumpft und immer älter wird.

Professor Eckart Bomsdorf hat im Kölner Stadtanzeiger vom 19. November 2009 (Seite 2) das Thema aufgegriffen und die dramatische Entwicklung mit Zahlen hinterlegt:

  1. Bis zum Jahr 2060 steigt der Anteil der über 60-Jährigen von heute 26% auf dann rund 40%.
  2. Die Anzahl der heute in Deutschland lebenden rund 4 Millionen über 80-Jährigen wird sich in den nächsten 40 bis 50 Jahren auf rund 10 Millionen Menschen mit diesem Alter erhöhen.
  3. Während gegenwärtig in Deutschland ungefähr 5.500 Menschen älter als 100 Jahre sind, werden es im Jahr 2060 mindestens 60.000 sein.
  4. Heute geborene Jungen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von mindestens 85 Jahren. Bei Mädchen liegt sie sogar bei 90 Jahren.
  5. Ohne Nettozuwanderung hat Deutschland im Jahr 2050 nur noch 64,4, im jahr 2060 sogar nur noch 58,2 Millionen Einwohner.

Eines steht fest: Die gesetzliche Rentenversicherung mit ihrem Umlagesystem, das über die Erwerbstätigen – also die jüngeren Bürger – finanziert wird, steht erst am Anfang ihrer Probleme. Und selbst, wenn zugunsten stabiler Sozialabgaben auf Beitragssatzerhöhungen verzichtet wird: Der steuerfinanzierte Staatszuschuss wird dann weiter anwachsen müssen und so auf diesem Wege die Abgabenlast der Bürger erhöhen.

Summa summarum: Ohne private Altersversorgung geht gar nichts. Je früher, desto besser. Und am Besten mit Hilfe eines Vermögensberaters der DVAG, denn der kennt sich bestens aus.

Honorarberatung: BVK meldet sich zu Wort

Mittwoch, 25. November 2009

Die Diskussion um die Honorarberatung setzt sich fort. Nun hat sich der durchaus einflußreiche und mitgliederstarke Bundesverband der Versicherungskaufleute (BVK) zu Wort gemeldet. Dazu ein Auszug aus der Financial Times Deutschland vom 20.11.2009:

Michael Heinz, Präsident des BVK: “Die Kunden wollen keine Honorarberatung”, sagt er. Heinz hält die Förderung der Honorarberatung für einen “unsinnigen Eingriff in einen funktionierenden Markt”. Die Diskussion hätten in erster Linie die Verbraucherzentralen angeschoben. “Sie wollen ihre Versicherungsberatung auf Kosten des Steuerzahlers massiv ausweiten”, sagt Heinz. Zum bundesweiten Ausbau ihres Beratungsangebots hätten sie Verbraucherschutzministerin Aigner bereits um einen zweistelligen Millionenbetrag gebeten. Gleichzeitig kassierten sie bei der Beratung auch noch beim Kunden ab, kritisiert Heinz. Rund 150 Euro koste die Beratung jährlich. Die Qualität der Beratung lasse indes zu wünschen übrig. “Die Mitarbeiter beraten heute über Staubsauger und morgen über Versicherungen”, sagt Heinz. Im Gegensatz zu Vermittlern könnten sie ohne Abschluss einer Vermögensschaden-Haftpflichtpolice, ohne jede Sachkundeprüfung und Verpflichtung zur Dokumentation arbeiten.

Dem haben wir als DVAG nichts hinzuzufügen.

Meinungsbildung…

Dienstag, 24. November 2009

Für mich überraschend meldet sich in der Süddeutschen Zeitung vom 23.11. mit Mark Roach ein Gewerkschafter zur Situation bei Finanzvertrieben zu Wort.

Sein erster Befund: Der Vertriebsdruck in den Banken ist weiter hoch und die Ausbildungsbemühungen werden zurückgefahren. All dies verhindert kundenorientierte Beratung. Es ist anzunehmen, dass Herr Roach dies aufgrund seiner Position fundiert beurteilen kann.

Weiter äußert er sich zu so genannten Strukturvertrieben, namentlich zu AWD und MLP. “Vor allem bei Strukturvertrieben müssen gar keine Qualifikationen vorgewiesen werden”, sagt er.

Ohne die Wettbewerber in Schutz nehmen zu wollen: Es ist bedenklich, wenn bei den Teilnehmern an der öffentlichen Diskussion über die Situation in den Finanzvertrieben noch nicht einmal bekannt ist, dass es seit 3 Jahren ausgesprochen weitreichende gesetzliche Anforderungen an die Qualifikation von Versicherungsvermittlern gibt.

Zumindest für uns als DVAG nehmen wir in Anspruch, dass die Qualifikation unserer Vermögensberater nicht nur den hohen gesetzlichen Anforderungen entspricht, sondern sogar darüber hinaus geht und ausdrücklich auch das Fachwissen zu Bankprodukten beinhaltet. Vielleicht hat Herr Roach aus diesem Grunde uns in seiner Aufzählung explizit nicht genannt….

Problem erkannt – DVAG gefragt

Dienstag, 24. November 2009

Es gibt derzeit kaum einen Monat, in dem nicht Konsumentenbefragungen zum Sparverhalten der Bundesbürger veröffentlicht werden.

Aktuell meldet sich der Verband der Bausparkassen zu Wort: In 63% aller Fälle gaben die Befragten an, dass die Altersversorgung das wichtigste Sparmotiv ist. Dies zeigt: Die Bürger wissen inzwischen in der Breite, dass sie etwas tun müssen, weil die gesetzliche Rente nie und nimmer ausreichen wird.

Dass hierbei Beratung durch einen Vermögensberater der DVAG dringend erforderlich ist, zeigt ein zweiter Markttrend: Tagesgeld- und Sichteinlagen sowie extrem niedrig verzinste Sparbucheinlagen verzeichnen derzeit gewaltige Zuflüsse. Für die private Altersversorgung sind solche Anlageformen ganz sicher nicht geeignet.

DVAG gratuliert: AM Leben “ausgezeichnet”

Montag, 23. November 2009

Die DVAG gratuliert mit ihren über 35.000 Vermögensberatern ihrem Premium-Partner, der AachenMünchener Lebensversicherung, zur Bewertung “ausgezeichnet” im Morgen&Morgen Belastungstest für Lebensversicherer (“Stresstest”).

Gerade einmal 25 der 83 einbezogenen Lebensversicherer wurden mit der Bestnote ”ausgezeichnet” bewertet. Im Gegenzug müssen dafür über zwei Drittel der deutschen Lebensversicherer mehr oder weniger Abstriche machen, wenn es um die dauerhafte Erfüllbarkeit der abgeschlossenen Verträge geht.

Das exzellente Abschneiden unseres Partners ist wieder einmal ein Beweis für die Stärke der Partnerschaft zwischen den AachenMünchener Versicherungen und der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Wissen doch so unsere Kunden, dass sie nicht nur bei Abschluss, sondern auch im Alter bzw. bei Ablauf ihrer Lebens- und Rentenversicherungsverträge auf einen starken Partner setzen können. Und dies ist gerade bei diesen sehr lang laufenden Verträgen immer noch am wichtigsten.